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Pistenkuh · Sabine und Burkhard Koch

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Testfahrt mit dem Allrad-Lkw in Marokko

Die Route:

Ceuta - Fes - Azrou - Midelt - Errachidia - Erfoud - Taouz - Zagora - Nekob - Tizi Isnarene - Tinerhir - Errachidia - Meski - Midelt - Fes - Ceuta


Unsere Reise begann recht hektisch. Sabine und ich mussten bis zum letzten Tag länger arbeiten. Unseren Magirus hatten wir jedoch vorausahnend schon ein Wochenende vorher komplett bepackt und betankt. Dennoch verließen wir unsere Wohnung in einem rechten Chaos und stellten unterwegs fest, dass wir einige Dinge vergessen hatten. Zum Glück nur unnütze Kleinigkeiten wie Fernglas, Arbeitshose für eventuelle Arbeiten am Magirus, Batterien für den Weltempfänger etc.

Stress in Andorra

Am Freitagabend fuhren wir über die Autobahn bis Mulhouse und übernachteten in völliger Ruhe in einem kleinen Industriegebiet kurz hinter der Grenze. Am nächsten Tag reisten wir durch Frankreich bis in die Pyrenäen und übernachteten auf einem uns bekannten Wohnmobilparkplatz am Bahnhof von Villefrance de Conflent.
An nächsten Tag begann unerwartet das Abenteuer in vollen Zügen. Wir reisten von Frankreich nach Spanien und von Spanien nach Andorra, um dort steuergünstig zu tanken, denn Diesel war in Andorra ca. 30 % preiswerter als in Spanien. Wir füllten den Haupttank sowie 10 Kanister a 20 Liter. Bei der Ausreise bzw. Wiedereinreise nach Spanien bemerkte der Zöllner die gefüllten Kanister aber ignorierte sie zunächst und durchsuchte das ganze Auto. Als er nichts fand beratschlagte er sich mit seinen Kollegen und führte mich anschließend ins Zollgebäude zu einem Inspekteur hinter einem Schreibtisch. Die Einfuhr von Diesel sei verboten. Ohne zu diskutieren fragte ich nach der zu entrichtenden Steuer, aber die Einfuhr sei generell verboten und wir müssten nach Andorra zurück, mit Geld sei da nichts zu machen.
Wir drehten und standen wieder in Andorra.

Dann halt schmuggeln

Noch war alles kein Problem, denn wir hatten in unserem letzten Urlaub eine Schmugglerpiste von Andorra nach Spanien mit unserem Magirus befahren, die wir vor drei Jahren mit dem Transit entdeckten, so dass wir wussten, dass die Größe des Fahrzeuges kein Hindernis für die Gebirgspiste darstellt. Problematisch war die Tatsache, dass wir keine Detail-Karte von Frankreich und Spanien dabei hatten, denn wir gingen ja von einer reinen Transitreise aus. Wir trauten uns jedoch zu, die Piste aus dem Gedächtnis heraus zu finden und auch in den spanischen Ort Tore zu gelangen, von dort geht eine Teerstraße Richtung Süden, die nach ca. 100 km wieder auf die N 2 trifft.
Wir fanden den Pisteneinstieg und schraubten uns nach oben in Richtung Pass. Wir rechneten jedoch nicht damit, dass ein Schneebrett von fast zwei Meter Mächtigkeit und einigen 100 m Länge die Piste komplett blockiert. Mit dem Fernglas erkannten wir, dass auch die Passhöhe unter einem riesigen Schneefeld lag. Mit etwas gedrückter Stimmung fuhren wir zurück ins Tal. Nun blieben noch zwei Versuche offen. Entweder nach Frankreich ausreisen und von dort über eine nicht kontrollierte Grenze nach Spanien, oder auf den Schichtwechsel zu warten und erneut den direkten Weg zu versuchen.
Wir entschieden uns für den Versuch an der französischen Grenze. Man entdeckte den Diesel und fragte von wo wir kämen. Die Frage kam so überraschend, dass ich kurz überlegen musste was ich sagen sollte, vor Schreck fiel mir nichts besseres ein als Marokko zu nennen. Korrigierte sogleich, da ja in unserem Pass noch keinerlei Einreisestempel von Marokko waren und sagte wir hätten nach Marokko gewollt, seinen aber wegen der teueren Fähre nur in Andalusien geblieben. Meine Widersprüche führten dazu, dass der Zöllner sofort Verstärkung holte und unser Auto gründlichst durchsucht. Aus den Gesprächen der Zöllner entnahm ich, das sie wirklich glaubten wir kämen aus Marokko und hätten etwas zu verbergen. 10 Minuten später wurde von einem Polizeiwagen ein Hund gebracht, der alles durchschnupperte. Unser Diesel wurde bemerkt, war aber jetzt absolute Nebensache. Man fand natürlich nichts, so sehr man auch suchte. Wir konnten fahren und standen mit unserem Sprit in Frankreich. Nach ca. 100 problemlosen Kilometern und einem unkontrollierten Grenzübergang standen wir nach 5 Stunden wieder am Grenzübergang Spanien - Andorra bei La Seu Urgel, diesmal aber mit Diesel auf der spanischen Seite.
Die Weiterreise durch Spanien, die Überfahrt und die Einreise nach Marokko verlief problemlos. Obwohl der Diesel in Ceuta preiswert ist (ca. 0,60 DM) und in Marokko 0,90 DM kostet, reisten wir mit nur 2 gefüllten Kanistern ein, denn ein Zurück der Marokkaner wäre verhängnisvoller geworden, da es nur einen Grenzübergang gibt. Aber für die Kanister interessierte sich niemand.

