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Pistenkuh · Sabine und Burkhard Koch

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Reise-Infos zu Kapstadt-Kairo 2009/10

Länder: Mosambik, Malawi, Tansania, Kenia, Äthiopien, Sudan, Ägypten

Ab Juli 2009 sind wir auf dem Weg über Ostafrika nach Ägypten. Folgende grobe Reiseroute ist geplant: Windhuk/Namibia - Botswana - Südafrika - Swasiland - Mosambik - Malawi - Tansania - Kenia - Äthiopien - Sudan - Ägypten.
Vielleicht machen wir noch einen Abstecher nach Kigoma, an den Tanganyikasee und fahren über Ruanda und Uganda um den Victoriasee nach Nairobi.

Ein großes Problem stellt das Visum für Sudan dar. Seit Anfang 2008 ist selbst ein Transitvisum nur sehr schwer bzw. gar nicht zu bekommen. Falls wir in Nairobi kein Visum bekommen sollten, fahren wir entweder auf kurzer Strecke wieder zurück nach Windhuk oder wir stellen unseren Deutz während unseres Deutschlandaufenthaltes erst mal in Nairobi unter. Eine andere greifbare Alternative scheint es nicht zu geben. Die in den 80ziger und 90ziger oft befahrene Route über Uganda, Kongo, Zentral-Afrikanische Republik, Kamerun ist lange nicht mehr von Reisenden benutzt worden, es gibt so gut wie keine aktuellen Infos zu der Route, außer dass die Brücken in Kongo für den Deutz ein Problem werden könnten und dass es zum Teil durch Rebellen- bzw. Banditengebiet geht. Eine andere Möglichkeit wäre, mit dem Schiff von Djibouti nach Jemen überzusetzen, aber die Kranverladung ist nur für Kleinfahrzeuge möglich.
Vor einigen Wochen haben wir zwei mal Reisende getroffen, die in Kairo problemlos ein Touristenvisum (30 Tage) für Sudan bekommen haben, innerhalb eines Tages. So sind wir erst mal zuversichtlich.

Reise-Infos Mosambik

Stand: September 2009

Land und Leute

Mosambik ist Afrika pur, tolle Tropenlandschaft mit endlosen Palmenhainen entlang der Küstenstraße im Süden und freundliche Menschen, die sich gerne fotografieren und filmen lassen. Es gibt fast keinen Tourismus, wenn man von den Stränden in Süd-Mosambik absieht, die in den Ferienzeiten von Südafrikanern übervölkert werden. Wir sind viel auf Buschpisten unterwegs gewesen und haben oft in der Nähe von Hütten übernachtet. Die Menschen sind neugierig, aber nicht aufdringlich. Nach einer Weile, wenn wir erklärt haben, wer wir sind und was wir hier machen, sind sie wieder in ihre Hütten verschwunden und haben uns in Ruhe gelassen. Die Kinder kamen uns sehr diszipliniert vor und haben uns nicht genervt. "Give me" haben wir in Mosambik nie gehört. Trotz dem wir kein portugiesisch können, war die Verständigung meistens kein Problem, entweder konnte einer ein paar Worte englisch oder wir haben Zeichensprache gemacht.
Tolles Strandleben konnten wir leider nicht für uns entdecken. Die Pisten, die von der Küstenstraße meist 15-20 km an den Strand führen, sind entweder zugewachsen und für unseren Deutz daher nicht passierbar oder man landet bei einem Ferienresort oder einer Lodge. Die wenigen Campingplätze sind meistens einer Lodge angeschlossen und mit ca. 8 - 12 € pro Person verhältnismäßig teuer. Der indische Ozean ist oft sehr stürmisch und kalt und nur in ruhigen Buchten kann man gut schwimmen.

Visa/Grenzformalitäten

An den großen Grenzübergängen im Süden (Südafrika und Swasiland) bekommt man das Visum an der Grenze, 25 USD pro Person. Das Carnet wird akzeptiert, obwohl Mosambik nicht zum Zusammenschluss der Länder gehört. Evtl. besteht etwas Diskussionsbedarf, weil der Beamte eine vorübergehende Importlizenz gegen eine Gebühr von 30 USD ausstellen will, welche aber durch das Carnet entfällt. Einreise von Swasiland bei Namaacha, freundliche und korrekte Abfertigung, wenig Kontrollen. Ausreise bei Milange nach Malawi.

Straßengebühren/Roadtax

Zu den Straßengebühren, betreffend nur Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, gibt es keine genaue Informationen, jeder Reisende, denn wir danach gefragt haben, hat unterschiedliche Gebühren gezahlt, das System ist nicht zu durchblicken! Man zahlt für bestimmte Strecken eine Gebühr von 100 bzw. 125 USD. Wir haben bei der Einreise (Namaacha) 100 USD gezahlt. Der Beamte hat uns versichert, dass wir die Gebühr nur einmal zu zahlen haben und sie für das ganze Land gilt. Bei der Ausreise in Milange mussten wir noch einmal 125 USD nachzahlen, ansonsten wäre unser Deutz beschlagnahmt worden. (Begründung: die 100 USD, die wir an der Grenze gezahlt haben, gelten nur bis nach Maputo.) Hier war keine Verhandlung möglich, no Way! Insgesamt haben wir also 225 USD Roadtax gezahlt.
Das wir bei der Ausreise noch mal zur Kasse gebeten werden, war uns bis dahin nicht bekannt. Wir hatten lediglich die Information, wenn man in Inchope nach Beira abbiegt, ca. 30 km vor Beira (bei Dondo) 125 USD zahlen muss und wenn man aus Beira wieder rausfährt, noch mal 125 USD fällig werden. Von Norden, Einreise von Malawi bei Zobue zahlt man an der Grenze 125 USD. Ob man bei der Ausreise nach RSA oder Swasiland noch mal nachzahlen muss, ist uns bisher nicht bekannt. Wir werden hierzu aber noch recherchieren und die Infos erweitern.
Nachtrag: Von Andrea und Achim (www.paulchen-on-tour.de) haben wir folgende Info: Strecke Sambia über den Tete-Korridor nach Malawi: Zahlung von 125 USD in Tete an der Brücke über den Sambesi.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Namaacha - Moamba - Xinavane - Xai-Xai - Inhambane - Massinga - Save - Inchope - Gorongosa - Vanduzi - Inhaminga - Caia - Morrumbala - Chire - Milange

Wir sind viel auf Buschpisten unterwegs gewesen, die meistens ganz brauchbar waren. Die Teerstraße entlang der Küste im Süden ist bis auf wenige Teilstücke okay. Bei Caia fährt man über die neu gebaute Brücke über den Sambesi, Gebühr: 400 Medicais (ca. 10 €).
Alternativ anstatt über Morrumbala und Chire nach Milange kann man bei Chipanga mit einer handbetriebenen Fähre über den Shire übersetzen und bei Vila Nova de Fronteira nach Malawi ausreisen. Die Preisverhandlungen für die Fähre sind langwierig, beginnend bei 500 Medicais, zum Schluss landet man bei 300 Medicais (ca. 7,50 €).
Die Sandpisten, die bei Chindenguele und bei Quissico ans Meer bzw. an die Lagune führen, (ca. 10 km lang) sind für Großfahrzeuge wegen tiefhängender Äste nicht zu empfehlen. Die Strecke nach Inhambane und Ponta da Barra waren kein Problem. Vorsicht: in Barra, bei Flamingo Bay (Mangrovensümpfe) überschwemmt die Flut weite Gebiete. Also nicht bei Ebbe das Auto in Strandnähe abstellen.

Gefahr durch Landminen

Offiziell sollte die Räumung der Landminen 2009 abgeschlossen sein. Doch wir haben erfahren, dass bei Straßenbauarbeiten immer wieder noch Minen gefunden werden. Da niemand genau sagen kann, an welchen strategischen Punkten noch Landminen liegen könnten, sollte man auf keinen Fall querfeldein fahren, sondern immer auf befahrenen Pisten bleiben und auch bei der Übernachtungsplatzsuche im Busch vorsichtig sein. Abgesteckte Minenfelder oder Minenräumfahrzeuge haben wir keine gesehen.

Polizeikontrollen

Wir hatten nur zwei mal eine Polizeikontrolle im Süden, die beide freundlich und korrekt waren. Auch von anderen Reisenden haben wir nichts negatives von Polizeikontrollen gehört.

Währung

Meticail, 1 Euro = 40 Medicais
An der Grenze sollte man max. ein paar Rand oder USD in Meticais umtauschen. Der Kurs ist schlecht und der Kurs für Euro ist dort nicht bekannt bzw. wird dem für USD gleichgesetzt. Geldtausch Euro in Medicais war in der Bank kein Problem. ATM sind auch verbreitet, vor allem im Süden, allerdings kann man i.d.R. max. 3000 Medicais (ca. 75 €) abheben.

Dieselpreis pro Liter: ca. 0,74 €
In Caia (vor der neuen Brücke über den Sambesi) gibt es eine neue Tankstelle, wo man auch mit Kreditkarte zahlen kann. In Mittelmosambik und im Norden ist das Tankstellennetz nicht so dicht wie im Süden.

Übernachtung/Camping

Wir haben meistens Buschcamping gemacht. Da der Süden und Mittelmosambik sehr dicht besiedelt ist, war immer irgendwo eine Hütte oder ein Dorf in der Nähe, was aber kein Problem darstellte. Die Leute sind neugierig aber nicht aufdringlich und lassen einen nach kurzer Begrüßung und Small Talk in Ruhe. Die wenigen Campingplätze entlang der Küste waren uns mit 8 - 12 € pro Person. zu teuer.

Reise-Infos Malawi

Stand: Oktober 2009

Land und Leute

Was uns gleich nach der Grenze aufgefallen ist, sind die vielen neuen Autos der Hilfsorganisationen. Malawi ist ein kleines, armes Land und da es hier weder Krieg noch Unruhen gab/gibt, toben sich die Hilfsorganisationen so richtig aus. Das hinterlässt natürlich auch negative Spuren in der Bevölkerung. Seit langem hörten wir wieder das berühmte: "Give me - Give me" von den Kindern. Am Besten ist der Spruch: "Give me my money." Englisch haben die Kinder in der Schule nicht gut gelernt.
Trotz dem hat uns Malawi gut gefallen. Auf dem Zomba-Plateau kann man mal so richtig ausspannen, herrliche grüne Bergwälder, die an Europa erinnern, im Wald wachsen Himbeeren und Erdbeeren und das Klima ist angenehm kühl. Am See ist es schwül-heiß, aber das macht nichts, denn auf der ein oder anderen netten Campsite lässt es sich bei einem Kuche-Kuche (so heißt das einheimische Bier) gut aushalten. Wegen der Bilharziosegefahr ist das Schwimmen im See nicht ohne Risiko..

