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Pistenkuh · Sabine und Burkhard Koch

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Reise-Infos zu Westafrika 2004/2005

Unseren ausführlichen Reisebericht findet ihr unter: Reiseberichte/Westafrika
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Unsere Reise-Infos zu folgenden Ländern:
Benin, Burkina Faso, Gambia, Ghana, Mali, Marokko, Mauretanien, Senegal, Togo

Reiseroute: Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien , Mali , Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Burkina Faso, Mali, Senegal, Gambia, Senegal, Mauretanien, Marokko, Spanien, Frankreich

Carnet des Passages:
An manchen kleinen Grenzübergängen (z.B. Mali - Burkina) ist die Handhabung nicht bekannt, immer aufpassen, wo die Zöllner den Stempel hinknallen. Manchmal wollen die Zöllner trotzdem ein „Laisser de Passage“ für eine Gebühr ausstellen; geduldig und freundlich mit dem Zöllner reden, dass das Carnet de Passages ausreicht und das man dafür auch keine Gebühr zahlen muss.

Marokko:

Darauf achten, das die grüne Versicherungskarte für Marokko gültig ist; sonst zahlt man sehr teure Versicherung an der Grenze (für unseren Deutz: 4 Wochen 250 Euro);
Botschaft von Mali in Rabat: N33°58,910 W6°50,009
Konsulat von Mauretanien in Casablanca: 33°33,715 W6°50,009

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Mauretanien:

Grenzübergang Marokko – Mauretanien (Nouadhibou);
Ausreiseformalitäten direkt an der Grenze, man muss nicht mehr nach Dakhla fahren. Die Teerstraße endet am marokkanischen Grenzposten, danach fährt man ca. 1 km Piste bis zum mauretanischen Grenzposten, danach auf Piste in südöstlicher Richtung halten, damit man die Teerstraße findet (ca. 1 km) so kann man sich die Irrfahrt durchs Minenfeld sparen.
Grenzabfertigung und Polizeikontrollen (meist am Stadteingang/ausgang) waren sehr korrekt und freundlich; (nicht darauf hören, was in manchen Reiseführern über die Mauretanischen Beamten steht.) Manchmal wird nach einem Geschenk gefragt, aber wenn man keins hat ist das auch nicht schlimm. 

Mali:

Einreise: von Ayoun el Atrous nach Nioro sehr gute neue Teerstraße! die „Carte Brune“ (Versicherung für westafrikanische Länder) unbedingt vorher in Nouakchott oder Ayoun besorgen, sonst macht die Polizei in Nioro Ärger und verlangt eine Strafgebühr. In Nioro gibt es kein Versicherungsbüro, erst in Bamako.
Bamako:
Botschaft von Burkina Faso: N12°37,858 W08°00,868 Visa am gleichen Tag
Botschaft von Guinea: N12°36,732 W07°58,219; Achtung: Visagebühr ca. 70 Euro pro Person!, war uns viel zu teuer.
Besser Visa in Dakar besorgen (normale Gebühr von ca. 30 Euro) und vom Senegal nach Guinea fahren. 

Burkina Faso:

In der Hauptstadt Ouagadougou gibt es nach wie vor keinen Campingplatz.
Der in alten Reiseführern angegebene „Camping Ouaga“ ist ein „Stundenhotel“.
Der Besitzer ist aber freundlich und wir durften trotzdem im Innenhof (abseits der Mädels und deren Kunden) campieren für 3000 CFA; ist nur ein Parkplatz mit Mauer ringsherum.
Im Hotel Okinn (mit Schwimmbad), Nähe LKW- u. Busbahnhof im Süden von Ouaga kann man mit besserem Komfort campen. Botschaft von Ghana: (N 12°22,702 W 1°30,667) 2 Tage Wartezeit für das Visa für Ghana. 

Ghana:

Bei der Einreise wurde die Gelbfieberimpfung kontrolliert.
Mole Game Reserve-Nationalpark im Nordwesten: N09°15,574 W01°51,341  sehr schönes Motel mit Camping und Schwimmbad; für wenig Geld. Die Tierwelt ist natürlich kein Vergleich zu Ostafrika.
Noch zwei schöne Plätze zum relaxen und abhängen:
Busua-Beach (westlich von Takoradi) Camping-Alaska N04°48,451 W01°56,234
Wli-Waterfall-Lodge in der Nähe von Hohoé, Grenze zu Togo N07°06,924 W00°35,287 wird von einem sehr netten deutschen Ehepaar geführt, (mit Waschmaschine, guter Küche, Toilette und Dusche top!);
Kokrobite / Wendys Place: N05°29,731 W00°22,931 schmutziger Strand, viele Fliegen, da die Fischerboote direkt vor dem Platz am Strand liegen, aber am Wochenende oft gute Live-Musik!
Accra:
Campen auf dem Gelände vom „Ryans Irish Pup“ N05°33,476 W00°10,829 für 2 US-Dollar;
5 Min. zu Fuß in die Conterments-Road mit libanesischem Supermarkt, vielen Restaurants und Internetcafe;
Botschaft von Benin: Ein Tag Wartezeit N5°35,173 W0°10,833
Botschaft von Burkina: Ein Tag Wartezeit N5°34,230 W0°12,156

