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Pistenkuh · Sabine und Burkhard Koch

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Reise-Infos Östliches Mittelmeer 2005/2006

Unseren ausführlichen Reisebericht findet ihr unter: Reiseberichte/Ägypten-Jordanien
Die Multi-Visions-Bilder-Show DVD zur Reise findet ihr in unserem Shop

Reiseroute: Italien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien, Syrien, Türkei, Griechenland, Albanien

Tunesien:

Fähre Genua-Tunis:
Die Zollformalitäten werden bereits auf dem Schiff erledigt, ohne irgendwelche Gebühren. Im Hafen in Tunis erfolgt eine kurze Kontrolle des Fahrzeugs, das GPS sollte man vorsorglich verstecken, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Das haben wir übrigens an allen Grenzübergängen so gemacht. Für Funkgeräte gilt das selbe.
Dieselpreis in Tunesien: ca. 39 Euro-Cent.

Libyen:

Einreise:
Für die Beantragung des Visa benötigt man die Einladung einer libyschen Reiseagentur.
Diese stellt auch den Führer zur Verfügung, der Pflicht ist. Den Kontakt bzw. Papierkram dafür erledigt eine deutsche Reiseagentur, z.B. XXXXX den Namen nenne ich nicht mehr, der Anbieter droht uns mit einem Rechtsstreit, wenn ich ueber unsere Erfahrungen berichte.
Wir haben alles über XXXXX abgewickelt, für 4 Tage den Führer gebucht, der in unserem Auto mitgefahren ist und folgendes bezahlt:
50 Euro pro Person Bearbeitungsgebühr, 35 Euro pro Tag (4 Tage) und 80 Euro für den Rückflug des Führers nach Tripolis, (da wir ja weiter nach Ägypten gefahren sind)
zusammen: 320 Euro für 4 Tage Libyen. Dazu kommt die Visa-Gebühr von 50 Euro pro Person. Wenn das Visa über XXXXX beantragt werden soll, kommen noch mal 50 Euro pro Person dazu.
Wir haben den Visa-Antrag selbst zum Konsulat nach Bonn geschickt. Dabei ist es wichtig, erst die Einladung von der Reiseagentur zu erhalten und diese zusammen mit den Pässen nach Bonn zu schicken.
Die Einreise nach Libyen muss innerhalb 6 Wochen ab Ausstellungsdatum erfolgen. Mit XXXXX waren wir nicht sehr zufrieden, ich musste oft hinterher telefonieren und die Informationen, wie der ganze Papierkram funktioniert, waren unzureichend bzw.schlichtweg falsch.
Der Führer wartet zum abgestimmten Zeitpunkt an der Grenze, unser kam 3 Stunden zu spät. Dadurch wissen wir, das wir ohne Führer wahrscheinlich nicht ins Land gekommen wären, wie es andere Reisende manchmal behaupten.
Unser Begleiter hatte einen Schlafsack dabei und hat bei uns auf dem Dach geschlafen. Abends haben wir zusammen gegessen, da Ramadan war, war das mit der Verpflegung kein Problem.

Von Freunden haben wir folgende Infos erhalten:
von XXXXX  habe ich schon des öfteren nichts Gutes gehört... auch die Preise scheinen mir doch reletiv hoch. Viele Bekannte von mir haben sehr gute Erfahrungen mit medusa-tours  www.medusatours.com gemacht. Die Firmeneigentümer sprechen gut englisch, der eine hat in Deutschland studiert und hat entsprechend gute Sprachkenntnisse. Die Abwicklung ist prompt, nett und zuverlässig. Die zugeteilten Begleiter waren bisher zwar nicht immer englischsprachig aber immer sehr umgänglich und nett, hatten in keinem Fall Angst vor der Wüste (was es bei anderen Agenturen ja schon gegeben hat, au weh). Auch Uli war mit diser Agentur Trans-Libyen unterwegs und sehr zufrieden (25 Euro pro Tag incl. Rückfahrt (!) weil Uli ja auch nach Ägypten weitergereist ist).

