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Pistenkuh · Sabine und Burkhard Koch

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Reise-Infos südliches Afrika 2008/2009 

Unsere Reise-Infos zum südlichen Afrika 2008/2009:
Länder: Namibia, Botswana, Zimbabwe, Südafrika, Lesotho, Swaziland

Im März 2008 sind wir in Namibia angekommen. Von Anfang Mai bis Ende Juni 2008 haben wir unseren Sommerurlaub in Deutschland verbracht. Den Flug haben wir direkt im Büro der South African Airways (SAA) in Windhuk gebucht (mit vier Wochen Vorlaufzeit für ca. 700 €, Windhuk - Johannesburg - Frankfurt) und waren mit dem Preis und dem Service sehr zufrieden. Im Mai 2009 sind wir wieder mit SAA nach Frankfurt geflogen. Beim Rückflug von Deutschland nach Namibia gab es allerdings ein Problem: Die SAA wollte uns nur mitnehmen, wenn wir von Windhuk einen Rückflug (aus dem Land raus) buchen, da wir kein Visum für Namibia haben. Wir mussten ein sog. "Refound"-Ticket kaufen (das preiswerteste Windhuk-Johannesburg für 252,- € p. P.) Es wurde uns versichert, dass wir das Geld von der SAA wiederbekommen (ohne Gebühren zu bezahlen) und dafür 360 Tage Zeit haben.
Freunde von uns fliegen oft mit Air Berlin nach Namibia und buchen Hin - und Rückflug einzeln, da sie sich für den Rückflugtermin nicht so lange im Voraus festlegen möchten. Bei Air Berlin gibt es dieses Problem nicht und im Vergleich zu Lufthansa oder Air Namibia sind die Flugpreise günstiger.

Unseren Magirus Deutz haben wir bei einem Hotel/Restaurant in der Nähe von Windhuk abgestellt. Zwischen Windhuk und Flughafen gibt es mehrere Lodges/Campsites, welche die Möglichkeit zur Fahrzeugunterstellung bieten. (Preis ab ca. 30 € pro Monat).

Vom 23. Juni 2008 bis 07. Mai 2009 waren wir im südlichen Afrika unterwegs.
Unsere Reiseroute: Namibia, Botswana, Zimbabwe, Südafrika, Lesotho, Südafrika, Namibia
Vom 08. Mai bis 07. Juli 2009 haben wir Urlaub in Deutschland gemacht.
Ab Juli 2009 sind wir unterwegs nach Ostafrika. Reise-Infos siehe unter Ostafrika.

Reise-Infos Namibia

Stand: April 2008

Land und Leute:

Namibia ist ca. 2 1/2 mal so groß wie Deutschland, aber es leben nur ca. 2 Mio. Einwohner im Land. "Land der Weite" wird Namibia daher oft genannt, die schnurgeraden Pisten ziehen sich oft endlos bis zum Horizont. Namibia ist nicht mehr Schwarzafrika,  der Müll wird eingesammelt, alles ist ordentlich und sauber, die Straßen werden instand gehalten und der wenige Verkehr verhält sich halbwegs zivilisiert.
Von der schwarzen Bevölkerung wird man weitgehend in Ruhe gelassen, ganz anders als in Westafrika. Viel leichter bekommt man Kontakt zur weißen Bevölkerung, oft wird man auf deutsch angesprochen und spontan eingeladen. Wir haben das, von Angola kommend, als sehr angenehm empfunden. Haben wir doch auf der Strecke durch Zentral-Afrika den sozialen Kontakt zu Menschen aus unserem Kulturkreis vermisst. Auch die Auswahl in den Supermärkten ist paradiesisch, wir haben gemerkt, wie sehr der Mensch der Wohlstandsgesellschaft doch vom guten Essen abhängig ist. Die Lebensmittel sind unterm Strich deutlich preiswerter als in Deutschland und auch ein gutes Essen im Restaurant ist durchaus bezahlbar.  
Was uns nervt, sind die Zäune der Farmer, doch wir haben uns damit arrangiert und die vielen positiven Eindrücke von Land und Leute überwiegen für uns deutlich.

Visa/Grenzformalitäten:

Für Deutsche ist kein Visum erforderlich. An der Grenze wird eine Aufenthaltserlaubnis von bis zu 3 Monaten ausgestellt, die in Windhuk bei "homeaffairs" (Independence Av.) noch mal um drei Monate verlängert werden kann.
Anmerkung: die drei Monate gelten pro Kalenderjahr. Fährt man z.B. zwischendurch nach Südafrika und danach wieder zurück nach Namibia im gleichen Kalenderjahr, wird der erste Aufenthalt angerechnet und nur eine Aufenthaltserlaubnis für die restliche Zeit ausgestellt. Dies wird allerdings nicht an allen Grenzübergängen genau eingehalten bzw. der Pass wird nicht genau überprüft, so dass man u.U. noch mal drei Monate genehmigt bekommt. Wir hatten bei der Einreise am Flughafen (Rückflug aus Deutschland) eine genaue Beamtin vor uns, die uns nur noch die restlichen 12 Tage für 2009 ausgestellt hat.

Carnet des Passages
Namibia, Botswana und Südafrika bilden eine Zollunion. Innerhalb dieser Zollunion wird das Carnet nicht abgestempelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein Jahr. Danach muss man entweder nach Angola, Samiba oder Mosambik (wenigstens für einen Tag) ausreisen und das Carnet abstempeln lassen.

Die Einreise von Angola in Oshikango war problemlos und korrekt. Es wird eine einmalige Straßenbenutzungsgebühr  (Cross-Border-Charge) von 370 ND (ca. 31 €) verlangt. (Kleinere Fahrzeuge zahlen weniger.) Man bekommt einen Beleg, km-Stand und das Fahrzeuggewicht werden darauf vermerkt. Bei der Ausreise muss man den Beleg vorzeigen. Für Fahrzeuge ab 3,5 t - 7 t wird eine zusätzliche Gebühr von 2,50 ND pro 100 km erhoben, über 7 t = 3,50 ND. Oft wird aber bei der Ausreise von den Grenzbeamten vergessen, diese zusätzliche Gebühr zu kassieren.

(Namibische Dollar kann bei einer Bank an der Grenze oder in einem von Angolanern geführten Restaurant nahe der namibischen Grenzgebäude gewechselt werden. Es werden auch restliche Kwanza in USD oder ND eingetauscht. Korrekter Kurs!)

Dieselpreis (Stand April 2009)
In Walfisbay und Swakopmund am preiswertesten:  ca. 0,50 €

Währung (Stand Juli 2008): 1 Euro = 12 Namibian-Dollar, der südafrikanische Rand wird 1:1 akzeptiert.

 

Übernachtungsplätze/Campsites

Im Kaokoland gibt es keine Zäune, problemlos kann man in freier Natur campen. Südlich von Sesfontein / Kamanjab beginnt das überwiegend von Weißen bewirtschaftete Farmland, welches eingezäunt ist. Freie Übernachtungsplätze zu finden, ist hier weitaus schwieriger, da sich die Zäune links und rechts der Pisten/Straßen entlang ziehen. Da Namibia touristisch gut erschlossen ist, gibt es fast überall Campsites, die allerdings verhältnismäßig teuer sind.