Togo:

Einreise nach Togo:
Ohne Visa ist die Einreise nur an dem großen Grenzübergang an der Küste (Lomé) möglich. Ansonsten vorher in Accra das Visa besorgen. (siehe Reisebericht)

Benin:

Bei der Einreise von Togo (Anie) nach Benin (Tchetti) verlangt der Zöllner von Benin eine „Straßenbenutzungsgebühr“ von ca. 8 Euro, die 72 Stunden gültig ist; nach langer Diskussion zahlen wir, anscheinend hat diese Gebühr seine Richtigkeit.
Ausreise nach Burkina: Einen Stempel fürs Carnet gibt es nur in Boukombé, der freundliche Zöllner in Natitingou hat uns das Carnet ohne Stempel abgezeichnet, kein Problem.

Senegal:

Die einzigen korrupten Polizisten auf der ganzen Reise sind uns in Dakar und St. Louis begegnet.
Sie tragen die Nase sehr hoch und verpassen Strafzettel für Verkehrsvergehen, die man gar nicht begangen hat. (Siehe Reisebericht)
Dakar:
Botschaft von Mauretanien: N14°41,475 W17°26,811 Wartezeit: ein Tag

Gambia:

Einreise: kein Visa erforderlich,
Die Hauptstraße südlich des Flusses von Basse-Santa-Su nach Mansa Konko ist zum größten Teil mit tiefen Schlaglöchern übersäht, sodass man nur im Schritttempo vorwärts kommt.
Bei der Überfahrt über den Gambia bei Farafenni (der mülligste Platz von ganz Westafrika, abends incl. vieler Moskitos) und auch in Banjul lange Wartezeiten, u.U. über Nacht einplanen.

Die nachfolgenden Informationen stammen nicht von uns, dienten uns aber bei der Reisevorbereitung:

Infos zu folgenden Ländern: Benin, Ghana, Mauretanien, Senegal, Togo  

Benin:

48-Stunden-Visum (10.000 CFA) und Laisser Passer (6.000 CFA) an der Grenze erhältlich.
Das Visum ist in Cotonou beim Office d' Immigration (Straße der Ministerien) bis max. 3 Monate verlängerbar (10.000 CFA). Vom La Pirogue mittels Moped-Taxi leicht erreichbar!
Währung CFA
Preis für Diesel 290 CFA
Landessprache Französisch
Die Auberge de Grand Popo W 06° 16' 737 E 001° 49' 766 bietet einen schönen Camping-platz direkt am Strand gelegen. Besuchenswert! Und wer Abwechslung von der eigenen Garküche wünscht, das Hotelrestaurant bietet alles in guter Qualität! Bis Cotonou sind es noch ca. 80 KM, entweder auf der Küstenstraße oder ab Ouidah auf einer schönen Sandpiste am Strand entlang. Letztere ist vorzuziehen, da sie den Reisenden direkt zu seinem nächsten, möglichen Zwischenstop bringt: La Pirogue, ein Restaurant-Cafe, geführt von Bernard, am westlichen Stadtrand Cotonous unmittelbar am Strand gelegen, mit exzellent-frischer Fischküche. Geländewagen können im Innenraum parken, wir mussten draußen bleiben, unser LKW hätte die Leitungen beschädigt!
Im Krankenhaus N 06° 35' 926 E 002° 21' 778, etwa 30 Km nördlich Cotonous - des Bruder Francois aus dem Camillani-Orden mit eigenem Labor findet man zuverlässige Hilfe bei Erkrankungen aller Art; bei uns war es der Verdacht auf Maleria, der sich gottlob nicht bestätigte! Und wer einmal einen Blick einen Blick ins Hopital de Cotonou geworfen hat, wird gerne diesen Hinweis aufgreifen!
In Allada führt der gastfreundliche Dominique seine Ananas- und Blumenfarm S.A.D.A.H. N 06°41' 079 E 002°12' 177. Wer einmal einen Tag bei über 40° auf seinem luftigen Turm verbringt, wird dies nicht mehr vergessen! Auch ein Besuch beim regionalen Stammeskönig in Allada hinterläßt einen tiefen Eindruck!
Im Hauptlager der Societe Africaine Concassage - N 07° 24' 847 E 002° 04' 599, etwa 130 KM nördlich Cotonous- unter der Leitung des M. Tino Hassamen wird selbst(kosten)los technische Hilfe geleistet an jeder Art von Dieselfahrzeug! Unser Problem war Luft im Dieselsystem, das erst nach langem Suchen durch den Ausbau des Vorfilters gelöst wurde. Unser Angebot zur Zahlung eines Obulus (15.000 CFA) wurde entschieden zurückgewiesen, und das bei einem Monatseinkommen von nur ca. 35.000 CFA. Schon sehr erstaunlich!
Den Parc National de Pendjari mit ca. 700 Elefanten, 300 Löwen, Leoparden und allen Anti-lopenarten. Übrigens ein beninoise-deutsches Gemeinschaftprojekt, wie die Aufkleber am Mercedes G und den Toyos zeigen - konnten wir leider nicht besuchen, obwohl sich die in Tangieta ansässige Parkdirektion durchaus bereit zeigte, eine Ausnahmegenehmigung trotz Regenzeit zu erteilen; der Pistenzustand erinnerte aber mehr an eine Seenlandschaft als an befahrbare Pisten!
Beeindruckend übrigens der riesige Berg an sichergestellten Wilderer-Fangeisen! Die ehemalige Piste, die kurz vor Dassa beginnt und bis zur Grenze bei Porga führt, befindet sich zum Großteil schon im Trassenbau für die spätere Asphaltierung.