Visa/Grenzformalitäten

Für Deutsche gibt es das Visum kostenlos an der Grenze (30 Tage), welches in einem Immigration-Office in den großen Städten noch zwei mal verlängert werden kann (gegen Gebühr?). Achtung: Österreicher und Schweizer müssen sich das Visum vorab in Nachbarland besorgen.
Einreise von Mosambik bei Milange, korrekte Abfertigung, kaum Kontrolle. Ausreise bei Kaporo nach Tansania.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Mulanje - Blantyre - Zomba - Salima - Nkhotakota - Mzuzu - Chiweta - Karonga
Die Hauptverbindungen sind durchweg meistens gut geteert. Nach Norden nimmt der Verkehr deutlich ab und auch die Besiedlung ist nicht mehr so dicht wie im Süden.

Roadtax

Betreffend Fahrzeuge über 3,5 t:
Wir hatten unterschiedliche Infos von anderen Reisenden, wie viel man zu zahlen hat. Es hängt wohl auch davon ab, welche Strecke man zurücklegt. Da bei der Einreise keine Roadtax verlangt wurde, sind wir in Blantyre beim Department of Tourism gewesen, um uns genau nach der Höhe zu erkundigen. Der Beamte hat mit der Polizei und den Grenzbeamten telefoniert und laut deren Aussagen sollten es nicht mehr als 70 USD (10.000 Kwacha) sein, wenn man die längste Verbindung (von Mosambik nach Tansania) fährt. Auch bei der Ausreise hat man bei uns keine Roadtax verlangt, so haben wir in Malawi nichts gezahlt.
Tipp: Darauf drängen, dass man nicht in die Kategorie Commercial Truck fällt und nach einem offiziellen Schreiben mit den Gebühren fragen. Oder nur eine kurze Strecke angeben, (z.B. von Mulanje nach Blantyre) und hoffen, dass bei der Ausreise nicht kontrolliert wird, wie viel gezahlt wurde.
Nachtrag: Andrea und Achim (www.paulchen-on-tour.de) haben für ihren Mercedes Rundschnauzer an einem Posten vor Lilongwe für die Strecke bis zur Grenze nach Tansania 51 USD gezahlt.

Polizeikontrollen

Die Polizeikontrollen unterwegs, meistens an wichtigen Straßenkreuzungen, waren korrekt und wollten nur Führerschein und Fahrzeugschein und evtl. Versicherung sehen. Nach der Roadtax haben die Verkehrspolizisten nicht gefragt.

Währung

Kwacha, 1 Euro = 207 Kwacha
Geldtausch Euro in Kwacha ist in der Malawi National Bank kein Problem. ATM gibt es nur in den großen Städten, allerdings kann man i.d.R. max. 20.000 Kwacha (ca. 96 €) abheben.

Dieselpreis pro Liter: ca. 1,00 €

Übernachtung/Camping

Buschcamping ist vor allem im Süden Malawis nervig, da man wegen der Überbevölkerung nirgends einen einsamen Platz im Busch findet.
Mulanje: Camping auf der Wiese des Golf-Clubs, 1.200 Kw/p.P. (S 16° 02,010' E 35° 30,963')

Zombaplateau: Trout-Farm (Forellenzucht): schöne Campsite im Wald auf grüner Wiese, 600 Kw/p.P. Oder einfach die Piste weiterfahren und beim Queensview (S 15° 20,962' E 35° 19,930') frei übernachten. Außer ein paar Holzfällern und Beerenpflückern ist man hier oben ganz allein.

Am Malawisee gibt es einige schöne Camps. Folgende haben wir ausprobiert:

Salima, Senga-Bay:
Cool Runnings: kleiner, schöner Platz zum Wohlfühlen auf grüner Wiese, freundliche Besitzerin und Angestellte, sehr gutes Management, Backpacker und andere Reisende, keine Overlander und Einheimische, weil dafür der Platz zu klein ist, allerdings mitten im Dorf gelegen und daher kein schöner Strand, 650 Kw/p.P. (S 13° 43,843' E 34° 37,159')

Steps Campsite: schöner, schattiger Platz mit schönem Strand, allerdings am Wochenende viele Einheimische und mit 1000 Kw/p.P. im Vergleich zu teuer.

Wheelhouse: Das Camp ist etwas runtergekommen, schlechtes Management, kein schöner Strand, am Wochenende viele Einheimische, 680 Kw/p.P.

Ca. 70 km nördlich von Nkotakota: Ngala-Lodge: nettes südafr. Management, schöne Lodge, Camping am Strand, schattig, ruhiger Platz, allerdings nicht gut zum baden geeignet, 750 Kw/p.P. (S 12° 21,437' E 34° 03,957')

Chinteche: Die Strände um Chinteche sollen die schönsten vom ganzen See sein, feiner weißer Sandstrand, klares Wasser. Beste, aber auch teuerste Adresse soll das Chinteche Inn sein, haben wir aber nicht ausprobiert.
Nkhwazi Lodge, südlich von Chinteche: Der Platz hörte sich im Reiseführer gut an, war bestimmt mal ein super Platz zum abhängen, sehr schöner Sandstrand zwischen Felsen, aber inzwischen sind Lodge und Besitzer (Alkoholproblem?) sehr runtergekommen und daher nicht mehr zu empfehlen. Schade.

Reise-Infos Tansania

Stand: November 2009

Land und Leute

Die Amtssprache ist Kisuaheli, sie ist in ganz Ostafrika verbreitet. Dadurch ist die Verständigung nicht immer einfach, weil die Tansanier nicht so gut englisch können. Doch schnell hat man auch ein paar Worte Kisuaheli gelernt. Da ein deutscher Missionar im 19. Jahrhundert die Übertragung des geschriebenen Kisuaheli von arabischen Buchstaben ins lateinische Alphabet vornahm, hat man es als Deutscher leicht bei der Aussprache.
Irgendwie hat man das Gefühl, dass Christen und Moslems, der Anteil in der Bevölkerung hält sich in etwa die Waage, gut miteinander auskommen, vielleicht dadurch bedingt, dass es auf beiden Seiten kaum Fanatismus gibt. In der Regierung war bisher abwechselnd ein Christ und ein Moslem Staatsoberhaupt und Tansania gilt diesbezüglich als positives Beispiel für ganz Ostafrika.
Tansania ist großes, weites Buschland, so genießen wir nach langer Zeit wieder einsames Buschcamping, fernab von Ortschaften. Nationalparks, wie z.B. die berühmte Serengeti, haben wir nicht besucht, da uns Eintritt und Übernachtung zu teuer waren.
Trotz der hohen Einnahmen aus dem Tourismus (in den Game-Reserves auch Jagdtourismus) lebt der überwiegende Teil der Bevölkerung in Armut. Im ganzen Land sind viele internationale Hilfsorganisationen tätig, aber man sieht leider nicht, wo das viele Geld hin geht.

Visa/Grenzformalitäten

Das Visum gibt es an der Grenze, 50 USD, gültig für drei Monate. Es gilt für die Länder der EAC (Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda) als Multiple-Entry. D.h. lt. Erläuterung des Beamten an der Grenze kann man z.B. nach Kenia oder Ruanda (für die Länder benötigt man natürlich auch ein Visum, welches an der Grenze erhältlich ist) ausreisen und vom gleichen Land wieder zurück nach Tansania reisen. Was nicht geht ist, nach Kenia ausreisen und über Uganda und Ruanda wieder nach Tansania einreisen, dann braucht man für Tansania wieder ein neues Visum.
Einreise von Malawi bei Tukuyu war zügig und problemlos, wenig bis keine Kontrolle.
Ausreise bei Namanga nach Kenia, keine Kontrolle.

Roadtax

Alle Fahrzeuge müssen bei der Einreise eine Roadtax zahlen. Für kleine, private Fahrzeuge sind das 20 USD (gültig für einen Monat) plus 5 USD (gültig für drei Monate). LKWs zahlen 100 USD plus 5 USD. Diese Regelung gilt allerdings nur für kommerzielle LKWs. Wir haben nach dem offiziellen Papier gefragt, wo genau festgelegt ist, welche Gebühren zu zahlen sind. Auf dieser Gebührenordnung wird nach kommerziellen und privaten Fahrzeugen unterschieden. Wir haben den Beamte davon überzeugen können, dass wir einen privaten LKW haben und somit nur die 20 USD plus 5 USD gezahlt. Bei der Ausreise mussten wir noch mal nachzahlen, da wir 7 Wochen im Land waren. Der Beamte hat sich unsere Quittung angesehen und behauptet, sein Kollege hätte bei der Ausstellung einen Fehler gemacht, wir hätten 100 USD zu zahlen, weil wir einen LKW haben. Nach längerer Diskussion wieder mit dem Argument privat/kommerziell und Verlangen nach der Gebührenordnung haben wir wieder nur 20 USD gezahlt.

Botschaften/Visa

In Dar es Salaam haben wir uns das Visum für Ägypten besorgt, Gardenroad, zu Fuß vom YWCA zu erreichen. Normalerweise wird nur ein Visum ausgestellt, welches 3 Monate Gültigkeit bis zur Einreise hat. Wir haben ausnahmsweise ein 5 Monate gültiges Visum bekommen, 3 Monate Aufenthalt im Land. Kosten: 14.500 Tsh (7,25 €), Wartezeit: ein Tag

Auf der Botschaft vom Sudan sind wir abgewiesen worden, da wir noch zu weit weg seien. Wir sollen das Visum in Addis Abeba beantragen. Auf Nachfrage hätte ein Touristenvisum min. 4 Wochen Wartezeit erfordert, da der Visumantrag nach Khartum geschickt wird.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Tukuyu - Uyole - Makambako - Iringa - Mikumi - Chalinze - Dar es Salaam - Bagamoyo - Msata - Serega - Muheza - Boza - Tanga - Korogwe - Lushoto - Same - Moshi - Arusha

Auf dem Tan-Zam-Highway, der Hauptverbindungsroute von Sambia/Malawi nach Dar es Salaam herrscht viel Verkehr. Vor allem die Überlandbusse fahren wie die Helldriver, dadurch ist die Strecke sehr gefährlich. Die Teerdecke ist mal mehr, mal weniger gut, teils mit tiefen Spurrillen und Schlaglöchern durchsetzt. Es gibt im ganzen Land jede Menge Speedbraker, vor allem in den langen Ortsdurchfahrten, die nicht immer gut gekennzeichnet sind.