Campsites, wo für uns das Preis-Leistungsverhältnis stimmt
(Angaben der Preise gesamt für unser Fahrzeug und zwei Personen)

Windhuk: Trans-Kalahari Inn, gute Küche (ca. 20 km Richtung Flughafen) (100 ND)
S 22° 32.914'  E 17° 16.683'

Swakopmund: 3-Sterne Campsite "Alte Brücke", für jeden Stellplatz sind separate sanitäre Anlagen eingerichtet, zu Fuß in die Stadt ca. 10 Min., Internet im Büro möglich (200 ND)

Spitzkoppe:
Das Gebiet um die Spitzkoppe wird von der Gemeinde verwaltet, welche zwischen den Felsen schöne Campsites angelegt hat. (Versorgung mit Wasser nur am Eingang) Eintritt mit einer Übernachtung: 100 ND

Ruacana: Kunene Island, direkt am Ufer des Kunene gelegen  (90 ND)
S 17° 25.785'  E 14° 09.168'

Warmquelle: Ongongo-Falls, 6 km von Warmquelle entfernt, mit Natural-Swimmingpool, saubere Toiletten und Duschen  (120 ND)  S 19° 08.434'  E 13° 49.099'

Outjo: Oppi-Klippe, auf der M63 von Outjo ca. 3 km,  schön zwischen Felsen gelegen, (60 ND)  S 20° 09.217'  E 16° 09.594'

Keetmanshoop: 20 km nördlich an der B1, Garas-Park, Netter Buschcampingplatz im Köcherbaumwald, 100 ND p.P. S 26° 25,123’E 18° 11,390’

Namib-Naukluftpark:

Im Namib-Naukluftpark braucht man für bestimmte Strecken eine Genehmigung. Übernachtet werden darf auch nur auf ausgewiesenen Campsites (ohne Versorgung) mit Genehmigung. Die Genehmigung wird ausgestellt: in den Büros von Namibia Wildlife Resorts (NWR) in Windhoek (Independence Av.),  in Swakopmund und in Khorixas. Gebühren (April 2008): Auto 10 ND, Pers. 40 ND, eine Übernachtung 80 ND

Sossusvlei:

Die Genehmigung bekommt man direkt am Eingang, Aufenthalt innerhalb des Gebietes von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang (Sommerzeit: 6:00 bis 18:00 Uhr)
Eintritt: 170 ND für 2 Pers.
Übernachtung auf dem staatlichen Camp: 450 ND pro Fahrzeug (Vom Camp aus darf man eine Stunde vor Sonnenaufgang losfahren, ca. 60 km Teerstraße bis Sossusvlei, bzw. man kann nachmittags und am nächsten Morgen nach Sossusvlei fahren).  Die letzten 4 km können nur mit einem Allrad-Fahrzeug bewältigt werden. Es stehen Shuttle-Fahrzeuge von der Parkverwaltung zur Verfügung.

Cape Cross:

Besichtigung der Robben-Kolonie von 10:00 bis 17:00 Uhr, Gebühren: 40 ND p. P., 10 ND pro Fahrzeug

Fish-River-Canyon:

Eintritt: 80 ND p.P. + 10 ND pro Auto. Bestes Fotolicht am Morgen, der Ranger hat mitgedacht und wir durften schon vor Sonnenaufgang in den Park fahren, obwohl das Büro noch geschlossen hatte. Wir haben die Gebühr bei der Rausfahrt bezahlt.
Campsite im Park sehr teuer: 200 ND pro Campsite + 100 ND p.P.

Etosha-National-Park:

Eintritt: 80 ND p.P., 10 ND fürs Fahrzeug, Übernachtung Campsite: 100 ND p.P., 200 ND pro Campsite, wobei man auf einer Campsite mit zwei Fahrzeugen stehen kann. Der Eintritt gilt für 24 Stunden mit einer Stunde Toleranzzeit.

Eigentlich kommt man nur mit vorheriger Reservierung beim NWR auf eine der drei Campplätze. Mit viel Glück ist aber trotzdem noch ein Platz frei, wenn man nicht vorgebucht hat. Andernfalls kann man außerhalb der Gates auf einer der vielen Camps/Lodges auch preiswerter übernachten.

Das schönste Camp ist zweifellos Okaukuejo. Dort sieht man am Wasserloch die meisten Herdentiere. Viele Tiere sieht man auch an folgenden Wasserlöchern: Gemsbokvlakte, Olifantsbad, Goas und Kalkheuwel. Man kommt nah an die Tiere heran und diese sind Fahrzeuge gewöhnt und hauen daher nicht ab. Vor allem die vielen großen Elefantenherden mit Babys haben uns beeindruckt.
Zur Tierbeobachtung macht es mehr Sinn, früh morgens oder spät nachmittags an ein Wasserloch zu fahren und abzuwarten, was passiert. Auf den "Game-Drives" sieht man nur wenige Tiere. Beste Chancen, auf Löwen zu treffen, hat man in den ganz frühen Morgenstunden, zum Sonnenaufgang.

Geheimtipp im Caprivi:

Mudumu-National-Park, in Kongola Richtung Süden fahren.
Eintritt: 100 ND p.P. incl. Übernachtung auf einer der drei Campsites (ohne Versorgung), zu zahlen im Büro in Nakatwa (im Süden des Parks gelegen). Von dort kommt man auf die drei Campsites, die sehr schön direkt am Kwando-River liegen. Wir haben große Elefantenherden gesehen, einige Hippos und Paviane. Es sind hier fast keine Touristen unterwegs und man hat das Gefühl, ganz allein mit Natur und Tieren zu sein.
GPS-Punkt Campsite Nr. 3: S 18° 10.833' E 23° 27.150'

Damaraland: Hoanib-River

Sehr zu empfehlen ist folgende Route: von Sesfontein durch das Flussbett des Hoanib-River. Die Strecke gehört zum Palmwag-Konzessionsgebiet, Genehmigung bekommt man nur bei der Palmwag-Lodge, 80 ND p.P. und 10 ND fürs Fahrzeug.
Über den Tsuxub-River kann man weiter fahren, (kein Konzessionsgebiet mehr) zum Hoarusib-River, die Fahrt durch dessen Flussbett (sehr schön mit Felsentoren) führt nach Puros. Von dort gelangt man über eine normale Piste wieder nach Sesfontein.

In dieser Gegend hat man die Chance, die seltenen Wüstenelefanten zu entdecken. Die Landschaft ist toll, im Hoanib sieht man auch Giraffen, Oryxantilopen und Springböcke. Allrad ist unbedingt erforderlich, am besten während der Trockenzeit zu befahren.
Wichtigste Regel im Kaokoland vor allem während der Regenzeit: Nie in einem Flussbett übernachten, die Riviere (Trockenfluß) können plötzlich und unerwartet "abkommen."
GPS-Punkte zu der Strecke:
vom Hoanib in Tsuxub-River.: S 19° 20.184' E 13° 9.282'
Abzweig von Tsuxub-River auf Hauptpiste nach Puros: S 18° 53.812' E 13° 9.282'
Campsite in Puros: S 18° 44.053' E 12° 56.535'

Windhuk:

Im Zentrum an der Independence-Av. gibt es einen großen Parkplatz mit geringer Gebühr. Von dort kann man zu Fuß bequem die Innenstadt erkunden.

Baumarkt: Megabuild, Ecke Mandume Highway/Lazarettstr.(S 22° 34.996' E 17° 4.906')
Gasfüllung: AFROX, Mandume Highway, vor Überführung rechts oben, vom Süden kommend (S 22° 35.256' E 17° 4.826')

Großer Spar-Supermarkt: Centaurus-Road (von Independence-Av. über Robert-Mugabe-Av., nahe dem Baumarkt) neben an gibt es eine preiswerte Laundry.

LKW-Werkstatt: Mast-Garage, 16 Diehl Street, (GPS: S22° 35,331’ E 17° 05,167’)
Deutschsprachiger Besitzer, W. Scultetus, gute Arbeit und faire Preise

Zollbüro in Windhuk
Southern Industrial Area, Voigtstr., gegenüber der Post (S 22° 34,880'  E 17° 04,715')
Wir haben dort im Juli 2009 ohne Probleme unser altes Carnet des Passages abstempeln und das neue Carnet anstempeln lassen.