Ghana:

Einreise: über Lomé
Das Visum beantragten wir bei der ghanaischen Botschaft in Lomé. Drei Formulare pro Person mussten ausgefüllt werden, drei Passbilder/Person waren erforderlich. Kosten: 12.000 CFA pro Person – 1 Monat gültig. Die Wartezeit beträgt normalerweise ca. 3 Tage aber mit dem entsprechenden Trinkgeld bekamen wir unser Visum innerhalb von einem Tag. Bei der Einreise mussten wir zusätzlich 2 Formulare pro Person aufüllen (Personalien) – 1. Gebäude rechts von Lomé kommend. Eine Kontaktadresse in Ghana musste angegeben werden (z.B. Novotel in Accra). Der Zoll war schwer zu finden – befand sich im großen Gebäude linkerhand von Polizeigebäude und Parkplatz in der oberen Etage (Treppe auf der hinteren Seite des Gebäudes, dann rechts um die Ecke). Für Touristen mit eigenem Fahrzeug ist das Carnet de Passage vorgeschrieben. Die Formalitäten für das Carnet wurden im hallenähnlichen Gebäude hinter dem Zoll erledigt. Insgesamt hatten wir bei der Abwicklung keine Probleme. Geringe Zollgebühr, keine Fahrzeugkontrolle. Geldtauschen war im Forexbüro möglich. Der angeschlagene Kurs galt für 100 US$-Scheine, für kleinere Scheine wurde uns ein schlechterer Kurs geboten.
Im Land waren keine Straßengebühren, jedoch hier und da 800 Cedis Brückenbenutzungsgebühr zu entrichten, hin und wieder fanden freundliche Polizeikontrollen statt.
Ausreise: Paga
Innerhalb einer halben Stunde waren alle Formalitäten erledigt: keine Gebühren, keine Schlepper, keine Probleme, nur Trauer dieses wunderbare Land verlassen zu müssen.
Einreise nur mit Visum und Carnet!
Grenzübertritt bei Elubo, freundliche und schnelle Abwicklung!
Währung 6900 CEDI = 1 € (Bank) und bis zu 8000 CEDI bei privaten Händlern; US$ -Wechsel nur bei Banken! Die starke Akzeptanz des € ist Überraschend!
Preis für Diesel 1900 CEDI = 0,28 €
Landessprache Englisch
Vom freien Campen entlang der Küstenstrasse wird abgeraten!
Nach Möglichkeit Hotels und Ressorts mit Campingmöglichkeit aufsuchen, z.B. Ankoba Beach,
Axim N 04° 53' 860 W 002° 15' 485 Camping Alaska,
Busua, N 04° 48' 461 W 001° 56' 254 am Strand Oysterbay Hotel,
Elimina N 05° 05' 720 W 001° 13' 864 am Strand Cocoloko,
Ada N 05°46' 613 E 000° 36' 645 an der Volta-Mündung gelegen
Mali
Einreise: kleiner Grenzort 3 km nach Koloko und 50 km vor Sikasso (nicht in IGN-Karte verzeichnet).
Das Visum beantragten wir bei der Botschaft von Mali in Ouagadougou. Die Ausstellung verlief innerhalb einer halben Stunde. (2 Formulare – 2 Paßbilder).
Kosten: 20.000 CFA pro Person – 3 Monate gültig.
An der Grenze, beim Zoll, wurde das Carnet de Passage anerkannt, somit mussten wir kein Laisser Passer für 10.000 CFA und keine Permission de circuler (Verkehrsbewilligung – 8 Tage gültig) ausstellen lassen. Keine Fahrzeugkontrolle.
Im Land sind keine Straßengebühren zu entrichten. Es gibt viele Polizeikontrollen die zum Teil sehr gründlich sind: Pässe, int. Führerschein, int. Zulassungsschein, Kfz-Versicherung, Carnet bzw. Laisser Passer und Feuerlöscher. Wichtig: Anschnallen ! – einige Polizisten wollten von uns 3000 CFA pro Person für das unterlassene Anlegen des Sicherheitsgurtes (vermutlich zur Gehaltsaufbesserung).
Kurze Anmerkung zur Piste Kati – Kita – Kayes : stellenweise schwierig.
Kita – Kayes: In Kita haben wir uns nach dem aktuellen Weg erkundigt, da es ab dort verschiedene Möglichkeiten gibt. Zunächst fuhren wir nach Manantali (viel hartes Wellblech) vorbei an dem riesigen Stausee (keine Überquerung) von dort nach Mahina. Hier ist die Flußüberquerung nur über eine Eisenbahnbrücke auf den Schienen möglich. Man wollte 5000 CFA Brückengebühr. Wir handelten aber auf 2500 CFA runter. Von Bafoulabé nach Diamou fuhren wir entlang des Senegal-Flusses; hier lange sandige Passagen, tiefe Spurrillen, Auswaschungen. Ausweichen schwierig. Fazit: Die Strecke Kita – Kayes ist nur in der Trockenzeit und nicht mit normalem PKW zu bewältigen.