Polizeikontrollen

Die Verkehrspolizisten sind sehr präsent auf den Straßen und schon von weitem an ihren weißen Uniformen zu erkennen. Uns haben sie meistens durch gewunken, selten mussten wir anhalten, wenn dann nur für einen kurzen Smalltalk. Allerdings haben wir uns auch genau an die Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten, da wir durch andere Reisende vorgewarnt waren. Tatsächlich ist hier Vorsicht geboten, denn einige Polizisten sind mit Radarpistolen ausgestattet. In vielen langen Ortsdurchfahrten gilt 30 km/h, auch oft bei steilen, kurvigen Abfahrten ins Tal.

Währung

Tansanische Shilling (Tsh), 1 Euro = 1.950 Tsh
Geldtausch Euro in Shilling ist in den meisten Banken der größeren Ortschaften möglich. Auch ATM sind mittlerweile gut verbreitet. Den Eintritt in die Nationalparks muss mit USD gezahlt werden, einen entsprechenden Vorrat an USD sollte man dabei haben. In Dar es Salaam ist es bei den kleinen Wechsel-Büros kein Problem, Euro in USD zu einem guten Kurs einzutauschen. In den meisten Hotels/Campsites kann man entweder mit Tsh oder USD zahlen.

Dieselpreis pro Liter: am preiswertesten in Dar es Salaam: ca. 0,68 €, sonst ca. 0,74 €.

Übernachtung/Camping

Buschcamping ist oft problemlos möglich, da weite Gebiete dünn besiedelt sind, so haben wir nur wenige Campingplätze genutzt. Der übliche Preis für Camping beträgt ca. 5.000 - 6.000 Shilling pro Person oder die etwas teureren 5 USD pro Person.

Umgebung von Iringa:
Kisolanza-Farm (Old Farm House) ca. 50 km südlich von Iringa am Tan-Zam Highway, schöner Platz im Wald gelegen, 5.200 Tsh p.P., Essen und Getränke im Restaurant sowie die Farmprodukte sind zu teuer. Management und Service könnte besser sein.
(GPS: S 08° 08,742' E 35° 24,733')

Isimilia-Schlucht, ca. 20 km südlich von Iringa, Ausgrabungsstätte von alten Steinwerkzeugen (bis zu 60.000 Jahre alt), viel interessanter ist die Schlucht mit ihren bizzaren Erdsäulen, die sich talaufwärts anschließt. An der Straße nur sehr schlecht ausgeschildert, Eintritt (ohne Quittung): 3.000 Tsh p.P. (GPS: S 07° 53,784' E 35° 36,280')

Dar es Salaam

Bewachter Parkplatz, um das Fahrzeug während eines Aufenthaltes auf Sansibar abzustellen beim YWCA, Maktaba Road (GPS: S 06° 48,840' E 39° 17,280'), man muss mind. für eine Nacht ein Zimmer nehmen, Doppelzimmer mit Bad: 25.000 Tsh (15 €), Parkplatzgebühr: 2000 Tsh (1 €) pro Tag, von hier kann man zu Fuß zum Hafen laufen, wo die Fähre nach Sansibar ablegt (ca. 500 m).

Die Camps an der South-Beach, (Mikadi-Beach oder Sunrise-Beach Resort) haben wir nicht besucht, da die Magogoni-Fähre (tgl. 5 - 23 Uhr) für unseren Deutz 20.000 Tsh (10 €) kosten sollte. PKWs kosten ca. 800 Tsh. Von anderen Touristen haben wir gehört, dass es im Sunrise-Beach-Resort ein Sicherheitsproblem gibt, mehrere Leute sind bestohlen worden.

Silver-Sands Beach Resort, ca. 20 km nördlich von Dar es Salaam an der Bagamoyo-Road, Camp ist insgesamt etwas runtergekommen aber für eine Nacht okay, 6000 Tsh p.P. (GPS: S 06° 39,295' E 39° 12,734')

Beim Silver-Sands und beim Sunrise-Beach besteht auch die Möglichkeit, sein Fahrzeug während des Aufenthaltes in Sansibar abzustellen.

Bagamoyo:
Von Bagamoyo waren wir nicht sonderlich beeindruckt, von den alten deutschen Kolonialgebäuden ist nicht mehr viel übrig, das Badeco-Hotel/Camp wurde vor ein paar Jahren aufgegeben und in der Travellers Lode sollte Camping 12 USD p.P. kosten. Der Strandabschnitt bei Bagamoyo lädt nicht zum baden ein.


Nord-Küste

Peponi-Beach-Resort, ca. 28 km südlich von Tanga, Zufahrt entweder von Tanga oder in Muheza auf die Piste Richtung Süd-Ost (Schild: Pangani) abbiegen.
Schön angelegtes Resort mit Bandas und schattigem Campingplatz am Strand (4 USD p.P.), gute sanitäre Einrichtungen, Preisleistungsverhältnis für Getränke u. Essen im Restaurant ist okay. Es werden Dhau-Fahrten zum Schnorcheln für einen günstigen Preis angeboten.
Der Besitzer Denis organisiert auch Mitfahrgelegenheiten auf Dhaus, die von Pangani (ca. 20   km südlich) nach Sansibar aufbrechen (Überfahrt dauert ca. 4 - 6 Std.) und in Nungwi (Nordstrand) an Land gehen. Die Dhau nach Sansibar kostet 120 USD, geteilt durch die Anzahl der Personen, (ca. 8 - 10 Pers.) die mitfahren. Das Auto kann während der Zeit kostenlos oder gegen geringe Gebühr im Resort abgestellt werden.
Nebenan im Capricorn-Resort gibt es einen Hotspot, jedoch sehr langsam und teuer.

Usambara-Berge

Sehr zu empfehlen ist eine Fahrt in die Usambara-Berge, eine gute, kurvenreiche Piste (nicht während der großen Regenzeit im Frühjahr) startet ein paar km südlich von Korogwe (GPS:5° 09,845' E 38° 27,729') die über Bumbuli (GPS: 4° 52,085' E 38° 27,919') ca. 95 km durch die schöne Bergwelt führt und bei Soni (GPS: 4° 50,791' E 38° 22,022') auf die schmale Teerstraße trifft, die von der Hauptstraße nach Lushoto führt. Campingmöglichkeiten bei der Irente-Farm, 5000 Tsh p.P. (GPS: S 04° 47,622' E 38° 15,932') ca. 6 km von Lushoto, mäßige Sanitäreinrichtungen, kleine Campingwiese, oder direkt beim Irente-Viewpoint, ca. 500 m weiter.

Moshi/Kilimanjaro:
Moshi selbst bietet keine nennenswerte Campsite, doch vom Honey Badger Restcamp, ca. 5 km östl. von Moshi kann man den Kilimanjaro sehen, bzw. wenn man ca. 50 m raus aufs Feld läuft, hat man einen sehr schönen Blick, beste Chancen am frühen Morgen, bevor der Berg sich für den Rest des Tages in dicke Wolken einhüllt. Camping kostet 5 USD p.P., schlechte sanitäre Anlagen, (GPS: S 03° 21,055' E 37° 23,020')

Nationalparks

Wir haben in Tansania keine Nationalparks besucht, da uns der Eintritt zu teuer war. Beispiel: in der Serengeti kostet der Eintritt für zwei Personen (60 USD) und unser Fahrzeug (150 USD) mit einer Nacht auf der Campsite (40 USD) für 24 Std. zusammen 250 USD. Mit kleinen Fahrzeugen kommt man preiswerter weg. Gute Infos zu den Nationalparks in Ostafrika auf der Seite www.naturetrail.privat.t-online.de.

Sansibar

Der Besuch Sansibars war für uns sehr lohnenswert, wir haben uns drei Tage in Stone-Town aufgehalten und sehr wohl gefühlt. Die Orientierung in der Altstadt ist nicht einfach, da die engen verwinkelten Gassen alle gleich aussehen, doch richtig verlaufen kann man sich nicht, da man entweder auf der Creek-Road beim Markt und dem Dalla Dalla-Busbahnhof rauskommt oder am Meer. Die Sansibaris haben erkannt, dass der Tourismus für sie eine gute Einkommensquelle ist. Sie waren immer freundlich und fotografieren und filmen war kein Problem, wenn man vorher gefragt hat. Den Sonnenuntergang genießt man am besten von der Terrasse des Africa-House-Hotel und abends sollte man die tolle Atmosphäre im Forodhani Garden nicht verpassen und von den leckeren Grillspießen mit frischem Fladenbrot probieren. Auch in der späten Nacht sind wir vom Meer aus wieder zurück durch die Altstadt gelaufen und sicher bei unserem Gästehaus angekommen.

Schnellster und einfachster Weg, nach Sansibar (Stone-Town) zu kommen, ist mit der Schnellfähre von Dar es Salaam (90 Min.), Kosten: 30 USD p.P., einfache Fahrt plus 5 USD Hafengebühr, gesamt für 2 Pers. Hin u. Rück also 140 USD. Abfahrt 3 x täglich, erste Fähre morgens um 7:15 Uhr. Für die Rückfahrt kann ein open-return-ticket gekauft werden, so kann man sich offen lassen, an welchem Tag man zurückfährt. Man sollte sich das Ticket möglichst am Vortag schon im Hafen besorgen. Möglichkeiten, sein Auto während des Aufenthaltes auf Sansibar sicher unterzustellen siehe unter Dar Es Salaam.

Eine weitere Möglichkeit ist, mit einer Dhau von Pangani aus nach Sansibar an die Nordküste zu segeln. Infos siehe bei Peponi-Beach-Resort. Allerdings muss man dann von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi die ca. 50 km bis Stone-Town fahren und mit der Fähre wieder nach Dar es Salaam aufs Festland.

Bei der Einreise muss man ein Formular ausfüllen und bekommt einen Stempel in den Pass. Sobald man den Hafenbereich verlässt, wird man direkt von "Schleppern" umringt, die einen den Weg zu einem der vielen Gäste-Häuser zeigen wollen. Von den Gästehäusern bekommen diese eine Provision, die natürlich auf den Übernachtungspreis aufgeschlagen wird. Die Schlepper sind sehr hartnäckig, man hat kaum Chancen, sie los zu werden.

Preiswerte Gästehäuser in der Altstadt, ruhige Lage:
Flamingo oder Jambo, beide ca. 25 USD für ein Doppelzimmer mit Bad.