Einreiseformalitäten:
Wenn man ein Carnet de Passage hat, braucht man nur die Gebühren für die Versicherung (ca. 10 Euro) und die Nummernschilder (ca. 10 Euro) zu bezahlen. Ansonsten stellen die Libyer selbst ein Carnet aus, welches 150 Euro Gebühr kostet. Das Geld für die Nummernschilder haben wir bei der Ausreise problemlos zurückbekommen.
Auf der gesamten Strecke von der Grenze Tunesien/Libyen zur Grenze Libyen/Ägypten (1.600 km mit der Abkürzung durch die Wüste direkt nach Tubruq) gab es ca. 15 bis 20 Polizei-Checkpoints, an jedem hat unser Führer eine Kopie unserer Einladung abgegeben, die er dabei hatte.
Dieselpreis in Libyen: 9 Euro-Cent pro Liter.

Ägypten:

Einreise:
Das Visa haben wir uns vor der Reise beim Konsulat in Frankfurt besorgt. Auf unsere extra Bitte haben wir drei Monate ausgestellt bekommen.
Einreisezeit ab Ausstellungsdatum: 6 Monate. Gebühr: 18 Euro.
Einreise:
Versicherung für drei Monate: ca. 12 Euro
Nummernschilder für drei Monate: ca. 8 Euro
Dieselsteuer (Gebühr gestaffelt nach 2, 4 oder 6 Zylinder): 1005 LE (ca. 150 Euro)
Zeit: ca. 3 – 4 Stunden
Da wir in unserem Pass von vornherein 3 Monate Visa hatten, haben wir darauf bestanden, das Autopapier (Nummernschild) und die Versicherung auch für drei Monate zu bekommen. Das war auch problemlos möglich und hat nichts extra gekostet. Von anderen Reisen wissen wir, das man in Nuveiba (von Jordanien kommend) nur für einen Monat die Autopapiere bekommt, diese aber in Kairo für einen weiteren Monat verlängern lassen kann. Dafür muss man allerdings noch mal 1005 LE Dieselsteuer bezahlen.
Ein Engländer hat uns erzählt, dass man bei der Ausreise eine Strafe zahlt, wenn man die Gültigkeit der Aufenthaltsdauer überschritten hat, pro überschrittenen Tag 200 LE (ca. 30 Euro). Also genau erkundigen, bevor man so etwas vor hat.
Dieselpreis in Ägypten: ca. 8,5 Euro-Cent pro Liter
Freies Übernachten ist in Ägypten am Strand (Mittelmeer und Rotes Meer) verboten. An der Küste des Roten Meeres ist viel Militär stationiert.
Konvoi-Pflicht:
Grundsätzlich sind wir immer zum Checkpoint gefahren und haben versucht, ohne Konvoi weiterzukommen. Dies hat manchmal ohne große Diskussion direkt geklappt, manchmal mussten wir lange warten, viel diskutieren und durften dann fahren und manchmal hat es gar nicht geklappt.
Siwa - Bawiti:
400 km Wüstenstrecke, wird zur Zeit neu trassiert und geteert.
Wir durften nach langer Diskussion nur mit Führer innerhalb eines Tages diese Strecke fahren. Eine Gebühr von 10 US-Dollar pro Person muss bei der Bank in Siwa eingezahlt und ein undurchsichtiger, zeitaufwendiger Papierkram erledigt werden. Auf der Strecke gibt es vier Checkpoints.
Oasenstrecke Kairo – Bawiti – Farafra – Dakhla - Kharga:
Problemlos ohne Konvoi. Ab Kharga wird man von der Polizei „verfolgt“, ab Kreuzung Richtung Luxor ist man wieder allein unterwegs.
Giseh - Fayoum: problemlos ohne Konvoi
Fayoum, Wadi Rayan und Wadi Hitan (Walfischknochen) sehr zu empfehlen
Strecke Assuan – Luxor: spätestens hinter Edfu wird man am Checkpoint angehalten und muss auf den nächsten Konvoi warten.
Assuan - Abu Simbel und zurück: problemlos ohne Konvoi möglich.
(Sind auch mehrere andere Reisende in der Zeit ohne Konvoi gefahren.)
Wir sind zurück die Nebenstrecke gefahren, die näher am Nasser-Stausee entlang und an weiteren alten Tempeln vorbeiführt (ist ausgeschildert), landschaftlich sehr viel schöner als die langweilige Hauptstrecke.
Strecke Luxor - Hurgharda:
Bis auf halbe Strecke Qena-Hurgharda haben wir es ohne Konvoi geschafft. Dort ist ein großer Checkpoint, wo einem alle Diskussionen nichts mehr nützen. Ab Safaga waren wir wieder frei.
Hurgharda - Suez (Checkpoint nördlich von Hurgharda):
Beim ersten Versuch sollten wir auf den Konvoi warten. Wir sind rumgedreht und haben es nach ca. einer Woche noch mal versucht, diesmal durften wir allein weiterfahren. Sind auch allein nach Ras Zafarana, von dort nach Beni Suef und am Nil entlang bis nach Giseh gefahren.
Verbindungsstrecken Rotes Meer - Niltal:
Edfu - Marsa Alam: nur in diese Richtung und ohne Konvoi möglich, kein Checkpoint unterwegs.
Marsa Alam - Edfu und auch Quseir - Qift ist für Touristen gesperrt.
Kairo - Suez - Sinai und gesamter Sinai:
Keine Konvoipflicht
Kairo:
Einziges Camp: Salma-Camp in Giseh (N29°58,17’ E31°10,54’)
Wir sind per Minibus und Metro in die Stadt gefahren, war mit Hilfe der netten Leute in Kairo kein Problem und hat fast nichts gekostet.