Ausreise: über die N1 nach Kidira (Senegal)
Wegen des Hammelfestes schickten uns die Polizisten ohne jegliche Formalitäten oder Kontrollen weg, als sie hörten, dass wir ausreisen wollten. Der Zoll war gänzlich geschlossen, sodaß wir die Brücke an der Grenze, die über den Senegal-Fluß führt, in Eigenregie überquerten und uns somit im Senegal befanden.
EINREISE ohne Visum und Carnet ohne weiteres möglich! Sofortige Ausstellung für 10.000 CFA! Freundliche und schnelle Abfertigung an der Grenze!
Die Piste von der Grenze nach Kayes grenzt an eine Katastrophe. In Kayes wird erzählt, die Piste über Kita nach Bamako wäre durch schwerste Regenfälle weggespült. Diese Piste ist jedoch nach wie vor gut passierbar und wohl eine der schönsten zugleich, da sie durch die Berge zu von der Zivilsation nahezu unberührten Dörfern führt!
Insgesamt auffällig, dass bei sämtlichen Kontrollen durch Police, Gendarmerie und Douane das bisher übliche Einfordern von Cadeaux oder sogar Geldbeträgen vollständig ausblieb.
Offensichtlich hat doch der letztjährige Aufruf des Präsidenten zum Kampf gegen die Korruption Früchte getragen!
INTERESSANTE Anschrift: Albert & Elke Zarth, BP 140, Segou-Palengana-MALI, fon+fax +223-320533, zarth@afribone.net.ml Albert und Elke führen ein Transportunternehmen mit angegliederter Autowerkstatt für LKW und PKW!
Zudem ist ihr neues Hotel DJOLIBA N 13° 26' 218 W 006° 16' 719 seit ca. einem Jahr in Betrieb. Es ist wirklich schön geworden: 16 saubere und vollklimatisierte Zimmer, eine herrlich luftige Terrasse im ersten Stock sowie eine erstklassige Küche lassen keine Wünsche offen. Aber auch das Restaurant gegenüber Le Soleil de Minuit kann sich in Punkto Qualität und Preis durchaus sehen lassen!
Mit unserem LKW sind wir zum Camping ausgewichen ins Hotel DELTA mit großem Hof als Stellplatz: N 13° 26' 218 W 006°16' 719.
An der Strasse Segou-Bamako befindet ca. 10 KM vor Bamako ein "Campingplatz", der zwar überaus ungefällig ist, aber über bestes Wasser aus einem 75m-Tiefbrunnen verfügt: N 12° 35' 179 W 007°53' 660 <BR<
Alles unverändert, das Visum kostet 14.000 CFA und die Ausstellung dauert 24 h, für 6.000 CFA mehr gehts auch innerhalb einer Stunde! Im gleichen Viertel befinden sich auch eine ganze Reihe anderer Botschaften.
Ein schöner Rastplatz in Richtung Nioro, ca 2 KM abseits der Strasse auf einem Hochplateau: N 14°00' 357 W 008°03' 152
Bei Didjeni gabelt sich die Piste, links ab nach Nioro, bestens ausgebaut, rechts in Richtung Nara, im schlechten Zustand, landschaftlich jedoch sehr schön. In Nara wird der Ausreise-stempel bei der Gendarmerie eingeholt, das Laisser Passer wird beim Zoll ausgestempelt.
Währung CFA
Preis für Diesel 358 CFA ca. 0,55 Euro
Landessprache Französisch
ROUTENEMPFEHLUNG: SEGOU-DJENNE-SEGARE-BANDIAGARA-SANGA, Abstieg vom Höhenzug in die FALAISE!
Die mauretanische Botschaft in Bamako, Av. Al Ouds hinter dem Hippodrome, erteilt ein Einreisevisum innerhalb von 24 Stunden für CFA 14.000. Für weitere CFA 6.000 erfolgte die Ausstellung innerhalb von 12 Minuten!
Ausreiseformalitäten werden in Nioro in Zusammenarbeit mit freundlichen Gendarmen und Zöllnern erledigt!
Die Piste Nioro - Kobenni - Ayoun El Atroûs (RIM) war im August - soweit überhaupt existent - durch die Jahrhundertregenfälle nur schwer passierbar und glich mehr einer Seenlandschaft.
NEUE INFO: Mali-Visum gibt es in der Botschaft in Nouakchott innerhalb von 30 Minuten völlig problemlos (Stand Juli 2003) Können die Info nur bestätigen. Haben vor drei Wochen in Nouakchott die Mali-Visa innerhalb von weniger als einer Stunde erhalten.
Gebühren unter 10 Euro.
Und gemäss Auskunft an der Grenze in Diboli ist es auch kein Problem, das Visum direkt an der Grenze zu machen. Dort wird es dann einfach ein wenig teurer.