Reise-Infos Kenia

Stand: Dezember 2009

Land und Leute

Kenia ist sehr touristisch, überall im ganzen Land gibt es Nationalparks, wo die zahlreichen ausländischen Touristen ordentlich zur Kasse gebeten werden. (Etwa 13% der Kenianer erzielen ihr Einkommen aus dem Tourismussektor). Natur und Tiere einfach nur so genießen, ohne Eintritt zu zahlen, geht praktisch kaum. Wir hatten das Gefühl, dass in Kenia viele Dinge besser organisiert sind und besser funktionieren als in anderen afrikanischen Ländern. Kenia, vor allem Nairobi, profitiert davon, dass sich in der Hauptstadt die Zentralen der ausländischen Organisationen, Firmen und Botschaften für Ostafrika angesiedelt haben. Es gibt in Nairobi Krankenhäuser europäischen Standards und auch sonst eine gute Infrastruktur (auch außerhalb des Einzugsgebiet von Nairobi) und Kenia hat eine eigene Lebensmittelindustrie, so sind die Preise für Lebensmittel in den gut sortierten Supermärkten okay, ebenfalls die Qualität. (Vorräte bunkern!)
Den Verkehr in Nairobi empfanden wir gar nicht so schlimm, sogar die Wege zu den Botschaften haben wir zum Teil mit dem eigenen Fahrzeug zurückgelegt, kein Problem.

Was könnte man aus diesem Land machen, wenn nicht die sehr hohe Korruption wäre und wenn es nicht regelmäßig während den Wahlen zum Teil sehr heftige und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Stammesangehörigen gäbe (zuletzt im Dezember 2007).

Visa/Grenzformalitäten

Das Visum ist an der Grenze erhältlich, 25 USD für 3 Monate Aufenthalt. Es gilt für die Länder der EAC (Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda) als Multiple-Entry. Man kann z.B. nach Uganda ausreisen und von dort wieder zurück nach Kenia einreisen, gleiches gilt für Tansania. (Am Besten bei Ausstellung des Visum vom Beamten noch mal erklären bzw. bestätigen lassen.)
Einreise von Tansania bei Namanga problemlos, keine Kontrolle. Ausreise bei Illeret (Lake Turkana) nach Äthiopien, s.u. gesonderter Teil.

Roadtax

Auch hier stellt unser Fahrzeug ein Problem dar, da es weder in die Kategorie privater PKW noch kommerzieller LKW passt. Die Beamten haben diskutiert und uns freundlich erklärt, dass sie gerne Touristen in ihrem Land haben und die Regeln nicht immer so genau befolgen. Deshalb brauchten wir nur 40 USD für einen Monat zu bezahlen (Tarif für private PKW) und durften uns frei im Land bewegen. Wenn man als kommerzieller LKW eingestuft wird, muss man für jeden gefahrenen Kilometer zahlen.

Botschaften/Visa

Wir haben in Nairobi folgende Visa besorgt:
Äthiopien: 3 Monate Gültigkeit vom Ausstellungsdatum, Aufenthalt im Land 2 Monate,  1660 Ksh oder 20 USD, die Gebühren für das Visum müssen bei einer Bank eingezahlt werden (Beleg pro Person), mit diesem Beleg muss man wieder zurück zur Botschaft, 1 Passfoto, 1 Kopie vom Reisepass, 2 Kopien vom Carnet (leere Seite), 2 Kopien vom int. Führerschein, Wartezeit ca. zwei Stunden.
 
Sudan: Sud. Botschaft, Karbernett-Road, 2 Monate Gültigkeit vom Ausstellungsdatum, 14 Tage Aufenthalt im Land, 4000 Ksh p.P., 2 Passfotos,1 Kopie vom Pass, 1 Kopie vom Carnet, 1 Kopie vom int. Führerschein, Empfehlungsschreiben von der deutschen Botschaft, Wartezeit: ein Tag, Taxifahrt zur Botschaft mit ca. 30 Min. Wartezeit kostet 1.500 Ksh.
Das Empfehlungsschreiben bekommt man bei der Deutschen Botschaft in Nairobi, Riverside-Drive, für eine Gebühr von 20 Euro.

Währung: Kenianische Shilling (Ksh), 1 Euro = 108 Ksh, ATM sind gut verbreitet, max. Betrag sind 40.000 Ksh

Dieselpreis pro Liter: 0,68 €

Übernachtung/Camping

Nairobi: Jungle Junction
deutscher Besitzer, der Treffpunkt für Reisende in Ostafrika schlechthin und somit Infobörse, Camping: 600 Ksh p.P., kleine, nette Campwiese, kostenloser Hotspot, sanitäre Anlagen sind sauber, könnten aber besser ausgestattet sein, Nutzung von Gemeinschaftsräumen und Küche möglich, gute Werkstatt, Waschmaschine, keine "Overlander"
West-Nairobi, Lavington (GPS: S 1° 17.326' E 36° 45.631') Zufahrt von Gitanga-Road,
150 m hinter Kreuzung, von Osten kommend rechts in die Amboseli-Road, 2.Tor rechts
Nakumat Supermarkt zu Fuß zu erreichen (15 Min.) (GPS: S 1° 17.920' E 36° 45.772')
Ecke Ngong-Road, Gitanga-Road

Alternativ dazu
Upper Hill Campsite, Menengai-Road (GPS: S 1° 18.008' E 36° 48.698'), die wir aber nicht besucht haben, hier steigen die vielen Overlandtrucks ab.

Nationalparks haben wir in Kenia nicht besucht. Die Nationalparks sind in die Kategorien A - D (D ist am preiswertesten) aufgeteilt. Bsp: Masai Mara, Kategorie A: Eintritt: 60 USD p.P. /Tag (24 Std.) (Studenten zahlen die Hälfte), Fahrzeug 1000 Ksh, LKW bis zu 5000 Ksh, Camping 10 USD p.P. Gute Infos zu den Nationalparks in Ostafrika auf der Seite www.naturetrail.privat.t-online.de.

Ausreise nach Äthiopien über Lake Turkana

Es gibt eigentlich nur einen offiziellen Grenzübergang von Kenia nach Äthiopien. Über Isiolo, Marsabit, Moyale. Die ca. 500 km von Isiolo nach Moyale ist sehr schlechte Piste, mit tiefen Spurrillen und sehr grobem Schotter, bei Regen mit langen Schlammpassagen. Die Strecke galt früher als gefährlich, da oft Überfälle auf die Fahrzeuge stattfanden, daher wurde die Strecke oft nur im Konvoi gefahren, d.h. in zwei Tagesetappen von je ca. 250 km eingeteilt, Übernachtung in Isiolo, Marsabit u. Moyale. Zur Zeit soll es aber relativ ruhig sein, es gibt keine Konvois mehr. Wir haben in Nairobi mehrere Reisende getroffen, die diese Strecke ohne große Probleme gefahren sind.

Alternativ dazu gibt es die Route östlich entlang des Turkana-Sees. Wir haben uns für diese Strecke, wegen den vielen verschiedenen Naturvölkern, denen man auf beiden Seiten begegnet und wegen des Off-Road-Abenteuers, entschieden. Auf kenianischer Seite gibt es keinen Grenzposten, nur einen Polizeiposten in Illeret. Das Carnet muss man sich vorher in Nairobi beim Kenyan Revenue Authority (KRA), Haile Selassie Av, Times Tower, 4th Floor: S 01° 17.410', E 036° 49.544' stempeln lassen, was kein Problem darstellte. Den Weg zur Immigration in Nairobi für die Ausreise kann man sich sparen, da man ja noch einige Tage im Land ist und keinen Ausreisestempel bekommt. Beim Polizeiposten in Illeret wird man in ein großes Buch eingetragen, einen Ausreisestempel bekommt man nicht, ist aber kein Problem.
Fährt man die Strecke umgekehrt, müssen die Einreiseformalitäten in Nairobi erledigt werden.
(Immigration Office, Kenyatta Roundabout, Jct. Uhuru Highway, S 01° 17.259', E 036° 49.122')

Für die Route ist ein Allrad-Fahrzeug erforderlich. Während der Regenzeit raten wir von dieser Strecke ab, da mehrmals sandige Flussbetten zu durchqueren sind und die Steigung hinter Maralal im Schlamm kaum zu schaffen ist.
Da es ab Maralal bis Konso, also ca. 1000 km über zum Teil sehr schlechte Piste abseits jeglicher Versorgung geht und auch nur sehr wenig Verkehr herrscht (von Baragoi bis Omorate sind uns drei andere Fahrzeuge begegnet), sollte man genügend Vorräte für Treibstoff, Wasser und Lebensmittel mitnehmen. Wir haben von Nairobi bis Omorate 9 Tage benötigt, ca.5 - 7 Tage sollte man auf jeden Fall einkalkulieren. Wasser bekommt man in Maralal, North Horr (kath. Mission) und Loyangalani, auf äthiopischer Seite in Turmi, auf den Campsites. Auf kenianischer Seite ist problemlos Buschcamping möglich, da die gesamte Gegend dünn besiedelt ist. Erst nördlich Illeret, im Grenzgebiet folgen mehrere Siedlungen hintereinander (aufdringliche Leute). Gutes Kartenmaterial für diese Strecke haben wir nicht gefunden. Die Karte vom Reise Know-How Verlag (Word-Mapping-Project) für Äthiopien ist nicht zu gebrauchen. Die Pistenverläufe, Kreuzungen und Kilometerangaben im Gebiet des Omovalley sind völlig falsch eingezeichnet.
Sehr gute Infos zur gesamten Route auch von Kim und Tanja, die diese Strecke von Nord nach Süd gefahren sind und gute Detailkarten mit Kilometerangaben zur Strecke angefertigt haben. (www.hinter-dem-horizont.net)

Von Nairobi gibt es mehrere Strecken, um nach Maralal zu gelangen. Wir sind die direkte Route über Gilgil, Nyahururu, Rumruti gefahren. Die folgenden Kilometer-Angaben sind nur ungefähre Angaben.

Nairobi - Gilgil:  116 km
gute Teerstraße, in Gilgil biegt man bei der Caltex-Tankstelle (Diesel zum normalen Preis, 0,68 €/L.) nach Nyahururu ab.

Gilgil - Nyahururu - Rumuruti - Maralal: 214 km
nach Gilgil schlechte Teerstraße mit vielen Schlaglöchern, ab Rumuruti endet der Teer.
Schlechte, von LKWs ausgefahrene Piste mit vielen Schlaglöchern, in der Regenzeit kann sich der Verkehr stauen, weil die LKWs in den Schlammlöchern feststecken. In Maralal letzte Tankstelle, (Diesel zu 0,82 €/L.) Auf dem Laikipia-Plateau zwischen Kinamba und Kisima viele Zebraherden.