 

Veterinärkontrollen:

Es gibt einen Veterinärzaun, der das Land im Norden von West nach Ost durchquert. In der Regel werden Fahrzeuge von Norden nach Süden fahrend, kontrolliert (Kühlschrank). Es dürfen keine frischen Fleisch- und Milchprodukte mitgeführt werden.
Kontrollen an der D3706 bei Palmwag, an der C35 zwischen Galton Gate (Etosha) und Kamanjab, an der B8 ca. 120 km nördlich von Grootfontein. (an der B1, nördlich von Tsumeb ist vermutl. auch eine Kontrolle.)

 

Reise-Infos Botswana

Stand: September 2008

Land und Leute:

Wenig Leute und viel Wildlife. In Botswana fühlten wir uns mitten im afrikanischen Busch. Viele Tiere, vor allem Elefanten, und schöne afrikanische Buschlandschaft.
Botswana ist ein teures Reiseland, die Regierung steuert gezielt den Tourismus für Leute, die viel Geld für einen Afrikaurlaub ausgeben. Die Eintrittspreise für Nationalparks sind hoch, für eine Übernachtung in einer Lodge im Okawangodelta zahlt man zwischen 300 - 600 €. Für Individualtouristen bleibt wenig Raum. Genervt haben uns die Konzessionsgebiete (hauptsächlich in den Gebieten rund um die Nationalparks). Wild übernachten im Busch ist verboten und man ist gezwungen, auf eine der teuren Campsites zu gehen, die oft bei 120 Pula (ca.12 €) p. P. liegen.
Botswana gilt als eines der sichersten Reiseländer Afrikas, stabile Regierung und wenig Kriminalität. Aber der Grundsatz, wo viele Touristen sind, schleichen auch viele Diebe und Gauner rum, gilt auch hier.

Visa / Grenzformalitäten:

Deutsche bekommen direkt an der Grenze eine Aufenthaltserlaubnis von einem Monat, die in den großen Städten beim Immigration-Office problemlos noch mal um 2 Monate verlängert werden kann. Fürs Fahrzeug ist eine Road-Tax von 120 Pula fällig.
Einreise: bei Ngoma-Bridge, dort gibt es keine Bank. In Katima-Mulilo (Namibia) kann man auf der Bank Pula eintauschen, (Pula sind nicht immer verfügbar), oder Umtausch in Kasane.
Veterinärkontrolle: Einfuhr von frischen Fleisch- und Milchprodukten ist verboten, (Kühlschrank wird kontrolliert), Fahrt durch ein Desinfektionsbad.
Ausreise: bei Pantamatenga nach Simbabwe. Obwohl hier keine Zollstation ist, wird das Carnet des Passages gestempelt.

Carnet des Passages:

Namibia, Botswana, Südafrika, Lesotho u. Swasiland bilden eine Zollunion. Innerhalb dieser Zollunion wird das Carnet nicht gestempelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein Jahr. Danach muss man entweder nach Angola, Sambia, Mosambik oder Zimbabwe (wenigstens für einen Tag) ausreisen und das Carnet abstempeln lassen.

Dieselpreis (September 2008): 1,00 € /Liter

Währung (September 2008): 1 Euro = 10 Pula

Veterinärkontrollen:

an allen Grenzübergängen und auch innerhalb des Landes gibt es zahlreiche Veterinärzäune, (frische Fleisch- u. Milchprodukte vorher verstecken, strenge Kühlschrankkontrolle) z.B.: Maun - Nata, ca. 60 km hinter Maun, Nata - Pandamatenga: ca. 60 km hinter Nata (nur von Nord nach Süd), Nata - Francistown: Dukwe-Gate ca. 60 km hinter Nata, Maun - Ghanzi: Kuke-Fence, ca. 130 km hinter Maun,

Chobe-Nationalpark:

Eintritt: 120 Pula p. P. /Tag
Fahrzeuggebühren nach Gewicht: unter 3,5 t = 50 Pula, 3,5 - 7 t =1000 Pula, über 7 t =1500 Pula, (Wir haben unser Fahrzeug mit 6,9 t angegeben, notfalls einen gefälschten Fahrzeugschein dabei haben, wurde bei uns allerdings nicht kontrolliert.)
Camping: 30 Pula p. P. (Die Übernachtung muss vorher reserviert werden, wenn man Glück hat, bekommt man auch ohne Reservierung beim Eingangsgate einen Platz auf dem Camp zugewiesen. Ansonsten bleibt nur der Tagesbesuch. (Die Gebühren können auch in Euro, US-Dollar oder Rand gezahlt werden. Achtung, sehr schlechter Kurs!)

Achtung: Laut einem Aushang am Eingangsgate werden ab 01.01.2009 nur noch Vorbuchungen (über die Nationalparkbehörde in Maun) akzeptiert. Buchung für eine Nacht und Bezahlung der Gebühren direkt am Eingang ist nicht mehr möglich! 

Die Eintrittsgebühren gelten auch für die anderen Nationalparks von Botswana außer dem Kgalagadi Transfrontier Park. Der ist auch für LKWs deutlich günstiger.

Einfahrt ab 6:00 Uhr, Ausfahrt am nächsten Tag bis ca. 10:00 Uhr.
Wir sind beim Gocha-Gate rein, Übernachtung in Savuti und beim Mababe-Gate raus gefahren. Das viel umschwärmte Savuti hat uns nicht sonderlich beeindruckt, außer einigen Elefantenbullen gab es wenig Tiere zu sehen. Nur um Wildlife zu sehen, macht die Strecke keinen Sinn, schon gar nicht bei den unverhältnismäßig hohen Gebühren für LKWs. Da hat wahrscheinlich die Chobe-River-Region bei Kasane viel mehr zu bieten. Für die Strecke Savuti - Mababe-Gate muss man für LKWs ca. 4 - 5 Stunden einplanen, die Strecke über Savuti-Marsch (östliche Route) ist nicht zu empfehlen, harte Piste mit vielen Löchern, nur sehr langsames Vorwärtskommen.

Kwai-River-Region zwischen Moremi-NP und Chobe-NP:

Viel Wildlife (Löwen, Büffel, Elefanten, Flusspferde, Antilopen, Zebras, Leoparden) in einer romantischen Flusslandschaft. Afrika wie im Bilderbuch!
Das Gebiet ist Konzessionsgebiet und man muss eigentlich auf einer vom Kwai-Village eingerichteten Campsite übernachten. Dort gibt es weder Versorgungsmöglichkeiten noch sonstige Einrichtungen, maximal ein Baum, der etwas Schatten spendet. Dafür zahlt man 125 Pula p. P. (ca. 12,50 €),  ein ungerechtfertigt hoher Preis.