Mauretanien:

Einreise: in Rosso auf mauret. Seite
Wir hatten mal wieder das Glück einen sehr freundlichen und selbstlosen Helfer kennenzulernen, der sich nach Erledigung aller Formalitäten, von uns mit einem Geschenk in der Hand, verabschiedete.
Nach Anlegen der Fähre sammelten die Polizisten unsere Pässe ein und wir erhielten die Tickets. Die 3000 UM für die Fähre mussten im Polizeigebäude auf der linken Seite bezahlt werden. Hier wurden auch die Personalien aufgenommen. (Bearbeitung der Pässe 500 UM). Es war möglich das Visum an der Grenze zu beantragen. Der Beamte wollte 100 € für das 7-Tage-Visum für 2 Personen.
Nach längerem hin und her, handelten wir auf 50 € runter. Kein Formular und kein Passbild erforderlich. 1 ½ Std. Wartezeit auf das Visum.
Das Zollgebäude befindet sich neben dem Polizeigebäude.
Dort dann Kontrolle der Fahrzeugpapiere, Carnet de Passage stempeln.
Bearbeitungsgebühr 1000 UM.
Strecke von Nouakchott nach Nouhamgar: „Strandpartie bei Ebbe“ – die Piste im Landesinneren entlang des Meeres endete nach ca. 60 km. Es bot sich die Möglichkeit, in einem der Fischerdörfer die Strandpartie zu beginnen und somit die schwierige Fahrt am Spülsaum bei Ebbe abzukürzen. Tip: nicht den Toyotas anschließen, da die einheimischen Fahrer häufig anbieten, dass man hinter ihnen herfahren kann, um den ahnungslosen Touristen anschließend zur Polizei zu führen und zu behaupten, dieser würde sich weigern den ausgemachten Preis für die sichere Führung zu bezahlen, obwohl nie davon die Rede war. 
Wir erfuhren von verschiedenen Leuten, dass Führer für diese Tour 200,- € verlangen. Wir hatten das Glück, uns einem sehr netten LKW-Fahrer anschließen zu dürfen, der kein Geld dafür nahm, uns aber sicher durch die schwierigen Passagen führte, zum Beispiel Felsvorsprünge, die sich nur umfahren ließen, indem wir auf den Rückgang der Wellen warteten und dann mit viel Gas direkt an der Wasserkante fuhren, bevor die nächste Welle an die Felsen klatschte.
Strecke von Nouhamgar nach Nouadhibou: in Nouhamgar endet die Strandpartie.
Die Piste führt nach ca. 20 km weg vom Meer in’s Landesinnere. Ab da fuhren wir nur zur groben Orientierung und nur zeitweise nach den aktualisierten Koordinaten (aus „Durch Afrika“), da wir es für weitaus sinnvoller hielten, der aktuellen, meistbefahrenen Piste zu folgen. Vorsicht: vor Nouadhibou (ca. die letzten 60 km) taten sich vor uns weitläufige, schlammartige Felder (Ebbstrand) auf, die an ihrer braunen Farbe zu erkennen waren. Uns fielen dabei ca. 50cm tiefe Spuren und zahlreiche Wendekreise auf, was uns deutlich machte, dass diese Felder unpassierbar sind !
Ausreise:
Achtung: spätestens in Nouadhibou UM in Dirham tauschen und 2000 UM für die Ausreisegebühr beim Zoll aufheben.