Maralal - Baragoi: 102 km
Sehr schlechte Piste, zum großen Teil felsig, direkt hinter Maralal geht es sehr steil bergauf, bei Regen kaum zu schaffen, weiter über hügeliges Hochland mit Resten von Zederwäldern.
Der Abstecher zum World-Ends-View-Point, wo man einen tiefen Ausblick in das nördliche Riftvalley genießt, lohnt nur bei klarer Sicht. Mittlerweile gibt es dort ein Community-Camp und es wird ein Eintrittsgeld kassiert (ca. 5 USD p.P.) GPS: Abzweig von der Hauptpiste ca. 19 km nördlich von Maralal: N 1° 12.355' E 36° 36.790', nach ca. 10 km erreicht man den View-Point N 1° 13.298 E36° 32.477'.

Baragoi - South Horr - Loyangalani: 133 km
Ca. 32 km nördlich von Baragoi wird  die Piste sandiger und somit besser zu befahren. Die Landschaft wird schöner,  in South Horr sieht man viele traditionelle Samburus, der Ort liegt in einem schönen Tal mit dichtem Akazienwald, es gibt ein paar einfache Campsites,
ca. 26 km vor Loyangalani geht die Piste über grobes u. scharfkantiges Vulkangestein hinunter zum Lake Turkana, nur sehr langsames Vorwärtskommen.
In Loyangalani lohnt es sich, einen Führer zu nehmen, der einen durch die Hütten führt und gegen einen vorher auszuhandelnden Preis (ca. 500 Ksh, evtl. auch in USD) kann man ein paar Foto bzw. Filmaufnahmen von den Turkana- oder Rendille-Frauen machen. Wir haben den Führer beim Hotel Bamboo Inn, (N 02° 45.430' E 36° 43.184', nach Andrew fragen) angeheuert, Leistung und Bezahlung war okay.

Loyangalani - North-Horr - Illeret
1.Variante: über den Sibiloi-Nationalpark: ca. 281 km
Man verlässt Loyangalani Richtung North-Horr, die Piste ist sehr steinig und schlecht, biegt nach ca. 56 km nach links ab, (N3° 03.623' E 36° 47.853') in eine sandige, recht gut zu befahrende Piste, auf der Strecke sieht man Nomaden mit Kamel- und Esel-Herden, nach ca. 40 km, bei N3° 20.710' E 36° 47.350' trifft diese "Abkürzung" auf die Piste, die von North-Horr zum südlichen Karsa-Gate (N 03° 39.414', E 036° 18.926') des Sibiloi-NP führt, bis dort noch ca. 80 km.
Eintrittsgebühren: 20 USD p.P./Tag, 2000 Ksh für unseren Deutz (kleine Geländewagen 300 Ksh), Camping im Park 15 USD p.P. Im Norden gibt es kein Gate.

Bis nach Illeret sind es durch den Park ca. 105 km (direkter Weg, nicht über Kobi Fora). Die Piste führt durch mehrere Flussbetten und Senken, bei Regen nur sehr schwer zu befahren.

2. Variante: am Rand des Sibiloi-Nationalpark entlang, ca. 305 km
Steinige Piste von Loyangalani nach North Horr, 90 km, (katholische Mission in North Horr: N 03° 19.410'  E 037° 04.278'), von North Horr über die Oase El Bes (N3° 33.092' E36° 54.052') nach Nordosten weiter, die Piste erreicht bei N3° 50.986' E36° 31.152' die Parkgrenze, entlang der Grenze geht es nach Norden. Bei der Kreuzung N4° 13.311' E36° 15.400'mündet von links die Piste aus dem Park ein. Nach ges. 215 km (Angabe grob geschätzt, da wir diese Strecke nicht gefahren sind) erreicht man Illeret, Police Post: N 04° 18.759', E 036° 13.658'

Im Park gibt es so gut wie nichts zu sehen, die Landschaft ist auch eher langweilig, wir würden nicht noch einmal die Strecke durch den Park wählen, da man sich die Eintrittsgebühren sparen kann, die km auf beiden Strecken sind in etwa die selben. Die Piste außerhalb des Parks soll laut Infos von anderen Reisenden extrem schwierig und steinig sein.

Illeret - Omorate: 80 km

Beim Police Post in Illeret lässt man sich in das große Buch eintragen, einen Ausreisestempel bekommt man hier nicht. Nach 20 km erreicht man den ersten Posten von Äthiopien, N 04° 27.256', E 036° 13.875'. Der Grenzbeamte hat uns nach einem Schreiben von der kenianischen Polizei gefragt, dieses hatten wir nicht. Für die Strecke nach Omorate haben die Beamten uns einen Soldaten ins Auto gesetzt, Argument, damit wir uns auch ordnungsgemäß in Omorate beim Immigration-Office melden bzw. diesen finden und die Einreiseformalitäten erledigen.
Die Piste führt durch mehrere, große Flussbetten, die zum Teil sehr sandig sind. Bei N 04° 44.896', E 036° 10.452' trifft man auf die breite Wellblech-Piste von Turmi nach Omorate. Links ab, nach Omorate sind es noch 20 km. Immigration Office und Zoll: N 04° 48.332', E 036° 03.052'. Die Grenzabfertigung war korrekt und freundlich, keine Kontrolle des Fahrzeuges. Zu einem schlechten Kurs kann man auf dem Schwarzmarkt USD in Birr tauschen, evtl. gibt es Diesel aus Fässern.

Omorate - Turmi - Key Afer - Konso: 294 km

Die Piste von Omorate nach Turmi ist mehr oder weniger gutes Wellblech, nach Key Afer schlechte Piste, aber problemlos zu befahren, von Key Afer nach Konso wird eine neue Teerstraße gebaut, kurvenreich und steil durchs Gebirge. In Konso gibt es eine Bank und auch eine Tankstelle, die erste auf äthiopischer Seite. In Jinka (von Key Afer 40 km) kann man ebenfalls auf der Bank Geld wechseln und tanken.

Reise-Infos Äthiopien

Stand: Januar 2010

Land und Leute

Äthiopien - Land des Bettelns! In keinem anderen afrikanischen Land wird so viel gebettelt, von Jung bis Alt. Sobald man das Auto verlässt, ist man umringt von einer Kinderschar. "You, you, give Money", rufen sie. Mit einem Äthiopier ins Gespräch zu kommen, ist fast unmöglich, da dieser sofort anfängt zu betteln. In vielen Ortschaften sieht man Lagerhallen voll mit Weizensäcken, "US-Aid" steht da drauf. Jahrzehnte lang fehlgeleitete Entwicklungshilfe hat dazu geführt, dass der Äthiopier sich daran gewöhnt hat, dass es Hilfe vom Ausland gibt, warum sollte er also noch selbst anpacken, die Hand aufhalten, ist viel einfacher. "Faranji, give Money!"
Die Fahrt durchs Hochland ist wunderschön, einen Pass mit mehr als 3000 Meter Höhe zu erklimmen, ist hier nichts besonderes. Aber man kann die tolle Landschaft nur bedingt genießen, da man immer auf die Kinder am Straßenrand achten muss, die mit Steinen auf vorbeifahrende Autos werfen. Wir hatten zahlreiche Steinewerfer auf der Strecke durch den Norden, auch einige Treffer, aber zum Glück keinen Schaden am Fahrzeug.
Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees, und Kaffee kochen können die Äthiopier wirklich gut. Bei einer Kaffeezeremonie werden die Kaffeebohnen frisch geröstet, das macht den Unterschied.

Visa/Grenzformalitäten

Visum in Nairobi beantragt: 3 Monate Gültigkeit vom Ausstellungsdatum, Aufenthalt im Land: 2 Monate,  1660 Ksh oder 20 USD, die Gebühren für das Visum müssen bei einer Bank eingezahlt werden (Beleg pro Person), mit diesem Beleg muss man wieder zurück zur Botschaft, 1 Passfoto, 1 Kopie vom Reisepass, 2 Kopien vom Carnet (leere Seite), 2 Kopien vom int. Führerschein, Wartezeit ca. zwei Stunden, wir sind ca. 3,5 Std. mit dem Taxi unterwegs gewesen, dafür haben wir 4000 Ksh bezahlt, viel zu teuer.

Einreise von Kenia über die Strecke Lake Turkana (siehe unter Kenia) in Omorate, problemlos, keine Kontrolle des Fahrzeugs. Wenn man länger als einen Monat im Land bleiben will, beim Zoll darauf achten, dass die Bescheinigung fürs Fahrzeug entsprechend für die Zeit ausgestellt wird. Ausreise bei Metema nach Sudan.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Omorate - Turmi - Key Afer - Konso - Arba Minch - Soto - Hosaina - Butajira - Addis Abeba - Debre Birhan - Dessie - Weldiya - Lalibela - Sekota - Abiy Adi - Adwa - Axum - Debark - Gonder - Metema

Von Soto führt eine gute Teerstraße (viele Menschen, Kühe, Esel etc. auf der Straße, dafür aber wenig Verkehr) über die Hochebene nach Addis Abeba (300 km). Von Addis über Debre Birhan nach Dessie u. Weldiya ebenfalls bis auf wenige Ausnahmen gute Teerstraße.
Von Lalibela führt eine recht gut zu befahrende Piste direkt nach Adwa bzw. Axum (ca. 380 km, min. 2 Tage einplanen), von Lalibela nach Sekota, (ca. 130 km) geht es nur durchs Gebirge über eine Passstrecke über 3200 Meter, zwischen Sekota und Abergele wunderschöne Canyon-Landschaft.
Axum - Gonder, schlechte und staubige Schotter- bzw. Wellblechpiste, viel Baustellenverkehr, nur langsames Vorwärtskommen, von den Simien-Mountains sieht man auf der Strecke in der Trockenzeit wegen der diesigen Sichtverhältnisse nicht viel.

Polizeikontrollen gibt es so gut wie keine im Land.

Währung: 1 Euro = 18,5 Birr. ATM nur in Addis Abeba. Fast in jeder Stadt gibt es die Commercial-Bank of Ethiopia, wo man gebührenfrei zu gutem Kurs Geld tauschen kann.