Maun:

gute Versorgungsmöglichkeiten, zwei Spar-Supermärkte, ein Shoprite, mehrere Internet-Cafes. Übernachtung: Sedia-Hotel, 4 km außerhalb Richtung Mababe, schöner Platz im großen Garten hinter dem Hotel, Strom, Wasser, Restaurant, für 20 Pula p. P. /Nacht.
(S 19° 57,176' E 23° 28,692')

Bains Baobabs im Nxai Pan Nationalpark:

In diesem Park gelten die oben erwähnten Eintrittspreise. Allerdings muss man diese im ca. 37 km innerhalb des Parks gelegenen Scout-Camp zahlen. Ca. 18 km vor dem Camp geht es in östliche Richtung zu den Bains Baobabs ab. Gegenüber der Baobabs ist eine Campsite eingerichtet, die Übernachtung kann man im Scout-Camp buchen. (Wir haben eine Nacht dort übernachtet, ohne vorher im Scout-Camp den Eintritt usw. zu bezahlen). Allerdings wird das vermutlich in Zukunft nicht mehr möglich sein, da zur Zeit direkt an der Hauptstraße neue Gates zum Park gebaut werden.
GPS-Koordinaten:
Abzweig von der Hauptpiste im Park zu den Bains Baobabs: S 20°04,23' E 24° 40,33'
Campsite gegenüber der Baobabs: S 20° 07,080' E 24° 45,895'


Kubu-Island:

Die Strecke von Gweta über die Ntwetwe Pan nach Kubu-Island ist für große Fahrzeuge nicht geeignet. Hinter Gweta geht es erst mal ca. 20 km durch dichtes Busch- und Strauchwerk, die Piste ist sehr schmal und am Ortsrand von Gweta schwer zu finden. Das Stück über die Salzpfanne, wo man schnell fahren kann, ist nur ca. 30 km lang. Viel schöner ist die Strecke von Nata an der Sowa-Pan entlang. Die recht gute Piste ist wenig befahren und führt durch schöne Savannenlandschaft mit Ausblick in die Salzpfanne.
In Kubu-Island wird ein Tageseintritt von 55 Pula p.P. verlangt. Die Übernachtung auf der Campsite ohne jegliche Versorgung kostet 75 Pula p.P. Wir waren von Kubu-Island etwas enttäuscht. Zum einen handelt es sich nur um eine Halbinsel in der Salzpfanne, wo es Felsen und ein paar skurile Baobabs zu sehen gibt und zum anderen finden wir die Preise unverhältnismäßig hoch.
Achtung: Im Umkreis um Kubu-Island kann man abseits der Pisten in der Sowa-Salzpfanne einbrechen, da diese auch während der Trockenzeit nicht ganz austrocknet.
GPS-Koordinaten:
Eintritt der Piste von Gweta in die Ntwetwe Pan: S20° 25,56' E 25° 21,58'
Tswagong-Veterinär-Gate: S 20° 45,80' E 25° 44,33'
Abzweig vom Tswagong-Gate zur östlichen Piste nach Nata: S20° 42,80 E 25° 47,06'
Kubu-Island: S 20° 53,77' E 25° 49,45'

Kgalagadi Transfrontier Park (08/2009)

Eintritt: 20 Pula p. P., 4 Pula für Fahrzeug (PKW u. LKW), 30 Pula p.P. für Camping.
D.h. für ein Fahrzeug mit 2 Pers. zahlt man 104 Pula (ca. 10 €) pro Tag.
Die Buchung haben wir per E-Mail mit der Hauptverwaltung in Gaborone durchgeführt. In Two Rivers hat man unsere Buchung mit der Hauptverwaltung noch mal abgestimmt und wir konnten hier die Gebühren bezahlen. (In Pula, Rand, Euro oder US-Dollar, wobei die Auslandswährungen zu einem schlechten Kurs abgerechnet werden.)  Wenn man über den Park in ein anderes Land ausreisen möchte (z.B. von RSA nach Botswana), kann man in Two Rivers die Grenzformalitäten erledigen.

Der Park ist mit Abstand preiswerter als alle anderen Nationalparks Botswanas. Allerdings sieht man hier auch nur sehr wenige Tiere. Auch die typische Kalahari-Landschaft (sandige Dornbusch- und Strauch-Savanne) ist recht eintönig. Die Strecke von Nossob nach Mabua Sehube ist 158 km lang, teilweise sehr sandig aber mit Allrad problemlos zu bewältigen. Es gibt zwar auch ein paar Dünenüberquerungen, aber es gibt kein rötliches Dünenmeer, wie es der Hupe-Reiseführer beschreibt. Die Dünen sind alle mit Sträuchern bewachsen und stellen nichts besonderes dar. Auch in den Salzpfannen der Mabua Sehube-Sektion haben wir nur sehr wenige Tiere gesehen. (10 Gnus, 2 Oryx, Schakale, Löwenspuren). Für uns war dieser Park nicht besonders lohnenswert.

 

 

Reise-Infos Zimbabwe

Stand: September 2008

Land und Leute:

Über Zimbabwe hört man seit ca. 10 Jahren nicht viel Gutes. Der Diktator Robert Mugabe hat das Land in den Ruin gewirtschaftet, begonnen hat es damit, als er 2002 ca. 4000 weiße Farmer aus dem Land geworfen hat. Seit dem geht es wirtschaftlich steil bergab, inzwischen hungern die Leute im Land. Die Supermärkte in dem ehemals reichen afrikanischen Land sind leer, der Transport im Land von Leuten und Gütern funktioniert nicht mehr, da der Treibstoff entweder nicht zu bekommen ist oder von den Leuten nicht mehr zu bezahlen ist. Die Inflation galoppiert in die Höhe, der größte Geldschein, den wir gesehen haben, war ein 500 Billionen-Dollar-Schein, dafür konnte man zuletzt ein Brot kaufen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 80 % und das Gesundheits- und Bildungswesen ist zusammengebrochen. Auch die Präsidentschaftswahlen im März 2008 haben bisher keine Besserung gebracht, da Mugabe immer noch an der Macht klebt und mit allem Mitteln versucht, sich dort zu halten. Eine politische Einigung zwischen Regierung und Opposition ist seither trotz vielen Verhandlungen nicht in Sicht.

Wir haben erst gezögert, ob wir in dieses Land reisen sollen. Nach mehreren Gesprächen mit anderen Reisenden, die der Ansicht waren, unsere geplante Route durch den Westen des Landes dürfte kein Problem sein, da gering besiedelt und Hochburg der Opposition, haben wir es gewagt und überwiegend gute Erlebnisse im Land gehabt. Die Bevölkerung war immer freundlich, irgendwie waren uns die Leute sympathisch. Sie hoffen alle auf den Machtwechsel und dass es dann wieder bergauf geht im Land. Die Souvenirhändler im Ort Victoria-Falls sind sehr aufdringlich, was allerdings aufgrund ihrer Situation nur allzu verständlich ist.
Route: Pandamatenga - Victoria-Falls - Hwange-NP: Robins-Camp - Main-Camp - Bulawayo - Beitbridge (gesamt 1.132 km). Die Teerstraßen waren in gutem Zustand.

Visa/Grenzformalitäten:

Einreise bei dem kleinen Grenzübergang Pandamatenga. Das Touristen-Visum (30 Tage) wird direkt an der Grenze ausgestellt und kostet 30 USD (Single-Entry). Wir hatten das Pech, dass der Beamte nur noch Aufkleber für Double-Entry-Visa hatte, es blieb uns nichts anderes übrig, als diesen zu nehmen, kostet allerdings 45 USD. 
Beim Zoll fallen weitere Gebühren an:
Roadtax: 10 USD, Carbon-Tax: 30 USD (Man bekommt einen Sticker, den man an der Windschutzscheibe befestigen muss.)
Die Abwicklung an der Grenze war korrekt und freundlich, allerdings sehr gründliche Kontrolle bei der Einreise. Zu den haushaltsüblichen Vorräten an Mehl, Zucker und Konserven haben die Beamten nichts gesagt. Da wir nicht sicher waren, ob die Einfuhr von frischen Milch- und Fleischprodukten verboten ist, haben wir diese vorsorglich versteckt.  Die größeren Mengen an Maismehl (zum Verschenken an die Bevölkerung) und Kartoffeln haben sie nicht entdeckt.