Von Nouadhibou ca. 50 km Piste zur Grenze, zum Teil über alte spanische Teerstraße am Kontrollposten vorbei. Letzter Posten – Grenze – rechts zwei große graue Zelte. Im ersten Zelt – Polizei. Personalienaufnahme und Stempeln der Pässe. Der Beamte fragte nach verbleibenden UM, da die Ausfuhr verboten ist. Im zweiten Zelt – Zoll. Stempeln des Carnets, Kontrolle der Fahrzeugpapiere und 2000 UM zahlen. Die Beamten waren überaus freundlich und luden uns sogar zum Essen ein, was wir leider aus Zeitgründen ablehnen mussten. Zum Trost schenkten sie uns eine handvoll Mandarinen für die Weiterreise. Zügige Abfertigung, keine Fahrzeugkontrolle. Danach ca. 8 km Fahrt durch den Minengürtel. (Piste nicht verlassen, auch nicht bei entgegenkommendem Fahrzeug !) Anfangs ging’s ein Stück über die alte spanische Teerstraße, dann an der einzigen Kreuzung nicht geradeaus weiterfahren, sondern nach links abbiegen ! Die geschobene Piste führt nach N-O zum marokkanischen Grenzposten. (Festung auf Hügel)
Wir kamen nach 18 Uhr dort an, was zur Folge hatte, dass die Genze geschlossen war und wir vor der Absperrung übernachten mussten. Abfertigung am nächsten Morgen ab 10 Uhr. Personalienaufnahme - danach Fahrt auf Teerstraße nach Guergarat. Der Parkplatz „Camping la Poubelle“ war nicht mehr „vermüllt“, wie wir oft gehört hatten - Gebäude neu gestrichen und renoviert. (Nur noch im verfallenem Trakt Bauschutt und Müll). Abfertigung innerhalb 1 Stunde !
Polizei: Personalienaufnahme, Stempel in die Pässe.
Zoll: hier wurden die Fahrzeugpapiere und die Kfz-Versicherung kontrolliert. (grüne Vers.karte muß für Marokko gültig geschrieben sein)
Gründliche Fahrzeugkontrolle (Staufächer, Handschubfach und auch die Alukisten auf dem Dachgepäckträger). Wir mussten aber nichts ausräumen.
Keine Gebühren.
VISUM problemlos erhältlich für 10.000 CFA (ca. DM 30,-) bei der Gendarmerie in Nouadhibou gegenüber Camping BAIE DU LEVRIER - N 20°54'924 W 017°03'000
CARNET nicht erforderlich; beim Bureau de Douane in Nouadhibou wird gegen Unterzeichnung einer Ehrenerklärung ein entsprechendes Laisser Passer im Pass eingetragen!
KFZ-VERSICHERUNG unbedingt abschließen, 10 Tage etwa DM 44,-. Bei mindestens jeder zweiten Kontrolle wurde die Vorlage des Versicherungsbeleges verlangt!
DEVISENERKLÄRUNG sehr genau ausfüllen und zusammen mit den Wechselquittungen aufbewahren! Ich mußte bei der Ausreise dem Douanier mein gesamtes, in der Erklärung angebenes Bargeld vorzählen. Zwar wurde gegen einen entsprechenden Obulus das Fehlen diverser Banknoten wohlwollend übersehen, jedoch bleibt festzustellen, daß sowohl Wechselquittungen wie auch Devisenangaben genau geprüft werden!
INTERESSANTE Anschrift:
Serge Proust, ein ehemals bekannter Ralleyfahrer und Expeditionsführer, mit seiner Garage de la Croix du Sud; N 18° 05' 909 W 015° 58' 932 - stellt in Nouakchott einen wichtigen Service-und Anlaufpunkt dar; vom zu beschaffenden Ersatzteil bis zur Reparatur an PKW und LKW, Serge meistert alles. Seine Hilfsbereitschaft kennt eigetlich kaum Grenzen. Ein Zentrum für jede Art der Information. Außerdem gibt's eine Campingmöglichkeit in seinem Hof und eine Dusche, von der ich heute noch träume!
ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG
Leider hat sich mittlerweile etwas geändert, und ich bitte Euch, diesen Eintrag zu löschen, damit nicht mehrere Leute auf den Schwindel reinfallen:
Die Werkstatt von Serge Proust in Nouakchott existiert zwar noch, ist aber nicht mehr unter der Leitung von ihm, da Serge scheinbar grobe Probleme mit der Regierung bekam, und innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen musste.
Statt ihm ist jetzt jemand Anderer dort, angeblich ein Freund von ihm, der sich als Serge ausgibt, und auf den keines der lobenden Erwähnungen mehr zutrifft.
Er ist ein Schwindler, kümmert sich um nichts, und seine Mechaniker wissen nicht, was sie tun. In meinem Fall wurde mehr kaputt gemacht als repariert.
Wenn ich die Arbeit schlussendlich nicht selber gemacht hätte, dann wäre mein Auto heute noch dort, und vermutlich schrottreif.
Diese Werkstatt ist absolut NICHT EMPFEHLENSWERT!
Wir haben von dem Schwindel erst im Nachhinein erfahren, da man uns in der Werkstatt glauben ließ, dass es sich bei dem Werkstattbesitzer natürlich um Serge handelt.
Campingplatz BAB SAHARA, BP 59, Atar-RMI, fon 764603, fax 764605 - N 20°31'157 W 013°03'709, geführt von Just und Cora. Just verfügt über eine gut ausgestattete Werkstatt sowie über beste Kontakte zum Zoll und zur Polizei, durchaus interessant z.B. für größere Reparaturen sowie die schnelle Einfuhr von Ersatzteilen.
Einreise- und Zollformalitäten sollten in Ayoun erledigt werden!
Schöner Campingplatz direkt am Strand: Tercit Camping, Nouakchott
(N 18°06'702 W 016°01'557), zugleich auch Beginn der Strandpartie!
Sich endlich einmal wieder ein exquisites Frühstück gönnen: La Palmerie (N 18°05'334 W 015°58'967)
Interessant und reizvoll; Nouakchott - Noudhibou über die Strandpiste!
Achtung aber vor über den Strand gespannten Ankerseilen und immer häufiger freigespülten Felsgruppen.
Seit dem Besuch des marokkanischen Premierministers in Nouakchott besteht die Möglichkeit, aus Mauretannien legal in Richtung Marokko auszureisen.
Dem mehr als zweifelhaften Guide-Treiben ist somit ein Ende gesetzt!
Die Ausreiseformalitäten - Gendarmerie und Douane - werden in Nouadhibou erledigt vor der Abfahrt zum Bouchon. Es sei denn, man wünscht es bequemer: Ali - Camping Baie Du Levrier ( N 20° 54'924 W 017° 03'000) gegenüber dem Hauptquartier der Gendarmerie im Ort - machts möglich: Für einen Extra-Obulus werden die notwendigen Stempel in Pass und Carnet (oder Laisser Passer) des Abends diskret vom Obergendarme und -Zöllner beim Tee in Alis Salon eingedruckt!
Um die bis zu zwei Tage dauernde Wartezeit am marokkanischen Fort zu vermeiden, wird empfohlen, die marokkanischen Botschaft in Nouakchott ( Bvd. Kennedy) aufzusuchen, um den obligatorischen FICHE auszufüllen. Eine (z.Z.jedenfalls) absolut unsinnige Empfehlung, denn die Wartezeit blieb mit 38 Stunden gleich!