Endlich in Marokko

In Marokko nervten die vielen Polizeisperren mit ihren unsinnigen Fragen, die auch noch alle schriftlich festgehalten werden. Name, Heimatadresse, Beruf, woher, wohin. Auf die Frage nach dem Beruf nannten wir was uns gerade einfiel: Bäcker, Schlosser, Lehrer, Tankwart, Ökonom, Bauer. Astronaut traute ich mich dann doch nicht zu sagen und änderte es noch auf Autowäscher. Auf die Fragen woher und wohin konstruierten wir herrliche Rundreisen, doch wo wir wirklich hinwollten sagten wir nie.
Außer dieser lästigen - vor allem zeitraubenden - Fragerei hatten wir bis auf eine Ausnahme keine Probleme mit der Polizei oder dem Militär, auch auf unser Wüstentour entlang der algerischen Grenze nicht.

Nun die Ausnahme:

Wir fuhren auf der vierspurigen Stadtumfahrung von Fes. Auf der autobahnähnlichen Straße herrschte kaum Verkehr. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h machte aus meiner Sicht keinerlei Sinn, dennoch fuhren wir mit ca. 65 km/h. Den Radarwagen bemerkte ich rechtzeitig, sah aber keinen Grund mein Tempo zu verändern. 200 m weiter die Straßensperre mit den alt bekannten Fragen. Plötzlich zog der Polizist einen Quittungsblock und verlangte 400 Dirham (ca. 40 Euro) Strafe für zu schnelles Fahren, meine Geschwindigkeit habe 63 km/h betragen. Ich weigerte mich zu zahlen und bezweifelte das sein "Pappradar" auf 3 km/h genau messe. Der Polizist behauptete nun ich sei 23 km/h zu schnell gefahren, denn Lkw dürfen in der Stadt nur 40 km/h und Pkw 60 km/h fahren und die Autobahn sei eine Stadtautobahn. Es begann das alte Spiel, er drohte mit Beschlagnahme und Gerichtsverhandlung falls ich nicht zahle. Ich drohte damit diesen Vorfall in Deutschland publik zu machen und dies sei sicherlich nicht im Sinne der Tourismusförderung auf deren Einnahmen sein König dringend angewiesen sei. Zudem hielt ich es für besser er hielte ein kleines Palavere mit seinem Vorgesetzten und überließ die Entscheidung ob Gericht oder nicht jemandem der zu solchen Entscheidungen befugt sei. Er ging zu seinem Vorgesetzten und kam zurück mit der Entscheidung wir müssten zahlen. Ich verweigerte die Zahlung mit der Begründung das wir ein Sonderfahrzeug haben, welches nach allgemeinem Recht wie ein Pkw zu behandeln sei und damit 60 km/h fahren dürfe. Der Polizist bestand auf Zahlung und ging weiter seiner Arbeit nach ohne sich um uns zu kümmern. Wir vertrieben uns die Zeit mit der Routenplanung, Blumenpflücken, Mittagessen und Tagebuch führen.
Mittlerweile waren wir so weich gekocht, dass ich zu ihm gehen wollte um 400 Dirham zu zahlen, um endlich nach fast 1,5 Stunden weiter zu kommen. Gerade als ich aussteigen wollte sah ich den Polizisten auf uns zukommen. Er fragte ob wir zahlen wollten und ich antwortete ihm, dass wir etwas zahlen wollten, denn wir seien keine 23 km/h sondern nur 3 km/h zu schnell gefahren und wir wären bereit anstatt 400 Dirham 40 Dirham zu zahlen. Er ging ums Auto herum zur Beifahrertür, musste mit seinen sauberen Lackschuhen in den dreckigen Ackerboden treten, konnte dafür aber von seinen Kollegen nicht gesehen werden. Mir war klar, das wir uns jetzt einigen und so geschah es auch. 50 Dirham war die Strafe, natürlich ohne Quittung.