Ausreise bei Beitbridge nach Südafrika: Es wird ein Brückenzoll erhoben. Die Staffelung erfolgt von 5 USD für PKW, 10 USD für leichte Fahrzeuge(bis 3,5 to) und 30 USD für schwere Fahrzeuge. Darauf achten, dass der richtige Beleg ausgestellt wird. Uns hat man versehentlich ein Ticket für 10 USD ausgestellt, das wurde bei der letzten Kontrolle kurz vor der Brücke nicht akzeptiert. Wir mussten zurück, das 10 USD Ticket wurde storniert, aber es gab die 10 USD nicht zurück, sondern den Ticketwert in ZIM-Dollar, dann mussten wir uns ein Ticket für 30 USD kaufen. Generell akzeptieren staatliche Stellen von Ausländern keine Landeswährung, geben aber generell nur Landeswährung als Wechselgeld zurück. Obwohl Burkhard sich heftig dagegen gewährt hat, war nichts zu machen. Es ist Gesetz von Mugabe.

Der Andrang an diesem Grenzübergang ist sehr groß, man sollte genügend Zeit einplanen, bei uns hat die gesamte Abwicklung (Aus-/Einreise) 4,5 Stunden gedauert.

Polizeikontrollen im Land:
Die wenigen Polizeikontrollen waren zu uns Touristen immer korrekt und freundlich und haben nur nach dem Carnet des Passages gefragt.

Währung: Da der ZIM-Dollar nach wie vor hoch inflationär ist, sollte man möglicht kein Geld eintauschen, da man auf der Bank einen viel zu schlechten Kurs bekommt und auf dem Schwarzmarkt leicht übers Ohr gehauen werden kann. Mit USD kommt man an den touristischen Plätzen gut durch und die staatlichen Gebühren sind sowieso nur in USD zu zahlen. Viele Händler geben ihre Ware auch nur gegen USD oder südafrikanische Rand ab.

Versorgung  mit Treibstoff und Lebensmitteln:
Treibstoff gibt es an den normalen Tankstellen in der Regel nicht, in Victoria-Falls hätten wir bei irgend einem Schwarzhändler welchen bekommen können zu ca. 1,75 USD/Liter Diesel. Auf jeden Fall vorher in Botswana voll tanken. Frische Lebensmittel sind schwer aufzutreiben und entsprechend teuer, auch mit Lebensmitteln sollte man sich vorher genügend eindecken.

Victoria-Falls:

Eintritt: 20 USD p.P. für einmaligen Eintritt. (Wenn man das Gelände zwischendurch verlassen möchte und nachmittags wieder rein will, um Aufnahmen bei anderem Fotolicht zu machen, werden die Gebühren erneut fällig.) Am Nachmittag ist generell besseres Fotolicht als vormittags. Im September haben die Main-Falls noch reichlich Wasser, während die Eastern Cataracts ganz trocken und die Rainbow-Falls nur noch ein Rinnsal bilden. Die Fälle von der Sambia-Seite aus zu besichtigen, macht daher um diese Jahreszeit gar keinen Sinn, dam man gar nicht bis zu den Main-Fällen vordringen kann. Man kann zwar bis kurz vor Livingstone Island an der Fallkante entlang laufen (viel Kletterei), aber kurz vor den Mainfalls ist Schluss weil die Insel Konzessionsgebiet des Sun-Hotels ist und nur mit einem Boot des Hotels (Bootsfahrt ca. 60 USD p.P.) gelangt man auf die Insel und hat man einen Ausblick auf die Mainfalls. Früher konnte man sich ein Tagesvisum für 10 USD für Sambia an der Grenze holen, uns wurde gesagt, dass dieses nicht mehr ausgestellt wird und man nun ein Touristenvisum benötigt. (Eintritt auf sambischer Seite zu den Fällen: 10 USD p.P.).
Bis zur Eisenbahnbrücke, die über die Schlucht des Zambesi führt, darf man laufen, ohne ein Visum für die andere Seite zu haben. Von dort kann man den Bungee Jumpern zuschauen oder für 100 USD selber runterspringen. Einen schönen Ausblick auf die Brücke hat man auch vom Garten des Victoria-Falls Hotel, ein Spazierweg führt vom Garten raus bis an den Rand der Schlucht.

Unterkunft in Victoria-Falls:
Staatliches Restcamp: 28 USD pro Nacht für Camping, zwei Pers. War uns zu teuer, wir sind in der Shoestring-Lodge (GPS: S 17° 55,588' E 25° 50,115') untergekommen und konnten für 10 USD die Nacht im grünen Garten campen. Abends trifft sich dort bei lauter Musik ein gemischtes Volk an der einzigen intakten Bar im Ort, wo das Bier noch bezahlbar ist. Das Personal ist sehr nett, die sanitären Einrichtungen allerdings etwas unsauber.

Hwange-Nationalpark:

Generell ist der Hwange NP für LKW's verboten. Am Main-Camp hat man keine Chance, mit dem LKW rein zu kommen. Wir haben es am Robins-Camp versucht, dort war es kein Problem. Wir wurden lediglich im Maincamp bei der Ausreise aus dem Park eindringlich darauf hingewiesen. Eintritt: 20 USD p.P. und 5 USD fürs Fahrzeug, gültig für 7 Tage. Eine Übernachtung auf einer der drei Camps oder einer der Picknicksites kostet 10 USD p.P. Da zur Zeit so gut wie gar keine Touristen den Park besuchen, sind keine Vorbuchungen nötig und man kann von den drei Camps aus eine Übernachtung auf einer Picknicksite buchen. Dies ist unbedingt zu empfehlen, da diese sich direkt an den Wasserlöchern befinden und man sich ganz allein mit den Tieren mitten im afrikanischen Busch befindet und vor allem Nachts den Lauten der Tiere lauschen kann. An den Picknicksites leben Ranger, die für die Ordnung des Platzes sorgen. Sie sind nett und eher zurückhaltend.
Wir können einen Besuch des Parks nur empfehlen, Tiere gibt es reichlich (viele Impalas und Elefanten, Kudus, Giraffen, aber auch Löwen und Hyänen, die man garantiert nachts hört) entgegen anders lautenden Gerüchten. Da auf grund der politischen Situationen nur wenige Touristen ins Land kommen, hat man praktisch den ganzen Park für sich allein. Ende September war es allerdings sehr heiß und die Elefanten sind erst in der Dämmerung, bzw. nachts an die Wasserlöcher gekommen. Game-Drives machen keinen Sinn, da die Tiere viel scheuer sind als in anderen Parks, wie z.B. dem Etosha-Park in Namibia.

Weitere Informationen zum Land, zur aktuellen politischen Situation und zu den Nationalparks und Great Zimbabwe, dass wir nicht besichtigt haben, findet man unter www.hupeverlag.de.

 

Reise-Infos Südafrika

Stand: Februar 2009

Land und Leute

Südafrika ist ein sehr schönes und vielseitiges Land. Alle Landschaftsformen gibt es hier: von der Halbwüste im Karoo bis zu hohen Gebirgsketten in den Drakensbergen mit Schnee oder schönen Stränden am indischen Ozean und natürlich dem afrikanischen Busch an der Grenze zu Mosambik. Die Bevölkerung ist auch sehr vielseitig: die schwarzen Stämme Xhosa und Zulu, die Buren (Afrikaaner), die Bauern die ursprünglich aus Holland eingewandert sind und dessen Regierung damals in den 50ziger Jahren die Apartheid eingeführt hatte. Die Weißen englischer und auch deutscher Herkunft, die Gruppe der Farbigen, Einwanderer aus Indien, Malaysia und neuerdings aus China.
Mit den Schwarzen kommen wir ganz gut klar. Allerdings haben wir den Eindruck, dass sie hier fauler und langsamer sind als in anderen afrikanischen Staaten. Sie begründen ihre schlechten Bedingungen mit der jahrelangen Apartheid, kriegen aber jetzt ihren Arsch nicht hoch, um die Chancen nach der Apartheid, die nun 15 Jahre zurückliegt, zu ergreifen. Natürlich muss erst mal der Bildungsrückstand aufgeholt werden, aber die Mentalität der schwarzen Bevölkerung spielt auch eine große Rolle. Staatliche Einrichtungen, wie Behörden, Krankenhäuser, Schulen, jetzt alle in schwarzer Hand, sind mit der Zeit runtergewirtschaftet worden.
Mit den Buren kommen wir nicht so gut klar, es wird wohl noch lange dauern, bis die Apartheid aus ihren Köpfen raus ist. Einige von ihnen versuchen immer noch, die Einführung der Apartheid zu rechtfertigen, es war doch gar nicht so schlecht für die Schwarzen, wie es immer dargestellt wird. Sie sind oberflächlich sehr freundlich, aber oft auf ihren eigenen Vorteil bedacht.
(Natürlich sind nicht alle Buren so und wir haben sehr nette Leute kennen gelernt.)
Die Weißen englischer Herkunft sind uns sympathischer. Sie sind nicht so engstirnig wie viele Buren.
Es wird wohl noch mehrere Generationen dauern, bis es hier eine Multi-Kuli-Gesellschaft gibt. Wenn das überhaupt möglich ist, denn die kulturellen Unterschiede sind gravierend und zur Zeit sind es viele Gesellschaften nebeneinander, die irgendwie versuchen müssen, in einem Land zusammen zu leben.