Senegal:

Einreise: Kidira
Deutsche benötigen kein Visum. Zollformalitäten an der Grenze: trotz Carnet de Passage mussten wir uns ein Passavant ausstellen lassen. Kosten: 2500 CFA –
8 Tage gültig. Wir erhielten einen schriftlichen Führer für Zollbestimmungen
im Senegal in französischer Sprache. Die Formalitäten in Kidira bei der Polizei wurden zügig und freundlich erledigt. Im Land gab es sehr viele Polizeikontrollen, auch hier (wie in Mali) sehr gründlich. Anschnallpflicht !
Tip: Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten ! Beliebte Einnahmequelle der Polizisten. Beachten: das Passavant muß spätestens am 8. Tag beim Zoll
(Fr/Sa/So geschlossen) verlängert werden, sonst wird unter Umständen das Auto beschlagnahmt, bis ein neues Passavant ausgestellt ist. Sehr teuer !
Ausreise: Rosso
Viele Helfer und Geldwechsler treiben sich dort herum.
Tip: am besten ignorieren und so schnell wie möglich in das gelb getünchte kleine Polizei-Gebäude auf der linken Seite (von Süden kommend) gehen.
Formalitäten dort flott und problemlos. Wir parkten auf dem Schotterplatz am Ufer des Senegal-Flusses um auf die Fähre nach Mauretanien zu warten. Parkgebühr 500 CFA. Die Zollformalitäten für das Carnet und die Kontrolle der Fahrzeugpapiere wurden im Gebäude neben dem Schotterplatz erledigt.
Egal, was die Helfer behaupten, die Überfahrt mit der Fähre muß auf mauretanischer Seite bezahlt werden. Offiziell ist es verboten UM nach Mauretanien einzuführen, jedoch braucht man 3000 UM für das Bezahlen der Fähre (1000 UM/Person plus 1000 UM für’s Auto). Schwarztausch möglich.
Die Fährbediensteten tragen braune Anzüge mit weißer Schrift auf der Brusttasche. Daran kann man die „offiziellen“ gut erkennen.
Anmerkung: Die Überquerung des Senegal ist über den Damm bei Diama
etwas streßfreier – setzt aber voraus, dass man schon ein Visum hatt.
EINREISE ohne Visum und Carnet möglich! Grenzübergang ROSSO (Mauretanien-Senegal) nach Möglichkeit meiden, die Mafia der Schlepper und Hilfsschlepper ist übermächtig!
INTERESSANTE Anschrift: CAMPING de L'OCEAN (Hotel DIOR) in St. Louis, auf einer Landzunge zwischen Meer und Senegal-Fluß gelegen - N 15°59'841 W 016°30'594. Schöne Stellplätze nur wenige Meter vom Strand entfernt, ausgezeichnete Küche und gemäßigtes Preisniveau!

Togo:

Einreise: Ponio
Hier konnte kein Visum ausgestellt werden, da es sich um einen kleinen Grenzort handelt. Sowohl Polizei als auch Zoll waren sympatisch und zuvorkommend; die
Beamten ließen uns ausnahmsweise ohne Visum einreisen, um im ca. 80 km entfernten Hauptgrenzort Sinkassé ein Visum ausstellen zu lassen. Von Ponio nach Dapaong – schwierige Piste für PKW ohne Allrad (ca. 40 km) mit tiefen Löchern, kleinen Flussbetten (Wasserdurchfahrten), vielen Brücken mit ca. 30 cm hohen Absätzen. Von Dapaong nach Sinkassé ist die Straße asphaltiert. Die Visumausstellung in Sinkassé verlief ohne Probleme innerhalb einer halben Stunde. Kosten: 10.000 CFA pro Person für 7 Tage. Die Straße nach Lomé ist durchgängig asphaltiert, es gab wenig Stellen mit Schlaglöchern. Das Visum kann in Lomé beim „Office d’ etrangers et de passports“ im nördlichen Stadtteil kostenlos verlängert werden, jedoch muß eine Bearbeitungsgebühr von 1000 CFA entrichtet werden. Außerdem muß man 4 Formulare pro Person und jeweils 4 Paßbilder abgeben ! Die Wartezeit beträgt ca. 3 Tage.
Ausreise: Lomé
Hier „überfielen“ uns sehr viele extrem aufdringliche Schlepper und Schwarztauscher. Das Erledigen der Formalitäten verlief ohne Probleme, jedoch nicht besonders freundlich und etwas chaotisch. Keine Fahrzeugkontrolle. Vorsicht Taschendiebe !
Visum (10.000 CEFA) und Laisser Passer (6.000 CFA) an der Grenze erhältlich, zahlreiche Schlepper am Werk! Niemals, wie gefordert, Geld aus der Hand geben, sondern immer selbst zahlen! Sofort hinter der Grenze beginnt die Hauptstadt Lome.
Währung CFA
Preis für Diesel 250 CFA
Landessprache Französisch
Am östlichen Stadtrand gelegen an der Küstenstraße unterhält die Schweizerin Alice Ihren Campingplatz und einige Bungalows: N 06° 10' 114 E 001° 20' 488
Nur den nach hinten zum Strand gelegenen Platz beziehen, auf keinen Fall den an der Straße - ,sonst macht man nachts kein Auge zu! Alice bietet gepflegte Gastlichkeit und gutes Essen in Ihrer großen Rundhütte an!
Rainer (ohne Nachnamen) hilft mit seiner ca. 800 m von Alice gelegenen Werkstatt bei KFZ-Schäden fürs erste weiter. Die Beschaffung von Ersatzteilen gestaltet sich jedoch recht langwierig.
In zwei gut sortierten Supermärkten in der Innenstadt kann man die Lebensmittelvorräte ergänzen! Den Taxidienst besorgt Alices Angestellter!
Nachdem die EU 1992 alle Hilfszahlungen auf Grund des im Togo herrschenden Regimes ein gestellt hat, verfällt die Stadt in zunehmenden Maße! Die Erwartungshaltung der meisten Europäer ist überaus negativ.

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