Während der Wartezeit beobachtete ich, dass alle Touristen 400 Dirham gegen Quittung ohne sich mit der Polizei anzulegen zahlten, während Marokkaner grundsätzlich verhandelten und teilweise Geldscheine ohne Quittung gaben, teilweise 400 Dirham gegen Quittung und teilweise mehr scherzhaft nur am Ohr gezogen wurden und einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf bekamen und ohne Zahlung weiter fahren durften.
Bergeaktion
Einige Kilometer später war ein marokkanischer Lkw von der Straße abgekommen und in den sumpfigen Graben gefahren. Ein Traktor schaffte es nicht, ihn auf die Straße zu ziehen, weil das Drahtseil zu kurz war und der Traktor zum Ziehen selbst in den Sumpf musste. Wir parkten auf der Teerstraße, spulten 40 Meter Seil von der Winde und zogen ohne große Mühe den Lkw auf den Teer. Keine 10 Minuten dauerte die Aktion und brachte uns eine große Kiste frischer Apfelsinen ein.
Von Fes führte unsere Reise in den Süden Marokkos. Wir lernten in Ouessane einen netten Deutschlehrer kennen, von dem bei unserer Heimkehr schon ein Brief im Kasten lag. Abends campten wir in einem Oued und wurden in ein Nomadenzelt zum Tee eingeladen. Die Verständigung war mühevoll und umständlich, da die Nomaden nur ihren Berberdialekt sprachen.

Kein Diesel

TodrahIm Süden passierte uns noch eine Dummheit. Geplant war folgende Wüstentour:
Wir wollten von der Provinzhauptstadt Errachidia aus auf Teerstraße ca. 80 km nach Boudnib fahren, dort tanken und die Teerstraße in Richtung Süden verlassen und ca. 50 km 130° fahren und dann für 30 km auf 180 ° drehen und wieder auf 100 ° schwenken, um so von der Ostseite her an den Erg Chebbi zu gelangen, diesen an der Ostseite in Richtung Süden entlang fahren und dann auf 160° schwenken und die Oase Taouz erreichen. Von dort weiter über Piste bzw. Querfeldein entlang der algerischen Grenze in Richtung Westen um nach insgesamt 500 Km Off-Road die Teerstraße von Zagora zur Oase Mhammid zu kreuzen bzw. zu treffen. Ab ca. 10 Km vor Boudnib durchquert die Straße eine flache Kieswüste, wo es leicht möglich wäre in Richtung Süden die Teerstraße zu verlassen, aber wir mussten zunächst in die Ortschaft zum Tanken, denn unser Tank war restlos leer. Zu unserer großen Enttäuschung war die Dieselzapfsäule leer und Nachschub würde es erst in zwei Tagen geben. Pisten SüdmarokkoÄrgerlich, denn in Errachidia hätten wir zwischen einer der zahlreichen Tankstellen wählen können.
Uns blieb nichts anderes übrig als unsere 2 Kanister "Eiserne Reserve" in den Tank zu schütten. Zu warten hatten wir ebenso wenig Lust wie zurück nach Errachidia zu fahren. Wir änderten daher unsere Tour leicht ab, indem wir den Erg Chebbi nicht auf der einsamen Ostseite umfuhren, sondern auf der Westseite, der Touristenseite, wo es in der Oase Erfoud zumindest eine Tankstelle gibt. Die 40 Liter reichten trotz erhöhtem Geländeverbrauch locker für die geplanten 100 Off-Road-Kilometer.
Die Fahrt war recht interessant, so konnten wir einige Nomadengräber entdecken, einige Nomadenlagerplätze umfahren und erste Sandfahrübungen machen.Nach dem Tanken in Erfoud fuhren wir über Piste zum Erg Chebbi und dann möglichst dicht an den Dünnen entlang Richtung Süden.