Kriminalität

"Gebt auf euch acht, wenn ihr nach Südafrika kommt. Wir haben eine sehr hohe und gewalttätige Kriminalität im Land,  die bringen dich für ein Handy um." So haben uns einige Südafrikaner gewarnt, die wir in Namibia und Botswana getroffen haben. Wir wussten erst nicht so recht, wie wir damit umgehen sollen. Ist die Kriminalität in Südafrika wirklich so viel schlimmer als in anderen afrikanischen Ländern und wie können wir uns davor schützen? Sind die weißen Südafrikaner etwas paranoid?
Mittlerweile sind wir fast fünf Monate im Land und haben uns ein eigenes Bild verschafft: Es kommt zum großen Teil darauf an, in welcher Gegend man sich befindet. In den Ballungszentren wie z.B. Johannesburg oder Durban ist die Gefahr, überfallen zu werden, viel höher als auf dem Land. Dort ist die Kriminalität wirklich sehr hoch und jeder Südafrikaner ist entweder schon mal überfallen worden oder kennt jemanden im Freundeskreis, der überfallen oder bei dem eingebrochen wurde (zum Teil auch mit tödlichem Ausgang).
Wir hoffen einfach, dass wir mit unserem Deutz nicht in das Beuteschema der Autodiebstähle passen, was uns natürlich nicht vor einem Überfall schützt. Bis her haben wir uns immer sicher gefühlt, nicht anders als in anderen Ländern auch.  In den meisten Fällen lassen wir unseren Deutz auch allein vor dem Supermarkt stehen und gehen zusammen einkaufen. Den Durchgang nach hinten verriegeln wir allerdings immer und vorne gibt es nicht viel zu holen.
Die Polizei ist sehr korrupt, Straftaten werden nicht ernsthaft verfolgt und das ist natürlich auch ein Grund für die hohe Kriminalität.

Visa/Grenzformalitäten

Für Deutsche ist kein Visum erforderlich. An der Grenze wird eine Aufenthaltsgenehmigung von 3 Monaten erteilt. Einreise von Zimbabwe bei Beitbridge. Lange Wartezeiten, keine Kontrollen, keine Gebühren. Der Andrang an diesem Grenzübergang ist sehr groß, man sollte genügend Zeit einplanen, bei uns hat die gesamte Abwicklung (Aus-/Einreise) 4,5 Stunden gedauert. In Messina, der nächsten größeren Stadt nach der Grenze gibt es keinen Campingplatz/Caravanpark.
Die Aufenthaltserlaubnis kann man sich in den größeren Städten bei der Behörde "Home Affairs" verlängern lassen. Oder man fährt für min. eine Nacht nach Lesotho und bekommt bei der erneuten Einreise nach Südafrika problemlos wieder drei Monate Aufenthaltserlaubnis.

Carnet des Passages

Namibia, Botswana, Südafrika, Lesotho u. Swasiland bilden eine Zollunion. Innerhalb dieser Zollunion wird das Carnet nicht gestempelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein Jahr. Danach muss man entweder nach Angola, Sambia, Mosambik oder Zimbabwe (wenigstens für einen Tag) ausreisen und das Carnet abstempeln lassen.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Autobahngebühr: Für die Verbindungsstraßen (Autobahnen) zwischen den größten Städten wird eine Gebühr erhoben. Die Preise sind unterschiedlich hoch, bei längeren Strecken kommt einiges zusammen. Auf den Verkehrsschildern wird auf die Gebühr mit einem Schwarzen T auf gelbem Kreis hingewiesen. Wir versuchen, möglichst auf Landstraßen zu fahren, in dem South Africa Road Atlas vom Südafrikanischen Verlag Mapstudio (kann man in jeder Buchhandlung hier kaufen) sind die gebührenpflichtigen Autobahnen gut gekennzeichnet.
Autofahren am Wochenende ist gefährlich, da dann viele Schwarze und Weiße alkoholisiert und in hohem Tempo unterwegs sind.
Bisher hatten wir keine Polizeikontrollen im Land. Allerdings gibt es oft Verkehrskontrollen, wo die Geschwindigkeit oder die Einhaltung der Stoppschilder kontrolliert wird.

Dieselpreis

(Februar 2009): 0,53 €/Liter
(Durch den starken Fall des Rohölpreises hat die Regierung den Preis für Diesel und Benzin wieder deutlich gesenkt. Diesel: 6,93 Rand/Liter, an der Südküste ist der Sprit grundsätzlich etwas billiger als im Landesinneren.)

Währung

(Dezember 2008): 1 Euro = 13 südafrikanische Rand (ZAR)
Für Waren (nicht für Dienstleistungen!), die in Südafrika gekauft wurden und innerhalb von 90 Tagen ausgeführt werden, kann man die Mehrwertsteuer vom Staat zurück fordern (Tax-Refound for Tourists, www.taxrefounds.co.za). An den Haupt-Grenzübergängen gibt es dafür ein Büro. Die Rechnungen müssen vorgelegt werden. Sie werden überprüft und mit den Waren verglichen. Das Geld wird entweder per Scheck geschickt oder auf ein Konto überwiesen.

Übernachtung/Camping

Frei außerhalb zu übernachten ist in Südafrika nicht so einfach, da es fast überall Zäune gibt. Entweder ist es Nationalpark oder Farmgelände. Auf dem Land, weit abseits der großen Ballungsräume haben wir trotz dem öfters einen freien Platz gefunden, der von der Hauptstraße nicht einsehbar war und wo wir uns sicher fühlten. Oder wir haben bei einem Farmer nachgefragt, ob wir eine Nacht auf seiner Wiese stehen dürfen. Fast in jeder größeren Stadt gibt es Campsites oder Caravanparks, in den touristischen Gegenden sowieso. Die Gebühren für Campsites werden oft pro Site (2 Personen) angegeben, sie bewegen sich von 80 bis 200 Rand in der Nebensaison. In der Hauptsaison (grob Juli und Dezember - Januar, südafrikanische Schulferien) wird oft das doppelte bis dreifache verlangt. Die staatlichen Caravanparks in den kleineren Ortschaften sind mittlerweile sehr runtergekommen, die sanitären Anlagen sind mangelhaft.