Jordanien:

Fähre Nuweiba – Aqaba:
310 Euro gesamt für unseren Deutz (7,80m lang, 3,5m hoch) und zwei Personen.
Die Fähre legt nachmittags irgendwann ab und kommt abends irgendwann in Jordanien an.
Reine Zeit auf dem Schiff ca. 5 Stunden. Den Visa-Stempel von der Polizei bekommt man schon auf dem Schiff in den Pass. Innerhalb von 14 Tagen muss man diesen auf einer Polizeistation verlängern lassen (problemlos). Das Visa gilt 3 Monate und kostet keine Gebühr.
Versicherung für drei Monate: 185 Euro
Dieselsteuer oder KFZ-Steuer? für drei Monate: 125 Euro

Aqaba:
Ca. 15 km hinter Aqaba Richtung Saudi Arabien gibt es einen öffentlichen Strandplatz mit Toiletten, Duschen und somit Wasser, der nichts kostet. Sogar die Müllabfuhr und die Toilettenreinigung funktioniert. (N29°25,328’ E34°58,430’)
Wadi Rum:
Beim Visitor-Center muss man Eintritt bezahlen, ca. 5 JD fürs Auto und 2 JD pro Person (1 JD ca. 1,20 Euro, also ca. 11 Euro ges.) Angeblich darf man nicht mit dem eigenen Fahrzeug im Wadi Rum fahren, sondern muss einen Geländewagen mit Fahrer mieten.
Wir sind zweimal ohne Gebühr im Wadi Rum querfeldein (auf vorhandenen Spuren)gefahren, einmal sogar über den offiziellen Weg am Visitor-Center vorbei. Unterwegs hat uns niemand angehalten bzw. kontrolliert. Wir haben mehrmals frei in diesem Gebiet übernachtet, war kein Problem. Allerdings waren wir im Januar dort, vielleicht haben die Bedu’s in der Nebensaison das Ganze nicht so genau genommen. Es waren nur wenige Touristen mit gemieteten Geländewagen und Fahrer unterwegs.
Petra:
Nur damit man schon mal vorbereitet ist und nicht in Petra selbst vor dem Kassenhäuschen unter Schock irgendwelche Entscheidungen treffen muss:
Eintritt pro Person:
1 Tag = 21 JD = ca. 25 Euro
2 Tage = 26 JD = ca. 31 Euro
3 Tage = 31 JD = ca. 37 Euro
Wir sind zwei Tage in Petra gewesen, ein Tag ist vielleicht etwas kurz, wenn man ohne Hetze alles in Ruhe genießen möchte und viel fotografieren will.
Dieselpreis in Jordanien: ca. 26 Euro-Cent pro Liter.