Dieselpreis pro Liter: ca. 0,57 €

Übernachtung/Camping

Buschcamping ist in Äthiopien wegen der hohen Bevölkerungsdichte, die Leute sind sehr neugierig und bettelhaft, nur eingeschränkt möglich. Da wir mit Toilette und Dusche ausgestattet sind, haben wir trotzdem häufig Buschcamping gemacht.  In den großen Ortschaften gibt es Hotels, die meist etwas heruntergekommen sind und in deren Innenhof man campen kann, ca. 50 bis 100 Birr/Fahrzeug u. Nacht. Die zur Verfügung gestellten Toiletten und Duschen kann man nicht benutzen (dreckig). Dafür sollte man bei Bedarf ein Zimmer mieten, möglichst aber immer im eigenen Bett schlafen wegen der Flöhe. Campingplätze haben wir nur im Omo-Valley entdeckt (Turmi).
In folgenden Ortschaften haben wir auf dem Hotelparkplatz übernachtet: Arba Minch:  Bekele-Mola Hotel (40 Birr) oder Swayne-Hotel (75 Birr), im Swayne-Hotel freundliches Personal, gutes Restaurant, Soto: Bekele-Mola Hotel (50 Birr), Lalibela: Seven Olives Hotel, gutes Restaurant (100 Birr), Axum: Africa-Hotel, nettes Personal, (50 Birr), Gonder: Terara-Hotel, (60 Birr)

Addis Abeba: Zur Zeit angesagter Treffpunkt der Ostafrikafahrer ist Wim's Beerhouse (N 9° 00.581' E 38° 45.325'), beim Bahnhofsgebäude links in eine schmale Schotterstraße abbiegen. Ein Holländer (Wim) hat dort neben seinem "Biergarten" auf einem kleinen Grundstück (mit 5 Fahrzeugen, dicht an dicht ist der Platz voll) eine Campsite eingerichtet. Der Platz ist ziemlich runtergekommen, staubig und schmutzig. Wofür wir da 120 Birr pro Nacht abdrücken sollten, wissen wir nicht. Wim ist zwar nett, aber wohlgefühlt haben wir uns auf dem Platz trotz dem nicht. Wenn man nicht unbedingt wegen irgendwelchen Botschaftsangelegenheiten nach Addis Abeba muss, kann man sich den Aufenthalt in der Stadt sparen.

Historische Sehenswürdigkeiten

Felsenkirchen in Lalibela
Anfahrt: In Weldiya biegt man nach Westen, auf die Querverbindung nach Debre Tabor ab, nach ca. 45 km biegt man in der Ortschaft Dilbe nach langer Steigung (Vorsicht: Steinewerfer), Haarnadelkurve, weitere Steigung über den Gebirgskamm, rechts ab ins Tal (N 11° 57.590'  E 39° 25.160').  Die Hauptstrecke nach Debre Tabor führt weiter bergauf. Ein Hinweisschild gibt es hier nicht. Nach weiteren ca. 65 km Piste erreicht man Lalibela (N 12° 01.891' E 39° 02.680').
Von Westen (Debre Tabor) kommend, biegt man bei dem Ort Gashena (N11°41.218' E 38° 55.451') links ab nach Lalibela und erreicht am Flughafen vorbei den Ort.
Auch in diesem Gebiet ist die Karte vom Reise-Know-How Verlag völlig falsch.

Eintritt für die 11 Kirchen, gültig für 5 Tage: 300 Birr p.P. (ca. 16 €, unserer Meinung nach zu teuer), Wenn man die Kirchen von innen besichtigen möchte, muss man die Schuhe ausziehen. Vorsicht, die Teppiche in den Kirchen sind verfloht. Vor allem die Gyorgis-Kirche (Form eines griechischen Kreuz), die etwas abseits steht, ist imposant. Wenn man die Kirchen durch die unterirdischen Gänge erkunden will, sollte man einen Führer engagieren (Taschenlampe mitnehmen). Ansonsten kann man sich das Geld für den Führer sparen. Die Leute in Lalibela sind nett und nicht so aufdringlich wie sonst in Äthiopien, uns hat Lalibela gut gefallen.

Axum: Von den Altertümern in Axum ist nicht mehr viel übrig, wenn man nicht sehr an historischen Stätten interessiert ist, lohnt die Anfahrt nicht. Eintritt in den Stelenpark und andere Reste von Palästen, 50 Birr p.P., Eintritt in die beiden Kirchen 120 Birr p.P.

Gonder: Das Palast-Gelände in Gonder ist sehr gut erhalten, hier war im 17. Jahrhundert eine Hochkultur, Eintritt: 50 Birr p.P.

Omo-Valley

Interessant ist es, an einen Markttag die verschiedenen Naturvölker zu beobachten. (Markttage: Turmi: Montag, Key Afer: Donnerstag, Dimeka: Samstag)
Fotografieren war hier relativ entspannt, ein Foto bzw. eine Filmaufnahme von einer Hamerfrau kostet 2 Birr. Die Pisten im Omovalley sind meist schlecht, viel Wellblech, aber während der Trockenzeit kein Problem. Vorsicht, wenn es regnet, verwandeln sich die Trockenflussbetten, die man oft zu durchqueren hat, innerhalb von kurzer Zeit zu reißenden Strömen. Gute Streckenbeschreibungen und Detailkarte mit Kilometerangaben von Kim und Tanja, www.hinter-dem-horizont.net.


Reise-Infos Sudan

Stand: Februar 2010

Land und Leute

Der krasse Gegensatz zu Äthiopien, weite, dünn besiedelte Wüstengegenden und dazwischen das breite, grüne Band des Nils. Bei Sudan denkt man sofort an die Negativ-Schlagzeilen aus der Presse der letzten Jahre, dem Völkermord im Darfur und der Bürgerkrieg im Süden des Landes. Sudan ist flächenmäßig das größte Land Afrikas und in dem kleinen Teil, den wir bereist haben, bekommt man von den Problemzonen im Westen und Süden des Landes nichts mit. Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren nett und freundlich. Schade, dass wir nur zwei Wochen Visum hatten, wir hätten das Land gerne näher erkundet.

Visa/Grenzformalitäten

Visum in Nairobi beantragt: Sud. Botschaft, Karbernett-Road, 2 Monate Gültigkeit vom Ausstellungsdatum, 14 Tage Aufenthalt im Land, 4000 Ksh p.P., 2 Passfotos,1 Kopie vom Pass, 1 Kopie vom Carnet, 1 Kopie vom int. Führerschein, Empfehlungsschreiben von der deutschen Botschaft, Wartezeit: ein Tag, Taxifahrt von JJ zur Botschaft mit ca. 30 Min. Wartezeit kostet 1.500 Ksh.
Das Empfehlungsschreiben bekommt man bei der Deutschen Botschaft in Nairobi, Riverside-Drive, für eine Gebühr von 20 Euro, (ein Schreiben für zwei Personen).

Einreise von Äthiopien bei Gallabat, alles reibungslos, keine Kontrolle des Fahrzeuges. Man muss sich innerhalb von 72 Stunden registrieren lassen, in Gedaref (Security Registration Office: N 14° 01.929' E 35° 23.073', am besten der Teerstraße nach Westen um die Stadt herum folgen und von dort in die Stadt zurück fahren) oder in Khartoum. (Von Ägypten kommend, kann man sich direkt in Wadi Halfa registrieren lassen.)
Gebühr: 107 SDP p.P., (ca. 30 €) in Gedaref haben die Beamten nur Sud. Pfund akzeptiert. Man bekommt einen Aufkleber mit Stempel in de Pass. Achtung: Freitag u. Samstag hat das Büro geschlossen.

Fähre über den Nasser-Stausee

Der Grenzübertritt zwischen Sudan und Ägypten über Land ist für  Touristen verboten, man muss die Fähre über den Nasser-Stausee nehmen. Die Personenfähre verkehrt einmal die Woche (Mittwoch Nachmittag von Wadi Halfa nach Assuan, Montag Nachmittag in die umgekehrte Richtung, reine Fahrzeit ca.12 Std, gesamte Zeit mit Warten wegen Verladung und Immigration ca. 20 Std.). Das Fahrzeug fährt mit einer gesonderten Pontonfähre, das Mitfahren auf dieser Fähre ist nicht erlaubt. Jeder Reisende hat andere Geschichten von diesem Grenzübertritt zu erzählen und die Preisgestaltung für die Fahrzeugfähre ist oft unterschiedlich und nicht zu durchschauen. Da das Grenzprozedere (vor allem die Organisation der Ponton-Fähre fürs Fahrzeug und die Einreise nach Ägypten) äußerst kompliziert ist, benötigt man einen Helfer. Auf sud. Seite ist fast alles in der Hand von Magdy Boshara (Tel: 00249-121730885). Ihn sollte man am besten schon von Khartoum aus kontaktieren, damit er die Pontonfähre fürs Auto organisieren kann und man sollte sonntags, spätestens montags in Wadi Halfa eintreffen, damit noch genug Zeit bleibt, um alles in die Wege zu leiten.
In unserem Fall war die Situation so: Magdi hat uns direkt am Anfang eine Rechnung aufgestellt, zahlbar in USD: Fahrzeug (5 - 7 Meter) = 355 USD,  2 Tickets für die Personenfähre (Deckpassage) = 90 USD, Porttax = 33 USD, Customs = 8 USD, 2 x Passport stempeln = 20 USD, Officeservice (für Magdi) = 30 USD, macht zusammen = 536 USD.
Wir waren mit dem Preis zufrieden, wir hatten im Vorfeld von anderen Reisenden von deutlich höheren Beträgen gehört. Im Hafen wurde unser Fahrzeug noch mal nachgemessen und festgestellt, dass er länger als 7 Meter ist. Laut Magdy würde er dann in die nächst höhere Preiskategorie fallen (7 - 9 Meter) und es würde das doppelte, also ca. 700 USD kosten. Magdy hat für uns herausgehandelt, dass wir 50 USD extra unter der Hand zahlen, damit der Deutz als 7 Meter durchgeht. Er erklärte uns, dass die Fährpreise für die Fahrzeuge ab 2010 halbiert worden sind, ob das wirklich so stimmt, keine Ahnung.
Wir waren zusammen mit einem Paar aus England auf der Fähre, mit Toyota Landcruiser. Kategorie bis 5 m = 220 USD, insgesamt haben die beiden für alles 400 USD gezahlt.

Ob man auf der Personenfähre eine Kabine nimmt, oder lieber auf dem Deck die Nacht verbringt, muss man selbst für sich entscheiden. Die Kabinen sind schmutzig und nicht abschließbar und da nicht alle Kabinen mit Klimaanlage ausgestattet sind, herrscht dort stickige Luft und der Geruch nach Diesel kommt auch durch. Wir fanden unsere Entscheidung, auf dem Deck zu schlafen, ganz okay. Würden wir wieder so machen. Man sollte Schlafsack und Iso-Matte mitnehmen, da es recht kalt und windig werden kann. Eine Mahlzeit ist im Fährpreis enthalten. Der Preis für die "First-Class" Kabine kostet ungefähr das doppelte.