Limpopo, Blyde-River Canyon

Graskop: Panorama Camp, 120 Rand/2 Pers. (GPS: S 24° 56,788' E 30° 50,670')

For ever Blydepoort Resort (früher Aventura): sehr schöne Anlage mit einem tollen Aussichtspunkt auf den Canyon und mehreren Wanderwegen. 115 Rand/2 Pers.
(GPS: S 24° 34,726' E 30° 46,497')

Free State, Golden Gate Nationalpark

Schön gelegener Campingplatz, 120 Rand/Site, schöne Wanderwege
Eintritt mit der Wildcard (GPS: S 28° 30,290' E 28° 37,060')


Drakensberge in KwaZulu-Natal

Sentinel Car Park (Nördliche Drakensberge)
Anfahrt über Phuthaditjhaba nach Witsieshoek, bewachter Parkplatz auf 2.540 m Höhe.
(GPS: S 28° 43,640' E 28° 53,455') Vom Parkplatz aus führt ein Wanderweg (am Schluss über lange Eisenleiter am Fels entlang) auf über 3000 m Höhe mit wunderschöner Aussicht ins Tal und auf die Gebirgskette des Amphitheaters, hin und zurück ca. 5 Std. Man kann dort im Zelt an der Felskante übernachten. Allerdings muss in der Sommerzeit mit Gewittersturm gerechnet werden. Vorsicht: Vornehmlich am Wochenende ist es schon passiert, dass nachts Diebe von Lesotho kamen und die Leute ausgeraubt worden sind.

Royal-Natal-Nationalpark (Nördliche Drakensberge)
Sehr schön gelegener Campingplatz, 120 Rand/Site. Wenn man übernachtet, fällt der Eintritt weg, viele schöne Wanderwege, (GPS: S 28° 41,350' E 28° 56,806')
Wenn man nicht unbedingt einen Platz mit Elektro-Anschluß braucht, kann man auch während der Ferien unangemeldet einen Platz auf dem Campingplatz bekommen.

Injasuthi Nationalpark
Sehr schön gelegener Campingplatz mitten in der Wildnis, 120 Rand/Site,
Wanderungen und Übernachtung in einer Buschmannhöhle möglich, Baden im Fluss mit natürlicher Wasserrutschbahn. Drei Höhlen stehen zur Auswahl, die man vor Ort buchen kann. (GPS: S 29° 07,161' E 29° 26,543')
Anfahrt von der N3 Ausfahrt Estcourt North 25 km nach Westen, in Loskop Abzweig nach links (Schild Injasuthi) 31 km folgen.

Beste Reisezeit für die Drakensberge: April/Mai, die Regenzeit ist vorbei, aber es ist noch nicht zu kalt. Wir haben im Dezember recht gutes Wetter gehabt, Nachmittags oder gegen Abend gab es sehr oft ein Gewitter, zum Wandern in dieser Jahreszeit am besten schon zum Sonnenaufgang los gehen.

Kapstadt und Kap der guten Hoffnung

Ou-Skip Caravan-Park ca. 27 km nördl. von Kapstadt, auf der R 27, Ausfahrt Melkbosstrand
110 Rand/Site, mit großem Swimmingpool, gute Anfahrt in die Stadt,
(GPS: S 33° 42,872 E 18° 26,928)

An der Waterfront gibt es einen großen Parkplatz, auch für große Fahrzeuge, von dem man aus die Innenstadt zu Fuß (ca. 15 Min.) erreichen kann.

Millers-Point Caravan-Park, ca. 15 km nördlich vom Kap der guten Hoffnung
85 Rand/Site (GPS: S 34° 13,704 E 18° 28,240)

Das Kap der guten Hoffnung ist ein Nationalpark, Eintritt 60 Rand/Person oder mit der Wild-Card. Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb des Parks gibt es nicht.


GPS-Koordinaten in Pretoria (Tswane)

Truck-Farm: ca. 25 km nördlich von Pretoria, N1, Ausfahrt Pyramid
GPS: 25° 34,834' E28° 16,181' (Baut Ex-Militärfahrzeuge von Magirus (südafrikanischer Produktion SAMIL) zu zivilen Nutzfahrzeugen um.) speziell für Magirus-Ersatzteile.

N4-Truck: direkt an der N4, ca. 20 km östlich von Pretoria, große LKW-Werkstatt, überwiegend Magirus, aber auch andere LKWs, GPS: S25°46,307' E 28°25,879 (Hier kann man auch Adressen für andere Werkstätten für Bremsen, Kardanwelle etc. bekommen.)

NKWE Caravan-Park ca. 20 km südöstlich von Pretoria (bei Tierpoort)
(GPS: 25°52,955' E 28°25,089') für uns mit 100 Rand/p. P. zu teuer

Fontains Valley Caravan Park, ca. 12 km südl. von Pretoria, Nähe Voortrekker- Monument
(GPS: S 25° 47.219' E 028° 11.799')

Pilanesberg National-Park

(ca. 150 km nordwestlich von Pretoria) Eintritt, nur einmalig zu zahlen: 35 Rand p.P. u. 40 Rand für Fahrzeug, Campsite 85 Rand für zwei Pers./Nacht.  Viele Tiere auf wenig Raum, gute Tierbeobachtungen auf den Gamedrives, vor allem lohnenswert, wenn man noch keine Nashörner gesehen hat, schöne Hügellandschaft. Campsite ist topp, freundliche Angestellte.

Werkstatt/Reifen

Grundsätzlich muss man viel Geduld mitbringen, wenn man sein Auto in eine Werkstatt gibt. Es wird immer alles versprochen, kein Problem und am Ende gibt es doch irgend eine Ausrede, weshalb die Ersatzteile nicht da sind oder ähnliches. Da geht es hier nicht viel anders zu als in anderen afrikanischen Werkstätten und obwohl man das Gefühl hat, hier ist europäischer Standard, wird einem spätestens jetzt bewusst, dass man sich doch auf dem afrikanischen Kontinent befindet.
Wir brauchten neue Reifen, Neureifen in unserer Größe (14.00R20), kosten so um die 8000 Rand (ca. 615 Euro) bei einem Continental-Händler in Pretoria. Gebrauchte Reifen vom Militär kann man in Pretoria bei N4-Truck kaufen, für ca. 4000 Rand. Wir haben über einen Conti-Händler 4 gebrauchte Reifen gekauft und es sofort bereut. Die Reifen mussten alle beim Aufziehen schon geflickt werden und sind in schlechtem Zustand. Wir vermuten, dass der Zustand der gebrauchten Reifen bei N4-Truck nicht besser ist, haben uns diese leider nicht angesehen. Laut Infos von anderen Reisenden kann man bei N4 Truck auch neue Reifen beziehen.

LKW-Werkstatt in KwaZulu-Natal

Hans-Schröder-Motors, 79 Victoria Road, Petermaritzburg
Der Besitzer ist deutscher Herkunft. Die Preise sind höher als üblich in Südafrika, dafür ist die Arbeit sehr gründlich und fast deutscher Standart. Sehr zu empfehlen.

Krügerpark

Gebühren: Eintritt pro Tag und Person: 120 Rand, Übernachtung auf den Campsites: 120 Rand pro Site (2 Personen, jede weitere Person 45 Rand).
Für das Fahrzeug, auch über 4,2 Tonnen wird keine Gebühr erhoben! Vorsicht, als wir am Pafuri-Gate in den Park eingereist sind, wollte man uns zuerst eine einmalige Gebühr für den LKW von 900 Rand berechnen, nach einem Telefonat mit dem Vorgesetzten stellte sich dies als falsch heraus.
Wenn man sich längere Zeit im Park aufhalten möchte, lohnt es sich, die Wild-Card zu kaufen. Sie kostet 1495 Rand für ein "internationales Paar" und ist ein Jahr gültig. Sie deckt die Eintrittsgebühren ab und ist auch für einige andere Nationalparks in Südafrika gültig.
Man kann die Wild-Card direkt an einem der Eingänge in den Krügerpark kaufen.
Die Campsites im Krügerpark sind sehr gut ausgestattet, sogar mit Waschmaschine und Trockner für geringe Gebühr. Für Camper ist die Punda Maria-Campsite (im Norden) am schönsten, da die Campsite direkt an einem Wasserloch liegt, wo Elefanten und Antilopen zum Trinken kommen. Außerhalb der großen Ferienzeiten im Juli und Dezember muss man nicht unbedingt vorherige Buchungen tätigen.
Nach dem wir im Etosha-Park in Namibia und am Kwai in Botswana unsere ersten Tiererlebnisse hatten, fanden wir den Krügerpark nicht mehr so reizvoll. Man muss viele Pirschfahrten in den frühen Morgenstunden unternehmen um mit viel Glück außer Impalas und Elefanten noch andere Tiere zu sehen. Durch die vielen Flussläufe und Dämme, die auch in der Trockenzeit den Tieren noch genug Wasser bieten, kommt man nicht so dicht an die Tiere heran, für Fotoaufnahmen ist da der Etoscha-Park viel besser geeignet. Durch den großen Besucherandrang fühlt man sich nicht wirklich im afrikanischen Busch.