Syrien:

Einreise:
Ein Transit-Visa für drei Tage bekommt man an der Grenze.
Wir haben auf Bitten sogar 5 Tage bekommen und ca. 25 Euro pro Person gezahlt.
(Wartezeit von 5 Stunden bis zu einem Tag einplanen! Wir haben 27 Std. gewartet, also an der Grenze übernachtet.)
Wir haben mit Franzosen gesprochen, die das Visa in Kairo besorgt haben und mit viel Wartezeit (10 Tage) und Diskussionen ein 14-Tage Visa bekommen haben.
Dieselsteuer: 90 Euro pro Woche (5000 SP)
Versicherung: 55 Euro (3272 SP)
Freies Übernachten ist in Syrien verboten und in sofern etwas problematisch, da überall im Land viel Militär ist. Wir haben mit mehreren Reisenden gesprochen, die in der Dunkelheit unsanft vom Militär geweckt worden sind und wegfahren mussten.
Wir haben uns immer gut versteckt und sind nie gefunden worden.
In Palmyra kann man direkt beim Tempel übernachten, ohne Gebühr und ohne Service.
Dieselpreis in Syrien: ca. 12 Euro-Cent pro Liter.

Türkei:

Einreise:
Visa an der Grenze für drei Monate ohne Gebühr.
Die „Grüne Versicherungskarte“ wird anerkannt.
Zur Einfuhr von Diesel können wir keine genaue Auskunft geben.
Wir haben unsere Tanks in Syrien vollgemacht (ca. 900 Liter) und sind nicht kontrolliert worden. Von einem deutschen Ehepaar mit Wohnmobil wissen wir, das sie ebenfalls nicht kontrolliert worden sind. An der Grenze sind überall große Schilder angebracht, das für LKW’s nur 200 Liter im Tank und 40 Liter im Kanister eingeführt werden dürfen. Der Rest muss verzollt werden. Ob es reine Willkür des Grenzbeamten war oder für Touristen eine Sonderregelung gilt, wissen wir nicht. Die syrischen und türkischen Fahrzeuge wurden sehr genau kontrolliert.
Dieselpreis in der Türkei: ca. 1,25 Euro pro Liter (2,05 türk.Lira)
Die Türkei ist ein sehr teures Land geworden. Es gibt zwar Supermärkte, fast wie in Europa, doch die Preise liegen deutlich über den europäischen Preisen, es sei denn, man beschränkt sich auf einheimisches Obst und Gemüse. Zu Preisen in Hotels und Gaststätten können wir keine Auskunft geben.

Albanien:

Einreise:
Visum gibt es an der Grenze für 10,- Euro pro Person.
Für das Auto werden 5,- Euro Desinfektionskosten verlangt, dafür darf (muss) man dann durch eine Pfütze fahren.
Die „Grüne Versicherungskarte“ wird anerkannt.
Bei der Ausreise werden Straßenbenutzungsgebühren von 4,- Euro pro Tag Aufenthalt im Land erhoben.
Der Diesel kostet 0,81 Euro pro Liter und ist überall problemlos an den zahlreichen Tankstellen zu bekommen.

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