Verladung des Fahrzeuges: Im Normalfall verhält es sich so, dass man einen Tag vorher, bzw. am gleichen Tag, an dem die Personenfähre ablegt, sein Fahrzeug selbst auf das Ponton fahren kann. Da die Pontonfähre langsamer fährt, kommt man zu erst auf der anderen Seite an und kann sein Fahrzeug auch selbst wieder von der Fähre runterfahren und die Zollformalitäten erledigen. Für unseren Deutz musste extra ein großes Ponton von Assuan kommen. Es wurde in Assuan mit Gütern beladen, das dauerte länger als vorgesehen und so sollte die Fähre erst am Donnerstag in Wadi Halfa eintreffen. Wir mussten also unseren Deutz im Hafen abstellen und den Auto-Schlüssel Magdi übergeben, da Mittwoch ja die Personenfähre ging. Kein gutes Gefühl, aber nicht anders machbar. Donnerstag kamen wir in Assuan an, die Immigration wird auf der Fähre erledigt, bevor diese im Hafen anlegt. Magdi hatte uns gesagt, unser Fahrzeug würde am Samstag in Assuan eintreffen. Kamal, der Helfer auf der ägyptischen Seite (er hatte uns im Hafen abgepasst), telefonierte mehrmals mit Magdi und dem Kapitän, am Dienstag bekamen wir endlich den Bescheid, dass unser Deutz verladen ist und am Mittwoch Nachmittag in Assuan eintreffen wird. Wir haben also eine Woche in Assuan auf unseren Deutz gewartet.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Metema - Gedaref - Khartoum - Atbara - Karima - Dongola - Wadi Halfa

Auf den Zufahrtsstraßen nach Khartum viel Schwerlastverkehr, im Norden auf den Wüstenstrecken und entlang des Nils nur wenige Fahrzeuge. Es wurden viele neue Teerstraßen gebaut, die Strecke Dongola - Wadi Halfa ist inzwischen durchgehend geteert. Auch die Querverbindungen durch die Wüste, von Atbara nach Karima und von dort weiter nach Dongola sind geteert und es wurden neue Brücken über den Nil gebaut, man ist nicht mehr auf eine Fähre angewiesen.
Auf der Hauptdurchgangsstrecke Gedaref - Khartoum - Atbara gibt es mehrere Toll-Gates, wo eine Straßengebühr verlangt wird. Wir haben auf dieser Strecke vier mal ca. 10 - 12 SDP gezahlt.

Polizeikontrollen

An den Ein- und Ausgängen der Städte und an den Brücke über den Nil gibt es Polizei-Kontrollen. Name, Reisepass-Nr. Visa-Nr. werden in ein Buch eingetragen. Im Sudan herrscht strenges Fotografierverbot. Offiziell ist nur erlaubt, die historischen Stätten zu fotografieren. In Khartum kann man sich ein Travel-Permit bzw. Foto-Permit ausstellen lassen, haben wir aber nicht gemacht. Vorsicht vor allem bei den Brücken über den Nil, öffentlichen Gebäuden und Filmaufnahmen während der Fahrt, wenn man kein Permit hat.

Währung: 1 Euro = 3,05 Sudanesische Pfund (SDP). Freitag und Samstag haben die Banken geschlossen. ATM nur in Khartoum.

Dieselpreis pro Liter: ca. 0,30 €

Übernachtung/Camping

Im Sudan ist es oft möglich, von der Hauptstraße in die Wüste ab zu fahren und dort einen einsamen Übernachtungsplatz zu finden. Am Nilufer sollte man wegen der Millionen von Fliegen und Mücken möglichst nicht übernachten, auch wenn die Aussicht noch so schön ist. Khartum: Blue Nile Sailing Club: N 15° 36.644' E 32°32.077', direkt am Nil gelegen. Der Platz wird nicht instand gehalten und die sanitären Anlagen sind schmutzig, daher ist die Gebühr von 15 USD pro Fahrzeug nicht gerechtfertigt.

Historische Sehenswürdigkeiten

Der Eintritt für jede Sehenswürdigkeit beträgt 20 SDP p.P. (ca. 7 €), die man direkt bei den Anlagen bezahlen kann. Wenn man die Tempel und Pyramiden in Ägypten kennt, wird man eher enttäuscht sein, da die Pyramiden längst nicht so imposant sind und die Tempel auch meist nur aus Resten bestehen. Aber dafür ist man fast allein, in den oft einsam in der Wüste gelegenen Stätten.
Folgende Tempel/Pyramiden haben wir uns angesehen: südlich von Shendi, Naga und Musawwarat (N16° 24.626' E 33° 19.215'), Meroe, an der Hauptstraße zwischen Shendi und Atbara, gutes Fotolicht am Morgen, (N16° 56.251' E 33° 45.004') und Jebel Barkal, bei Karima (N 18° 31.787' E 31° 49.626'), hier lohnt es sich, den Jebel Barkal zu besteigen und zur Spitze vor zu gehen, von oben blickt man auf die Reste des Amontempel.

Reise-Infos Ägypten

Stand: März 2010

Land und Leute

Die Ägypter versuchen, wo es nur geht, einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Gefühl von Abzocke hat man schon bei der Einreise wegen der hohen Gebühren und Bakschischforderungen für jeden Stempel und es geht auf dem Markt weiter, wenn man Zwiebeln und Kartoffeln kaufen möchte. Vor allem in den touristischen Zentren wie Assuan, Luxor oder Hurghada zahlt man als Tourist drauf, oft den drei bis fünffachen Preis. Man sollte sich möglichst in den ersten Tagen informieren, welchen Preis Einheimische zahlen, bzw. die arabischen Zahlen lesen lernen. Die Regel, grundsätzlich vorher nach dem Preis zu fragen, ist in Ägypten unerlässlich! Auf der westlichen Oasenstrecke bzw. auf der Strecke nach Libyen sind die Leute ehrlicher. Die touristischen Attraktionen wie Tempel, Gräber u. Pyramiden haben wir dies mal ganz ausgelassen, können daher dazu keine Infos weitergeben.
Die Landschaftsformationen in der Weißen Wüste und auf dem Sinai (Strecke über Katharinenkloster, vor allem zwischen St. Katharin und Nuveiba) sind traumhaft schön und gehören für uns zu den Highlights von Ägypten.

Visa/Grenzformalitäten

Visum in Tansania, Dar es Salam beantragt. Normalerweise wird nur ein Visum mit 3 Monaten Gültigkeit bis zur Einreise ausgestellt. Wir haben ausnahmsweise ein 5 Monate gültiges Visum bekommen mit 3 Monate Aufenthalt im Land. Kosten: 14.500 Tsh (7,25 €), Wartezeit: ein Tag. Man bekommt das Visum aber auch direkt an der Grenze, auch wenn man von Wadi Halfa kommt.

Einreise von Sudan über den Nasser Stausee, Prozedere der Fähre siehe unter Sudan.
Die Immigration wird noch auf der Fähre erledigt, das Schiff ankert dazu einige Meter vor dem Hafen.
Für die Erledigung der Fahrzeug-Formalitäten benötigt man einen Helfer. Kamal hat uns bei der Ankunft im Hafen von Assuan in Empfang genommen und sich um alles gekümmert. Sein Englisch ist zwar eine Katastrophe, aber seine Arbeit war gut. Er hat Verbindung mit dem Helfer im Sudan und mit dem Kapitän der Ponton-Fähre aufgenommen und uns informiert, wann unser Deutz im Hafen von Assuan ankommt. Nach einer Woche Warten sind wir Donnerstag Morgen zusammen in seinem Auto zum Hafen gefahren, ca. 20 km von der Stadt weg. Burkhard hat unseren Deutz von dem Ponton gefahren. Beim Zoll im Hafen haben wir 522 LE (ca. 70 €) für unseren Deutz gezahlt, die Gebühr staffelt sich nach der Anzahl der Zylinder. Der Beamte wollte uns die Bescheinigung fürs Auto ab dem Datum, wo wir eingereist sind, für einen Monat ausstellen. Da wir eine Woche auf unser Auto gewartet haben, hätten wir so nur noch drei Wochen Aufenthalt im Land gehabt. Mit einiger Diskussion hat er uns die Bescheinigung für drei Monate ausgestellt.
Anschließend hat Kamal die Fahrgestell-Nr. und Motor-Nr. vom Deutz abgerubbelt und mit Kamals Auto ging es zurück in die Stadt zur Traffic-Police, die Bescheinigung fürs Auto wurde ausgestellt, ein ägyptisches Nr. Schild besorgt und die Versicherung abgeschlossen. Alles in verschiedenen Gebäuden irgendwo in der Stadt, allein hätten wir die nie gefunden.
Bei der Traffic-Police haben wir für Gebühren u. mehrmals geringes Bakschisch ca. 45 LE gezahlt,  für die Versicherung und Nr.-Schilder 636 LE (für 1 oder 3 Monate der gleiche Betrag). Nach 6 Stunden war alles erledigt, wir durften mit unserem Deutz den Hafen verlassen.
Kamal hat für seine Dienste 50 USD verlangt, für kleine Fahrzeuge 30 USD. Wir haben ihm 200 LE gezahlt, ca. 36 USD. Kosten für die Einreise gesamt: 1403 LE (ca. 186 €).

Hotel in Assuan: Keylany-Hotel, nicht an der Hauptstraße, dennoch zentral zum Souk und zur Corniche gelegen. Einfache Zimmer, sauber, nettes und hilfsbereites Personal, gutes Frühstück, kostenloser Hotspot. Doppelzimmer mit eig. Bad u. Frühstück für 110 bzw. 136 LE.

Ausreise nach Jordanien, mit der Fähre Nuveiba - Aqaba: Kosten für das Ticket: ca. 410 Euro, zahlbar in USD (552,-) oder LE (3015,-) Banken zum Geldwechseln sind im Hafenviertel. Morgens um 9:00 Uhr zum Ticket-Office im Hafen, den ganzen Tag verbringt man mit der Ausreise, nachmittags um 15:00 Uhr soll normalerweise die Fähre ablegen. In unserem Fall ist die Fähre erst abends um 18:00 Uhr los, um 23:00 Uhr in Aqaba angekommen. Das Prozedere der Ausreise ist kompliziert und nicht zu durchblicken, aber ohne Hilfe zu schaffen. Ca. 40 LE Gebühren für irgendwelche Formulare u. Stempel fallen an. Die Touristenpolizei ist nicht besonders hilfreich im Hafen, will nur hohes Bakschisch kassieren. Wir haben nichts gegeben.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gefahrene Route: Assuan - El Kharga - Dakhla - Farafra - Bawiti - Kairo - Sinai - St. Katharin - Nuveiba
Die Konvois sind ab diesem Jahr aufgehoben worden. Die Reisebusse fahren die Hauptverbindungsstrecken (Assuan - Abu Simbel, Assuan - Luxor, Luxor - Hrghada) zwar immer noch im Konvoi, man ist aber nicht mehr gezwungen, im Konvoi mitzufahren.