Northern Cape / Western Cape, Westküste

Entlang der Atlantikküste gibt es eine ca. 200 km lange Sandpiste, den West-Coast Ecotrail, durch sehr einsame Gegend. Manche Pistenabschnitte sind weicher Sand, daher ist ein Allrad-Fahrzeug erforderlich. Es gibt ausgewiesene Stellen, wo man übernachten kann, allerdings ohne jegliche Versorgung. Vom Meer her weht oft ein starker, kühler Wind. Zum Schwimmen ist der Atlantik allerdings auch im Sommer zu kalt.
Anfahrt über die N 7, bei Klawer Richtung Lutzville, dort weiter Richtung Küste zum Skaapvlei. Von dort führt die Piste über Groenriviersmond bis kurz vor Hondeklippbaai. GPS-Punkte: 2. Piste von der R363 bei Koekenaep Railwaystation nach links abbiegen, S 31° 31,195' E 18° 17,044' nach Skaapvlei: S 31° 29,309' E18° 04,789'. Beim Spoegrivier Mouth S30°28,522' E 17° 21,426' geht es über verschiedene Pisten wieder Richtung N 7.


Reise-Infos Lesotho

Land und Leute

Wenn man von Südafrika nach Lesotho fährt (im Osten), fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Natur pur, nichts als Berge, so weit man schauen kann und in jede Richtung. Sehr ursprüngliche Ortschaften mit kleinen Rundhütten aus Stein. Die Dörfer sind sehr ordentlich und sauber gehalten, nirgends liegt Müll herum und um die Dörfer herum gibt es überall bewirtschaftete Felder, hier sieht man noch den Ochsenpflug im Einsatz. Die Menschen sind uns alle freundlich begegnet und haben uns zu gewunken. Die Kinder haben allerdings meist sehr fordernd die Hand aufgehalten, schade.
Freie Übernachtungsplätze außerhalb der Ortschaften zu finden, ist kein Problem, allerdings steht man oft nahe der Piste. Trotz dem haben wir uns immer sicher gefühlt.

Visa/Grenzformalitäten

Für Deutsche ist kein Visum erforderlich. An der Grenze wird eine Aufenthaltsgenehmigung von einem Monat ausgestellt. Die Abwicklung an der Grenze war sehr freundlich und völlig korrekt. Keine Kontrollen.

Carnet des Passages

Namibia, Botswana, Südafrika, Lesotho u. Swasiland bilden eine Zollunion. Innerhalb dieser Zollunion wird das Carnet nicht gestempelt. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein Jahr. Danach muss man entweder nach Angola, Sambia, Mosambik oder Zimbabwe (wenigstens für einen Tag) ausreisen und das Carnet abstempeln lassen.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Wir sind die Strecke über den Sani-Pass, Thaba-Tseka, Blue-Mountain-Pass, bis kurz vor Maseru, nach Mafeteng, Ausreise bei Wepener, gefahren. Die Pisten im Osten sind meistens in recht gutem Zustand. Ab Thaba Tseka gibt es bis Maseru nur noch ein kurzes Zwischenstück mit schlechter Wellblechpiste, der Rest ist geteert.

Dieselpreis

Da wir in Lesotho nicht getankt haben, fehlen uns hierzu die Infos.

Währung

Maloti, 1:1 an den Südafrikanischen Rand gebunden. Man kann überall auch mit Rand bezahlen.

Sani-Pass

Der Sani-Pass windet sich auf 2873 m Höhe und gehört zu den Highlights von Off-Road-Fahrer. Sehr zu empfehlen! Selbst für unseren Deutz waren die Kehren nicht zu eng, aber spannend, da es über grobes Geröll sehr steil bergauf geht.

 

Reise-Infos Swasiland

Land und Leute

Swasiland ist einfach klasse! Die Menschen winken uns freundlich zu, typisch afrikanische Hügellandschaft, überall sind Siedlungen, jeder hat seinen Acker und ein paar Kühe und ist Selbstversorger. Nach (zu) langer Zeit in Namibia und Südafrika hatten wir hier das Gefühl, wieder in Afrika unterwegs zu sein und haben uns sehr wohl gefühlt. Wir sind zum Teil abseits der Hauptverkehrsrouten auf Pisten unterwegs gewesen, haben dort in der Nähe von Hütten/Häusern übernachtet und dadurch sehr netten Kontakt zur Bevölkerung gehabt. Die Leute sprechen gut englisch und sind vielseitig interessiert (nicht neugierig oder aufdringlich), sodass wir uns mit ihnen gut unterhalten konnten und viel über ihre Lebensverhältnisse und Sichtweise der Dinge erfahren haben. Die Swazis sind gut gebildet und clever, sie verabscheuen Gewalt, wie sie uns selbst erklärt haben, und sind noch sehr ihren Traditionen verbunden. Die Jugend findet Alkohol schlecht und man findet auch nicht an jeder Ecke einen Bottlestore, wie in Namibia oder Südafrika. Bettelei gibt es so gut wie gar nicht, im Gegenteil, in einem Dorf hat man uns Gemüse aus dem Garten geschenkt.

Visa/Grenzformalitäten

Kostenloses Visum an der Grenze für 30 Tage, 50 Rand Roadtax,
Einreise bei Oshoek, sehr korrekt und freundlich, Ausreise bei Namaacha nach Mosambik

Straßenverhältnisse/Verkehr

Hauptverkehrsverbindungen gute Teerstraßen. Nebenstrecken oft Piste in gutem Zustand oder Wellblechpiste. Der Verkehr ist für afrikanische Verhältnisse sehr moderat.

Polizeikontrollen

Wir hatten in den 6 Tagen keine Polizeikontrollen. Einmal hatten wir Besuch von der Polizei auf unserem "freien" Übernachtungsplatz, ein sehr nettes und freundliches Gespräch.

Währung: Lilangeni, entspricht 1:1 dem südafrikanischen Rand, der auch überwiegend akzeptiert wird.

Dieselpreis (09/2009): ca. 0,65 €/Liter

Übernachtung/Camping

Obwohl das Land dicht besiedelt ist, haben wir viel frei übernachtet, oft in der Nähe von Hütten oder Häusern, was kein Problem darstellte. Im Gegenteil, die Leute waren freundlich und es ergab sich immer ein nettes Gespräch.

Mlilwane Nationalpark

Eintritt: 35 Rand p.P./Tag oder Wildcard, Campsite 60 Rand p.P./Nacht
Landschaftlich schön gelegen, Tierwelt nicht sehr lohnenswert, dafür kann man einen schönen Spaziergang (1,5 oder 5 Std.) durch den Park machen, da es keine gefährlichen Tiere (außer Hippos und Krokodilen) gibt.

 

 

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