Vollidioten

Hier machten wir unseren ersten negativen Touristenkontakt. Franzosen hatten sich mit ihrem geliehenen Pkw im Sand festgefahren und durch ständiges versuchtes Vor- und Zurückfahren so tief eingegraben das eine Bergung ohne Schaufel und Bleche aussichtslos war. Ein deutsches Paar, ebenfalls mit Leihwagen unterwegs hatte bereits auf festem Grund gehalten. BergehilfeDiese hatten zwar auch keinerlei Bergegerätschaften dabei, aber sich in Erfoud für viel Geld einen Führer genommen. Helfen konnten sie auch nicht, machten den Franzosen aber mächtige Vorwürfe, wie man nur so leichtsinnig sein könne und ohne Führer in die Wüste fahren. (Einen Führer braucht man wirklich nicht, die Westseite wird ständig von Touristen befahren, notfalls kann man in ca. 3 Stunden zu Fuß eine Oase oder Erfoud erreichen. Zudem gibt es eine Telefonleitung von Erfoud nach Taouz, so dass die Orientierung sehr leicht ist). Meine Anmerkung, dass meine Schaufel den Franzosen nun mehr nütze als ihr Führer und ich es für leichtsinniger hielte ohne Schaufel in die Wüste zu fahren, trug natürlich nicht sonderlich zur Harmonie bei. Das Franzosenpaar war sichtlich genervt, die Frau machte dem Mann Vorwürfe und wäre am liebsten gar nicht hier her gekommen. Ich begann den Pkw freizuschaufeln, was aber sowohl den Deutschen als auch den Franzosen nicht passte, diese wollten dass ich den Pkw mit dem Deutz sofort rausziehe. Ich sagte, dass auf jeden Fall erst das Auto freigeschaufelt werden müsse, denn der Wagen saß so fest, das wir ihn mit Sicherheit beim Ziehen beschädigt hätten. Aber anstatt zu warten, bis ich das Auto restlos freigelegt hatte, meinte man den Motor starten zu müssen und einen erneuten Versuch mit viel Gas und Schieben zu starten. Die Folge war das meine Arbeit zu Nichte gemacht war und der Peugeot sich noch tiefer in den Sand grub. Ich hatte keine Lust mehr, packte meine Schaufel ein und wollte fahren. Aber dann dachten wir, wenn sie unbedingt ihre Auto beschädigt haben wollen oder zumindest die Auspuffanlage abreisen wollen - warum nicht. Also befestigte ich das Windenseil am Peugeot und zog das Seil stramm, dann sagte ich dem Franzosen das wir jetzt sein Auto kaputt ziehen, er solle sagen ob ich ziehen solle oder ob er erst noch schaufeln wolle. Er traf die richtige Entscheidung. Ich gab dem Franzosen meine Schaufel und sagte ihm, wo er schaufeln sollte. Die Deutschen packten ihren Guide ein und fuhren. Wir zogen den Pkw auf die Piste zurück und noch während ich meinen Bergegurt und die Schaufel einpackte fuhren die Franzosen davon. Danke hätte man ja wenigstens sagen können.