Polizeikontrollen

Die Polizeikontrollen sind sehr zahlreich, aber freundlich und korrekt. Sie wollen nur wissen, Nationalität, wie viele Personen, Woher - Wohin. Papiere wurden nicht einmal kontrolliert.

Währung: 1 Euro = 7,35 Ägyptische Pfund (LE)

Dieselpreis pro Liter: 0,15 €

Übernachtung/Camping

Wir haben auf der gesamten Strecke frei in der Wüste übernachten können. Man sollte sich möglichst gut verstecken, um von der Straße nicht gesehen zu werden. (Damit man nicht von der Polizei davon gejagt wird.)

Nuveiba: Soft-Beach Camp, ist für eine Nacht ganz okay, sanitäre Anlagen könnten sauberer sein. 60 LE /Nacht für zwei Pers. mit Frühstück, (N 29° 02.512' E 34° 39.816') Pizza im Restaurant ist gut.

Weiße Wüste

Die Weiße Wüste ist jetzt ein Nationalpark und es wird ein Eintrittsgeld kassiert. 5 USD Eintritt und 10 LE für Übernachtung, pro Person und Tag. Koordinaten des Haupteingangs/Parkverwaltung: N 27° 21.568' E 28° 09.937'. Wer die Parkverwaltung nicht anfährt und ohne zu zahlen in den Park einfährt, hat (Stand März 2010) nichts zu befürchten.

 

Reise-Infos Jordanien

Stand: April 2010

Land und Leute

Der jordanische König lächelt einem auf den vielen Fotos, die überall aufgehängt sind, freundlich zu. Oft sieht man Fotos von ihm mit glücklicher Familie, das macht den König irgendwie sympathisch. Man merkt deutlich, dass man Richtung Europa kommt. Es geht alles etwas geordneter zu und auch der Müll wird langsam weniger.(Zumindest fällt es einem auf, wenn man von einer langen Afrikareise zurück kommt.) Die Jordanier sind freundliche Leute, die aber auch wissen, das der Tourismus eine gute Einnahmequelle ist. In den touristischen Gebieten sind sie dementsprechend geschäftstüchtig. Die Eintrittspreise für touristische Sehenswürdigkeiten (vor allem Petra) sind seit 2009 enorm hoch und selbst für eine Wanderung in eine Schlucht (Wadi Mujib) soll man einen Gebühr von 14 JD zahlen.

Visa/Grenzformalitäten

Das Visum bekommt man an der Grenze für 10 JD.

Einreise von Ägypten mit der Fähre nach Aqaba: Ankunft im Hafen um 23:00 Uhr, Dauer der Einreise: 3 Std. Das Fahrzeug wird geröntgt. Den Pass gibt man auf der Fähre bei der jordanischen Polizei ab und bekommt ihn im Hafen mit Visum wieder. Eine Visumsgebühr wurde nicht verlangt. Versicherung: 3 Tage = 35 JD, 7 Tage = 66 JD, 30 Tage = 100 JD, unterschiedliche Tarife für Camping-Car und Geländewagen.
Beim Zoll wird das Carnet gestempelt und eine Gebühr von 20 JD verlangt. Die Diesel-Steuer für LKWs mussten wir nicht zahlen (vor 4 Jahren hatten wir 125 Euro gezahlt), wir wurden nicht mal danach gefragt. Ansonsten darauf hinweisen, dass man einen "Camping-Car" hat und keinen LKW! Die Gebühren sind in JD zahlbar, eine Bank ist im Hafengebäude, allerdings etwas schlechterer Kurs als in der Stadt.

Ausreise bei Ar Ramtha nach Syrien. Keine Kontrolle. Entgegen anders lautenden Infos haben wir keine Ausreisesteuer zu zahlen. (Andere Reisende hatten bei der Ausreise 5 JD p.P. und 5 fürs Auto gezahlt. Dies steht wohl auch im Reiseführer vom RKH-Verlag.)
Ausreisesteuer und Dieselsteuer scheinen etwas willkürlich gehandhabt zu werden.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Viel Verkehrspolizei auf den gut ausgebauten Straßen, welche die Geschwindigkeit messen.
Tempolimits einhalten !
Sonst keine Polizeikontrollen im Land.

Währung: 1 Euro = 0,94 Jordanische Dinar (JD)

Dieselpreis pro Liter: ca. 0,45 €

Übernachtung/Camping

Wildes Camping ist in dicht besiedelten Gebieten, entlang der Königstraße manchmal ein Problem, vor allem auch an der Grenze zu Syrien ist es schwierig, einen Platz zu finden.

Aqaba: ca. 15 km südlich von Aqaba, Richtung Saudi Arabien muss man inzwischen für den Strandplatz (Wasser und Strom) eine Gebühr von 8 JD pro Fahrzeug und Nacht zahlen. Ca. 100 Meter weiter kann man aber immer noch umsonst am öffentlichen Strand stehen, der ebenfalls über Toiletten und Duschen verfügt. Natürlich am Freitag u. Samstag auch von den Jordaniern genutzt wird. Gegenüber des Strandabschnittes sind mehrere Hotels, die auch Camping anbieten (10 JD/Nacht).


Reise-Infos Syrien

Stand: April 2010

Land und Leute

In Syrien ist es wie im Iran, nette Menschen, sehr gastfreundlich, ganz anders als wir es aus den Medien kennen. (In einer Tomatenplantage haben wir mind. 5 kg Tomaten geschenkt bekommen.) Nur die Regierung bzw. der Präsident ist leider der Falsche. Überall im Land guckt einen der Präsident von Plakaten mit sehr strengem Blick an. Es gibt viele Militärgebiete, in denen man sich möglichst nicht länger aufhalten sollte, sonst macht man Bekanntschaft mit der Geheimpolizei. In den Städten kann man durch den Souk bummeln, ohne von den Händlern bedrängt oder übers Ohr gehauen zu werden, da es nur wenig Tourismus im Land gibt.

Visa/Grenzformalitäten

Normalerweise muss das Visum (14 Tage Aufenthaltsdauer) im Heimatland beantragt werden. In der syrischen Botschaft von Amman bekommt man kein Visum ausgestellt. Evtl. kann man es in Kairo versuchen, aber auch dort wird die Ausstellung oft verweigert. Wir haben das Visum problemlos an der Grenze ausgestellt bekommen. Kosten: 32 USD p. P., 15 Tage Aufenthalt.
Einreise bei Dera. Weitere Gebühren fallen bei der Einreise an: Dieselsteuer: 100 USD pro Woche, Versicherung: 66 USD, gültig für einen Monat, es gibt nur den einen Tarif. Straßengebühr: 10 USD. Die Gebühren kann man auch in Euro zahlen, allerdings ist der Wechselkurs schlechter und es ist schon vorgekommen, das der Kurs Euro zu US-Dollar 1:1 gerechnet wird. Also besser mit USD bevorraten.
Ausreise bei Kasab in die Türkei. Es wird eine Ausreise-Gebühr von 550  SP (ca. 9 €) pro Person verlangt.

Straßenverhältnisse/Verkehr

Gut ausgebaute Teerstraßen, Hauptrouten oft vierspurig ausgebaut. Wenig Polizeikontrollen im Land, außer in Militärgebieten.

Währung: 1 Euro = 62 Syrische Pfund

Dieselpreis pro Liter: 0,32 Euro

Übernachtung/Camping

Freies Übernachten ist etwas problematisch, wegen der vielen Militärgebiete. Möglichst nicht in Sichtweite von Militärischen Anlagen übernachten. Vorsicht vor allem im Südwesten Richtung Golanhöhen. Wenn man dort aufgegriffen wird, folgen stundenlange Verhöre durch die Geheimpolizei. (aktuelle Infos von Reisenden, die wir in Syrien getroffen haben). Gut übernachten kann man bei den historischen Sehenswürdigkeiten, oft ohne Gebühr.
Damaskus: Campingplatz im Nordosten der Stadt, ca. 20 km außerhalb, Autobahn Richtung Homs, N 33° 33.155' E 36° 20.816'
15 USD pro Nacht

Reise-Infos Türkei

Stand: April 2010

Land und Leute

Die Türkei ist nach wie vor ein super Reiseland, die Leute sind sehr nett und gastfreundlich. Auch der Bauer hat kein Problem damit, wenn man mal eine Nacht auf seinem Feld steht, im Gegenteil. Überall ist man willkommen. Schade nur, dass der Diesel so teuer ist.

Visa/Grenzformalitäten

Einreise bei Kasab von Syrien, kleiner Grenzübergang, nur PKW-Verkehr, sehr übersichtlich. Das Fahrzeug wird im Pass eingetragen (gültig für ein halbes Jahr). Eine Gebühr von 5 TRY (2,50 €) ist zu zahlen. Zu unseren vollen Dieseltanks (900 Liter) haben die Zöllner nichts gesagt, nur kurzer Blick in den Wohnaufbau. Offiziell ist nur die Einfuhr von 200 Liter (LKW) gestattet. Am großen Grenzübergang bei Kilis mussten LKW-Fahrer in der Vergangenheit schon mal den Diesel abgeben. Den Grenzübergang auf keinen Fall nehmen, wenn man größere Mengen Diesel aus Syrien mitnehmen will.

Ausreise bei Cesme mit der Fähre nach Ancona, Italien. Buchung per Internet möglich oder im Büro in Cesme (beim Hafen)
Preise siehe unter www.marmaralines.com

Währung: 1 Euro = 2,00Türkische Lira (TRY)

Dieselpreis pro Liter: 1,50 Euro

An den meisten Schell-Tankstellen kostenloses WIFI, man muss sich nur den Code im Shop an der Tankstelle holen. Haben wir an einigen Tankstellen zwischen Mersin und Cesme genutzt, funktioniert gut.

Übernachtung / Camping

Freies Übernachten ist in der Türkei generell kein Problem. Man sollte sich aber gut verstecken, sodass man von der Hauptstraße nicht gesehen wird. Ansonsten kann es passieren, dass die Jandarma vorbei kommt und man weggeschickt wird, wegen der Sicherheit.  Die Polizisten von der Jandarma waren immer freundlich und oft konnten wir nach längeren Diskussionen doch bleiben.

 



 

 

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