Erg Chebbi

Wir verließen die Piste, die etwa mit einem Kilometer Abstand zu den Sanddünnen auf festem Kiesgrund verläuft, um direkt an den Dünen entlang zu fahren. Dies wäre uns einige male selbst zum Verhängnis geworden, denn teilweise ist der Sand so weich, dass der Magirus sich im Nu eingegraben hat. Aber mit Allrad und Untersetzung kamen wir ohne Schaufeln durch. erg ChebbiAbends bestiegen wir die höchste Düne. Eine ca. 2 ½ stündige, schweißtreibende Unternehmung, aber die Mühe wurde belohnt mit einem herrlichen Panoramablick bis zum Horizont über Sanddünen hinweg. Der Sonnenuntergang war dann leider weniger spektakulär, die Sonne verschwand einfach am Horizont ohne großartige Stimmungsbilder zu liefern.
Der Abstieg dauerte nur eine Stunde und es machte großen Spaß einfach vom Dünenkamm in den weichen Sand hinunter zu springen.
Der krönende Tagesabschluss war das ausgiebige Duschen.
Am nächsten Morgen füllten wir am "weißen Brunnen" unsere Wassertanks wieder auf, umlagert von Kindern und besuchten unseren Freund Hassan.

Taouz - Zagora

Wir folgten der Piste nach Taouz, die letzte Oase ca. 10 Kilometer vor der algerischen Grenze. Da wir keine Lust auf die Fragerei der Polizei und des Militärs hatten verließen wir ca. 3 km vor dem Ort die Piste, fuhren querfeldein in südwestliche Richtung um außer Sichtweite der Oase wieder auf die entlang der Grenze verlaufende Piste zu stoßen.

Brunnen

Die nächsten drei Tage fuhren wir Richtung WSW durch eine teils öde, teils fantastische Wüstenlandschaft. Nachts schliefen wir auf dem Autodach. Der Höhepunkt war die Begegnung mit einer Karawane, die aus ca. 30 Dromedaren bestand und auf algerischer Seite am Horizont vorüber zog. Die Piste war teils gut und schnell zu befahren (meist in den Kiesebenen oder über ausgetrocknete Seen), teils aber auch nur mit Untersetzung und Achssperren zu bewältigen (in sandigen Oueds oder in den Dünen), aber unser Magirus hat sich zu unserer vollsten Zufriedenheit bewährt. Lediglich zweimal brauchten wir die Schaufel und die Sandbleche, weil ich im weichen Sand für ein Foto anhielt.
Allerdings lag der Dieselverbrauch für die 520 Kilometer lange Wüstenpiste bei über 160 Liter, also deutlich über 30 Liter.
In der Oasenstadt Zagora trafen wir gegen Mittag auf Teerstraße und freuten uns auf frisches Obst und Kontakt zu Menschen.
Zur Erholung beschlossen wir auf einen Campingplatz zu fahren und dort den Rest des Tages zu relaxen und auch die Nacht zu verbringen.

Die restlichen Urlaubstage verbrachten wir in Südmarokko, hauptsächlich in der Todrah-Schlucht und in Meski bei den blauen Quellen.

Die Rückreise gestalteten wir recht gemächlich, so dass wir drei Tage brauchten, um aus dem Süden bis nach Südspanien zu kommen. An der Grenze wurden wir äußerst penibel nach Rauschgift durchsucht.
In Andorra hatte es geschneit. Ein herrliches Gebirgspanorama, wobei alle Gipfel mit Neuschnee bedeckt waren. Diesmal tankten wir lediglich 100 Liter in Kanister, was zwar beanstandet wurde , aber nach Rückfrage bei dem Chefinspektor ausnahmsweise toleriert wurde (erlaubt sind 10 Liter in Kanister).
Aber auch dieser Grenzübertritt verlief nicht ohne gründliche Durchsuchung. Scheinbar zieht unser Auto die Zöllner magisch an. (Bei keiner Grenzkontrolle wurden unser - teils recht geräumigen - Verstecke entdeckt).
Die Testfahrt des Magirus verlief zu unserer Zufriedenheit. Jetzt stand die Entscheidung fest, wir werden den Magirus-Deutz als Basisfahrzeug für unser "Weltreisemobil" nehmen.

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